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Die Zukunft des Protestantismus

11. November 2026

Abendveranstaltung reise info Tutzing reise info Religion
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Inhalt

WAS BLEIBT VOM CHRISTENTUM, WENN MAN IHM JEDE SENTIMENTALE SELBSTTÄUSCHUNG NIMMT?

Alexander Grau
Der Blick des Philosophen Dr. Alexander Grau auf die evangelische Kirche ist von Skepsis geprägt. Ein Protestantismus, der „zu einer NGO, zu einer politischen Partei oder zu einer Selbsterfahrungsgruppe“ werde, schreibt er in seinem Buch „Die Zukunft des Protestantismus“, delegitimiere sich selbst und werde neben den weltlichen Akteuren zwangsläufig untergehen. Statt protestantischer Freiheit dominiere vielerorts ein „unappetitliches Amalgam aus linken Politphrasen und moralischem Kitsch, garniert mit Spiritualitätsfolklore aus dem weltweiten Religionsmarkt“.
Tatsächlich ringt die evangelische Kirche hierzulande um ein zukunftsfähiges Konzept. Die Zahl ihrer Mitglieder ist stark rückläufig. Das hat vor allem mit dem demografischen Wandel zu tun, aber auch mit Austrittszahlen auf hohem Niveau. Perspektivisch gehen die Finanzmittel zurück und es stellt sich die Frage nach Prioritäten in der Arbeit. Zugleich bleiben die Erwartungen an die Kirche hoch, wie Umfragen zeigen.
Und wo sieht Grau die Zukunft der evangelischen Kirche? Für ihn liegt sie in der „permanenten Verteidigung des Einzelnen, des Subjektiven, Persönlichen und Privaten“. Voraussetzung dafür sind für ihn Bildung und kulturelles Gedächtnis. Der Philosoph nennt ausdrücklich die protestantische Kulturtradition als geistige Ressource der Freiheit: die Musik Johann Sebastian Bachs, die Lieder Paul Gerhardts, die Schriften der großen protestantischen Theologen, die Romane Theodor Fontanes oder Thomas Manns, die Philosophie Sören Kierkegaards und Friedrich Nietzsches. Der Protestantismus habe dort eine Zukunft, „wo Skepsis eine Tugend ist, wo der Zweifel kultiviert wird, wo der Einzelne mehr zählt als das Kollektiv“.
Aber: Kann der Protestantismus lediglich als Denkform überleben, die auf Freiheit, Individualität und Gewissensautonomie zielt? Und wie ordnen ein Regionalbischof und eine Pfarrerin Graus Einschätzungen ein?
Wir freuen uns auf eine ertragreiche Diskussion mit Dr. Alexander Grau, Thomas Prieto Peral, früherer Planungsreferent der bayerischen Landeskirche und Regionalbischof im Kirchenkreis Schwaben-Altbayern, Beate Frankenberger, Pfarrerin in Tutzing und Beauftragte für den Wiedereintritt im Dekanat Weilheim – sowie auf Ihre Themen, die Sie ins Gespräch einbringen wollen.
Pfr. Udo Hahn
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing

Programm

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Einlass ab 18.30 Uhr

19.00 Uhr
Die Zukunft des Protestantismus

Podiumsgespräch mit

Beate Frankenberger
Dr. Alexander Grau
Regionalbischof Thomas Prieto-Peral

Moderation:

Pfr. Udo Hahn

Veranstaltungsleitung

Pfr. Udo Hahn
Akademiedirektor
Referat für Theologie, Politik, Ökumene, Medien

Referierende

Beate Frankenberger, Pfarrerin der Christuskirche Tutzing und Beauftragte für Kircheneintritt im Dekanat Weilheim.
Dr. Alexander Grau, Philosoph, freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Für das Magazin Cicero schreibt er die Online-Kolumne „Grauzone". Im Claudis Verlag (München)ist zuletzt der Band „Die Zukunft des Protestantismus" (152 Seiten, 20 Euro) erschienen.
Thomas Prieto Peral, Regionalbischof im Kirchenkreis Schwaben-Altbayern, zuvor Theologischer Planungsreferent der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Preise & Infos

Eintritt frei.
Eine Anmeldung ist erforderlich.
Kontakt

Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
S-Bahn S6 bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee, Hauptstraße, Schlossstraße / Marienstraße.

Mit dem Pkw
Von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg, von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.

E-Mobilität
Die E-Ladesäulen der Akademie befinden sich auf dem Parkplatz P2. Die Karten dafür erhalten Sie an der Rezeption.

Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 65 €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass. Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!