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Schwammland

16. – 17. Februar 2027

Tagung reise info Tutzing reise info Nachhaltigkeit
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Inhalt

ZIELRICHTUNG: EIN RESILIENTES SCHWAMMLAND FÜR STADT UND LAND   

Die Wasserkrise ist längst Realität: Dürreperioden, Starkregenereignisse und Nutzungskonflikte um Wasser nehmen zu. Viele Menschen und Institutionen engagieren sich daher bereits für einen neuen Umgang mit Wasser. Doch wirksame Lösungen gehen über rein technische Maßnahmen hinaus. Sie müssen vom Landschaftsraum als Ganzem ausgehen – und von den Bedürfnissen einer Gesellschaft, die auch in Zukunft sicher mit Wasser versorgt sein will.
Das Konzept Schwammland rückt genau diesen ganzheitlichen Ansatz in den Mittelpunkt. Es verbindet Wasser-, Land- und Forstwirtschaft mit Stadtentwicklung und Naturschutz. Ein Schwammland, das Wasser in der Fläche zurückhält, speichert und verzögert abgibt, schafft die Grundlage
für resiliente Kulturlandschaften, lebenswerte Städte und eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Das alles kann nur im gesellschaftlichen Konsens und mit breiter Beteiligung geschehen.
Natürliche Systeme wie Moore, Auen und Wälder sind Schwämme par excellence. Sie wiederherzustellen und in ihrem Wasserrückhalt, Biodiversitätsschutz und Klimaanpassung weiterzuentwickeln, ist das Ziel. Gleichzeitig braucht es neue Strategien in Land- und Forstwirtschaft, integrierte Konzepte für Schwammstädte sowie planerische und ökonomische Rahmenbedingungen, die den Wandel ermöglichen.
Die Praxis zeigt: Schwammland entsteht nicht isoliert. Im Gegenteil, Schwammland und Schwammstadt gehören zusammen. Es erfordert Kooperation über Sektor- und Verwaltungsebenen hinweg, das Zusammenspiel von kommunaler Planung, Landes- und Europapolitik sowie das
Engagement von Landnutzenden, Fachpraxis, Wissenschaft und Gesellschaft. Kompetenzaufbau und gemeinsame Lernprozesse sind hierbei die zentralen Elemente auf dem Weg in die Breite.
Unsere Tagung bietet Raum, diese Perspektiven zusammenzuführen. In Fachvorträgen, Praxisbeispielen, interaktiven Open Space-Formaten sowie einer Podiumsrunde diskutieren wir, wie das Schwammland Konzept konkret umgesetzt und breitenwirksam werden kann – in Stadt und Land,
heute und in Zukunft.
Wir laden alle Interessierten und Aktiven sehr herzlich zu einem inspirierenden Austausch in die Evangelische Akademie Tutzing ein.
TAGUNGSTEAM
Dr. Wolfram Adelmann und Sandra Fohlmeister
Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege, ANL
Dr. Martin Held
Evangelische Akademie Tutzing

Programm

Di, 16.02.2027 Mi, 17.02.2027
icon button icon button Programm
9.30 Uhr

Anreise und Anmeldung

10.15 Uhr

Beginn der Tagung mit Stehkaffee

10.45 Uhr

Begrüßung

Dr. Martin Held
Schwammland und Schwammstadt gehören zusammen

Einführung

Dr. Barbara Stammel
11.00 Uhr
Reflexion: Was verstehe ich unter "Schwammland"? WAs erwarte ich vom Schwammkonzept - und was von der Tagung?

Persönlicher Einstieg der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

11.30 Uhr
Moore - die natürlichen Schwämme
Prof. Dr. Matthias Drösler
11.55 Uhr
Schwammland gestalten: Wasserresilienz in Stadt und Land zwischen kommunaler Praxis und europäischer Politik
Prof. Dr. Christian Albert
12.20 Uhr
Fragen und Diskussion
12.30 Uhr

Mittagessen

Teil 1: Schwammland in der Praxis - verschiedenen Ansätze und Bausteine
13.30 Uhr
Schwammlandschaft: Wasserwirtschaft – Mangel und Überfluss gemeinsam anpacken
Thomas Keller
13.55 Uhr
Schwammland und Landwirtschaft: So geht’s zusammen!
Ruth Brummer
14.20 Uhr
Schwammwald: Praxisbeispiele aus der unterfränkischen Trockenregion
Oliver Kröner
14.45 Uhr
Schwammstadt: ein Baustein wirksamer Klimaanpassung in der Stadt
Gudrun Rentsch
15.10 Uhr
Schwammstadt braucht Schwammland: Von der Vision zur Umsetzung
Klaus Schaumberg
15.35 Uhr

Kaffeepause

Teil 2: Schwammland – Strategien für eine resiliente Wasserzukunf
16.00 Uhr
Open Space
17.30 Uhr
Highlights aus den Open Space-Workshops
18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr
Schwammland – Wie gelingt uns das Konzept in der Breite?

