News – Archiv
Weltethos, interreligiöser Dialog – und der Umgang mit dem Urteil zum assistierten Suizid
Wie gelingt der Dialog zwischen den Religionen? Und wie sollen kirchliche Einrichtungen mit dem Karlsruher Urteil zum assistierten Suizid umgehen? Dorothea Grass spricht im aktuellen Seefunken-Podcast mit Dr. Hendrik Meyer-Magister über seine Online-Diskussion zum Thema: „Beihilfe zum Suizid in christlicher Fürsorge“. Im Gespräch mit Akademiedirektor Udo Hahn geht es um Hans Küngs Weltethos und darüber, warum und wie Religionen miteinander verbunden sein sollten.
Ein Thermometer kann nicht frieren
Ende März ging es in der Tagung „Die Mensch-Maschine-Gleichung“ um Künstliche Intelligenz, ihre aktuellen Möglichkeiten, ihrer (Un-)Ähnlichkeiten zum Menschen und dessen Lust und auch Furcht im Umgang mit ihr. Der Tagungsbericht von Alix Michell gibt einen Überblick.
Tagungsbericht: Wo bleibt das “Wir” in der personalisierten Medizin?
Über den Sinn von personalisierter Medizin besteht Einigkeit: Sie wird in der Zukunft eine große Rolle spielen. Durch die Fortschritte in Big Data und Genomik wächst aber auch die Komplexität des Themas. Es gilt nun, gesellschaftliche Verständigungsprozesse und kritische Punkte auszuhandeln. Einen Überblick über Chancen und Risiken bot die Veranstaltung „Wo bleibt das ‚Wir‘ in der personalisierten Medizin?“ Lesen Sie hier den Tagungsbericht.
Digitalisierungsschub ist „unbedingt und dringend notwendig“
Ein Jahr Corona-Pandemie: Wie sind die Entwicklungen und getroffenen Maßnahmen aus wirtschaftspolitischer Sicht zu bewerten? Dazu befragte Studienleiter Martin Waßink im RotundeTalk Prof. Monika Schnitzer von der LMU München. Sie ist Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Im Gespräch nahm die Wirtschaftsweise Stellung zur Entwicklung der Staatsschulden, zum Stand der Digitalisierung in Unternehmen und Verwaltungen und weitete den Blick auf die gesamte Gesellschaft. In der Krise sieht sie – trotz vieler Härten für viele – auch konkrete Chancen.
Also hat Gott die Welt geliebt – Hans Küng zum Abschied
Mehrfach weilte Hans Küng (19.03.1928 – 06.04.2021) auch in der Evangelischen Akademie Tutzing. Geboren am Sempacher See (bei Luzern), ordiniert auf den Menschenfischer vom See Genezareth, ist er auch im Starnberger See geschwommen. Er hielt sich fit. Und ackerte unermüdlich an seinen Themen. 1995 bei Weltethos & Weltpolitik, 1997 zur Weltinnenpolitik und 2012 auf dem Symposion Literatur. Zensur. Verfolgung. Er strahlte, begeisterte, argumentierte, wurde still und hörte aufmerksam zu, der Nuancen wegen, noch mehr aber den Menschen zuliebe. Eine persönliche Erinnerung von Studienleiter Dr. Jochen Wagner.
Wandel der Familie bedeutet nicht Untergang
Krisen machen die Verhältnisse sichtbar, die zwar vorher schon da waren – aber zu wenig beachtet wurden. So verhält es sich auch mit dem Thema Familie. Erbarmungslos zeigt die Covid-19-Pandemie den Stellenwert von Familien und ihren Bedürfnissen in Politik und Gesellschaft. Die Frühjahrstagung des Politischen Clubs legte die wunden Punkte offen: Kinderschutz, Betreuungsverhältnisse, Trennungsfamilien, Ehegattensplitting, Stellenwert von Bildung und Rollenverständnisse waren nur einige davon. Zum Bericht.

Wettbewerb als Schlüsselproblem
Er war zum Greifen nah: ein Branchentarifvertrag für die Pflege. Dass ausgerechnet die Kirchen ihn verhinderten, macht Dietrich Krauß, einen der Autoren der ZDF-Sendung „Die Anstalt“, fassungslos. Im Gespräch mit Akademiedirektor Udo Hahn und Andreas Korff, Sprecher der Dienstnehmer in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Diakonie Deutschland, stand ein System auf dem Prüfstand, das viele Fragen aufwirft.

„Covid-19 – Wie gut und allmächtig ist Gott?“
Die Ungewissheit nagt an allen, formulierte Studienleiter Dr. Jochen Wagner ein Grundgefühl dieser Tage. Das ist jedoch nicht erst seit Corona der Fall, sondern war schon immer so. Gott und das Leiden: Zeit für eine aktuelle Standortbestimmung im Rahmen einer Online-Veranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing mit Pfarrerin Dr. Sabrina Hoppe und Prof. Dr. Markus Buntfuß.

Jürgen Moltmann zum 95. Geburtstag
Seine „Theologie der Hoffnung“ ist bis heute unübertroffen. Seine Mahnung, den Blick für Gottes Möglichkeiten zu schärfen und Verantwortung zu übernehmen, zeitlos aktuell. Akademiedirektor Udo Hahn würdigt Jürgen Moltmann, der 2017 mit dem „Tutzinger Löwen“ ausgezeichnet wurde.





