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Bild „Machtergreifung“ im Oberlandinfo Icon© Heinrich Hoffmann_Bayerische Staatsbibliothek

„Machtergreifung“ im Oberland

13. – 15. November 2026

Tagung reise info Tutzing reise info Geschichte, Politik
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Inhalt

DAS OBERLAND UNTER DRUCK

Die Tagung widmet sich im Schwerpunkt dem „langen“ ersten Jahr der nationalsozialistischen Herrschaft von der „Machtergreifung“ am 30. Januar 1933 bis zum „Röhm-Putsch“ am 30. Juni 1934. Bayern wurde als letztes Land – am 9. März 1933 – unter eine von Berlin eingesetzte NS-Regierung gestellt. Davor zeigen die Befunde der Wahlforschung für die katholisch geprägten agrarischen Gebiete Süddeutschlands eine deutliche Resistenz gegenüber dem faschistischen Vormarsch, v.a. im Vergleich mit den evangelisch geprägten ländlichen Regionen in Mittel- und Norddeutschland. Wie aber reagierten Politik und Gesellschaft im Oberland, als auch Bayern „gefallen“ war? Wie vollzog sich die Gleichschaltung in Institutionen, Wirtschaft und Gesellschaft vor Ort? Wer bereitete den Boden, wer zeigte sich widerständig?

Die Tagung wird anhand von Lokaluntersuchungen die Bedeutung von Vereinen, Presse, Kirche und weiteren Milieuagenturen für die Durchsetzung des Nationalsozialismus herausarbeiten. Andererseits hielten sich im Oberland auch Kräfte, die die Umsetzung nationalsozialistischer Maßnahmen zumindest eindämmten und begrenzten.

Neben den sozialen und wirtschaftlichen Faktoren spielten Wohnsitze oder Aufenthaltsorte von NS-Lokalmatadoren oder bekannten „Führern“ eine erhebliche Rolle. Nicht zuletzt wurde der erste entscheidende Schlag Hitlers gegen die SA im sog. Röhm-Putsch in Bad Wiessee geführt.

In Zeiten, in denen viele von der NS-Vergangenheit nichts mehr wissen wollen, setzt die Tagung bewusst auf Erinnerung im lokalen Kontext: dort, wo es konkret und manchmal auch schmerzhaft wird.

Herzliche Einladung zur Teilnahme an einer Debatte, die uns sicher manches Mal von der Geschichte in die Gegenwart führen wird.

Dr. Ulrike Haerendel
Historikerin, München

                             

 
 

Programm

Fr, 13.11.2026 Sa, 14.11.2026 So, 15.11.2026
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Dr. Ulrike Haerendel

Anreise ab 16.00 Uhr

18.00 Uhr

Beginn mit dem Abendessen

19.00 Uhr
Einführung in die Tagung
Dr. Ulrike Haerendel
Dr. Susanne Meinl
Anna Ulrike Bergheim
19.15 Uhr
I. Panel: BAYERN ZWISCHEN WIRTSCHAFTSKRISE UND "MACHTERGREIFUNG"
Stufen der Machtergreifung
Prof. Dr. Magnus Brechtken
20.15 Uhr
Bayern in der Weltwirtschaftskrise: die wirtschaftliche Situation und ihre Wahrnehmung
Prof. Dr. Dirk Götschmann
21.15 Uhr

