
Aktuelles Zum Internationalen Tag der Demokratie
Udo HahnGesellschaftliche Diskurse organisieren, protestantische Perspektiven einbringen, Kontroversen ein Forum geben und Orte der Begegnung sein: Diesem Auftrag widmen sich Evangelische Akademien in Deutschland. Ein Statement von Udo Hahn.
„Evangelische Akademien sind ein sichtbarer und wirksamer Ausdruck kirchlicher Verantwortung für Gesellschaft und Demokratie. Sie wurden unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, um gesellschaftliche Diskurse zu organisieren, protestantische Perspektiven einzubringen, Kontroversen ein Forum zu geben und damit als Orte der Begegnung einen nachhaltigen Beitrag zur Demokratisierung unserer Gesellschaft zu leisten. Diesem Auftrag widmen sie sich in fünfzehn Denkwerkstätten bundesweit, u.a. in der Evangelischen Akademie Tutzing. Demokratiebildung als Zukunftskompetenz hat hier ihren Ort.
Zugleich verstehen Evangelische Akademien den Diskurs als ihr zentrales Gestaltungselement: Sein Ergebnis bleibt offen, obwohl sie eigene, auch christlich begründete Positionen in ihn einbringen. Darin liegt ihre intermediäre Funktion. Sie vermitteln zwischen kleinen und großen Öffentlichkeiten, zwischen persönlichen Erfahrungen und wissenschaftlichem Wissen, zwischen religiösen und säkularen Deutungssprachen sowie zwischen Zivilgesellschaft und politischen Institutionen.“
Udo Hahn ist Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing und Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Akademien in Deutschland e.V. (EAD)
- Lesen Sie mehr dazu im Positionspapier der Evangelischen Akademien in Deutschland „Diskurskultur und politische Bildung: Die Evangelischen Akademien in einer Zeit der Transformation“.
- Zur Aktionswoche „Demokratie braucht viele Stimmen“ bei Sonntagsblatt.de