Interview mit

Norbert Bäuml
Ruth Brummer
Jürgen Dierauff
Claudia Wust

Öffnung ins Plenum

20.30 Uhr

Begegnungen und Gespräche in den Salons

Veranstaltungsleitung

Dr. Martin Held
Freier Mitarbeiter

Referierende

REFERIERENDE
Prof. Dr. Christian Albert, Leibniz Universität Hannover, Geschäftsführender Leiter des Instituts für Umweltplanung, Professur für Landschaftsplanung und Ökosystemleistungen und Koordinator des EU Projektes SpongeWorks
Klaus Amann, Geschäftsführer Landschaftspflegeverband Kelheim und LEADER-Geschäftsstelle, Kelheim
Norbert Bäuml, Leiter Bayerisches Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (BayLE), München
Ruth Brummer, Wasser- und Wildlebensraumberaterin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Landau an der Isar-Pfarrkirchen
Dr. Alexandra Dehnhardt, Leiterin Forschungsfeld Umweltökonomie und Umweltpolitik, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Berlin
Jürgen Dierauff, Kreisobmann Bayerischer Bauernverband, Neustadt an der Aisch
Prof. Dr. Matthias Drösler, Leiter des Instituts für Ökologie und Landschaft / Peatland Science Centre, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Dr. Eberhard Faust, Klimabeirat Bamberg (Stadt und Land), Bamberg
Prof. Dr. Peter Fiener, Inhaber der Professur für Wasser- und Bodenressourcenforschung, Universität Augsburg
Prof. Dr. Kristian Förster, Inhaber der Professur Climate Change Hydrology, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Thomas Keller, Leiter Wasserwirtschaftsamt Ansbach
Oliver Kröner, Leiter Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bad Neustadt an der Saale
Gudrun Rentsch, Geschäftsführerin arc.grün | landschaftsarchitekten.stadtplaner, Kitzingen und Vizepräsidentin Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla)
Klaus Schaumberg, Umweltreferent Stadt Selbitz
Dr. Barbara Stammel, Direktorin Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege, Laufen
Prof. Dr. Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender BUND Naturschutz in Bayern und Vorstandsmitglied Vereinigung Deutscher Wissenschaftler, Fürth
Claudia Wust, Erste Bürgermeisterin Markt Neuhof an der Zenn

Preise & Infos

Vortragsgebühr

(zzgl. Kaffee/Tee/Kuchen auch bei Teilnahme ohne Verpflegung)

65,00 €

Vollpension

– im Einzelzimmer 146,50 €
– im Zweibettzimmer 122,50 €
– im Zweibettzimmer als EZ 159,50 €

Verpflegung

–  ohne Übernachtung/Frühstück 70,00 €

Auszubildende, Schüler:innen, Studierende (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitssuchende erhalten eine Ermäßigung von 50 %.

Medienschaffenden wird die Tagungsgebühr erlassen, wenn der Presseausweis zusammen mit dem Auftrag zur Berichterstattung von einer ausstellungsberechtigten Organisation vor Veranstaltungsbeginn vorliegt. Eine Kopie Ihres Ausweises schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung zu.

Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Karte.
Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.

Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert.

Sollten Sie an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens 09. Februar 2027 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung. Unsere Stornobedingungen entnehmen Sie unseren AGBs.

Teilnehmende Menschen mit Beeinträchtigungen mögen sich bitte direkt schriftlich an die Tagungsorganisation wenden. Die Evangelische Akademie Tutzing ist nur bedingt barrierefrei. Da der Besuch für Rollstuhlfahrer mit Begleitperson eine enorme Erleichterung darstellt, ist der Besuch für die betreffende Begleitperson ermäßigt, d.h. die Unterbringung der Begleitperson erfolgt im Doppelzimmer kostenlos. Teilnahmebeitrag und Verpflegung werden erhoben.

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de

Stiftung Schloss Tutzing / Schlosseuro

Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt des denkmalgeschützten Gesamtensembles „Schloss und Park Tutzing“ Sorge zu tragen. Mit dem Schlosseuro (bereits in der Vortragsgebühr enthalten) unterstützen Sie deren Projekte. Möchten Sie der Stiftung darüber hinaus einen Betrag zukommen lassen, stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
S-Bahn S6 bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee, Hauptstraße, Schlossstraße / Marienstraße.

Mit dem Pkw
Von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg, von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.

E-Mobilität
Die E-Ladesäulen der Akademie befinden sich auf dem Parkplatz P2. Die Karten dafür erhalten Sie an der Rezeption.

Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 60 €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass.
Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!