
Inhalt
Audray Tang
Nicht zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte bestimmt die Kriegsführung technologische Fortschritte: Selbst die Erfindung des Internets verdanken wir dem Kalten Krieg. Heutige Herausforderungen gestalten sich jedoch gänzlich neuartig: Die sogenannten Tech-Oligarchen setzen alles daran, ihre Vorstellungen von der Weltordnung zu realisieren. Im Fall von Künstlicher Intelligenz (KI) droht die Technologie gar selbst zu einem Entscheidungsträger zu werden. Darüber hinaus dienen Technologien autoritären Regimen und Akteuren:innen als Mittel zur Überwachung und Manipulation von Gesellschaften. Doch was ist die Alternative zu einer solchen dystopischen Zukunft, in der sich Krieg und Technologie gegenseitig begünstigen? Und wer setzt diese Alternative um?
Gegenwärtige Beispiele zeigen, dass sich eine technologische und zugleich bessere Zukunft gestalten lässt: KI und Social Media können den Bürgersinn und demokratische Beteiligung stärken. Digitale Technologien erleichtern auch die Dokumentation und Verfolgung von Kriegsverbrechen. Und selbst unter den Bedingungen des Krieges ermöglichen Technologien Handlungsräume jenseits einer militärischen Einsatzlogik.
Die Tagung beleuchtet die Herausforderungen der technologischen Beschleunigung sowie bestehende Handlungsräume aus einer interdisziplinären Perspektive. Dazu laden wir Expertinnen und Experten aus den Bereichen IT, Politik- und Naturwissenschaften, sowie Praktiker/-innen aus Medien, Cyberaktivismus und politischer Bildung ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Erfahrungen aus der Ukraine, wo die Infrastruktur des militärischen Widerstands auf sozialer Vernetzung und technologischen Innovationen basiert.
Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.
Kateryna Mishchenko, Bundeszentrale für politische Bildung
Kateryna Stetsevych, Bundeszentrale für politische Bildung
Alix Michell, Evangelische Akademie Tutzing
Programm
Anreise ab 16.00 Uhr
Beginn der Tagung mit dem Abendessen
Keynote und Gespräch mit
Moderation: Kateryna Mishchenko
Begegnungen & Gespräche in den Salons des Schlosses