Gespräche in den Salons

Veranstaltungsleitung

Dr. Ulrike Haerendel

Referierende

Prof. Dr. Magnus Brechtken, Historiker, Stellv. Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München
Prof. Dr. Dirk Götschmann, Historiker, Professor i.R. für Neuere und Neueste Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Landesgeschichte an der Universität Würzburg (angefragt)
Simon Greinsberger, Schüler, Mitglied im W-Seminar am Gymnasium Miesbach zur Erarbeitung von biografischen Fallstudien zur NS-Zeit; Miesbach
Dr. Ulrike Haerendel, freiberufliche Historikerin, Referentin im Präsidialbereich der Universität der Bundeswehr München
Birgit Halmbacher-Höplinger, M.A., Stadtarchivarin von Tegernsee und Spartenleiterin beim Katholischen Bildungswerk Miesbach
Dr. Friederike Hellerer, Kreisarchivpflegerin für den Landkreis Starnberg
Dr. Michael E. Holzmann, freiberuflicher Historiker, Geretsried
Erich Kasberger, Historiker und Kabarettist, Pöcking
Prof. Dr. Marita Krauss, Professorin i.R. für Europäische Regionalgeschichte, Universität Augsburg
Sara Mair, Schülerin, Mitglied im W-Seminar am Gymnasium Miesbach zur Erarbeitung von biografischen Fallstudien zur NS-Zeit; Miesbach
Dr. Susanne Meinl, freiberufliche Historikerin, Sachbuchautorin (zuletzt: Grünwald und die NS-Zeit, Bd. I und II, 2025) Wackersberg
Dr. Daniel Rittenauer, Historiker, promoviert mit einer Arbeit über die bayerischen Ministerpräsidenten in der NS-Zeit, Redakteur Historisches Lexikon Bayerns, München
Reinhard Tschech, Mitglied der Geschichtswerkstatt Miesbach
 
Der Dachverband Evangelische Akademien in Deutschland e.V. (EAD) ist ein anerkannter Träger der bpb. Der Unterträger Evangelische Akademie Tutzing ist Mitglied im EAD.

Partner

bpb Anerkannter Bildungsträger

Preise & Infos

Vortragsgebühr

(zzgl. Kaffee/Tee/Kuchen auch bei Teilnahme ohne Verpflegung)

80,00 €

Vollpension

– im Einzelzimmer 203,00 €
– im Zweibettzimmer 159,00 €
– im Zweibettzimmer als EZ 227,00 €

Verpflegung

–  ohne Übernachtung/Frühstück 66,00 €

Auszubildende, Schüler:innen, Studierende (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitssuchende erhalten eine Ermäßigung von 50 %.

Medienschaffenden wird die Tagungsgebühr erlassen, wenn der Presseausweis zusammen mit dem Auftrag zur Berichterstattung von einer ausstellungsberechtigten Organisation vor Veranstaltungsbeginn vorliegt. Eine Kopie Ihres Ausweises schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung zu.

Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Karte.
Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.

Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert.

Sollten Sie an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens 06. November 2026 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung. Unsere Stornobedingungen entnehmen Sie unseren AGBs.

Teilnehmende Menschen mit Beeinträchtigungen mögen sich bitte direkt schriftlich an die Tagungsorganisation wenden. Die Evangelische Akademie Tutzing ist nur bedingt barrierefrei. Da der Besuch für Rollstuhlfahrer mit Begleitperson eine enorme Erleichterung darstellt, ist der Besuch für die betreffende Begleitperson ermäßigt, d.h. die Unterbringung der Begleitperson erfolgt im Doppelzimmer kostenlos. Teilnahmebeitrag und Verpflegung werden erhoben.

Kontakt

Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de

Stiftung Schloss Tutzing / Schlosseuro

Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt des denkmalgeschützten Gesamtensembles „Schloss und Park Tutzing“ Sorge zu tragen. Mit dem Schlosseuro (bereits in der Vortragsgebühr enthalten) unterstützen Sie deren Projekte. Möchten Sie der Stiftung darüber hinaus einen Betrag zukommen lassen, stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
S-Bahn S6 bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee, Hauptstraße, Schlossstraße / Marienstraße.

Mit dem Pkw
Von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg, von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.

E-Mobilität
Die E-Ladesäulen der Akademie befinden sich auf dem Parkplatz P2. Die Karten dafür erhalten Sie an der Rezeption.

Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 65 €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass. Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!