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Aktuelles Brücken bauen zwischen Generationen

Nadja Bürgle zeit info 30. April 2026

„Generationengespräche – Was uns verbindet“ heißt das Format, das kurz vor Weihnachten 2025 an der Evangelischen Akademie Tutzing gestartet ist und 2026 und 2027 fortgeführt wird. Das Ziel: Menschen unterschiedlichsten Alters miteinander ins Gespräch zu bringen, Perspektiven zu wechseln und Gemeinschaft entstehen zu lassen.

 

„Das Gespräch ist die Brücke zwischen den Menschen.“ Diesem Gedanken von Albert Camus folgen auch die Generationengespräche. Die Fragen sind altersunabhängig: Was wolltest Du einen Menschen, der viele Jahre älter oder jünger ist als Du, schon immer mal fragen? Zum Beispiel: Hast Du einen Lebenstraum? Wie blickst Du in die Zukunft? Welche Themen beschäftigen Deine Generation? Was würdest Du in unserer Gesellschaft verändern?

Fragen wie diese können Teil eines Gesprächs zwischen den Generationen sein. Dabei kommen jüngere und ältere Menschen zusammen, um Lebenserfahrungen, Herausforderungen und Überzeugungen miteinander zu teilen. Wünsche, Sorgen, Fragen nach Glück und Sinn haben hier einen Platz ebenso wie aktuelle gesellschaftliche und politische Themen, die euch beschäftigen. Indem wir miteinander reden, lernen wir die Lebenswirklichkeiten anderer Generationen kennen, nehmen neue Blickwinkel ein und finden heraus, was uns über Altersgrenzen hinweg verbindet.

Demokratischer Dialog zwischen den Generationen fördert Vertrauen und Zusammenhalt, bündelt Ressourcen und Kräfte, unterstützt Verantwortungsübernahme und schafft die Grundlage für echte Generationengerechtigkeit. Wir laden ein zu einem Nachmittag mit vielen Fragen und Antworten!

TERMINE

4. Dezember 2025, 15-18 Uhr, Evangelische Akademie Tutzing

3. Dezember 2026, 15-18 Uhr, Evangelische Akademie Tutzing

24. Juni 2027, 15-18 Uhr, Evangelische Akademie Tutzing

Weitere Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Aktuelle Veranstaltungsangebote finden Sie auf unserer Homepage unter „Veranstaltungen“.

Einblicke vom 4. Dezember 2025

 

Dorothea Grass, Teilnehmerin am Generationengespräch und Studienleiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit schrieb in ihrem Newsletter-Editorial im Januar 2026:

„Vor kurzem saß ich mit Menschen zwischen 17 und 95 Jahren zu „Generationengesprächen“ im Musiksaal der Evangelischen Akademie Tutzing. Die meisten von uns kannten sich nicht. Es ging um große Fragen, „deeptalk“, wie junge Menschen es heute gerne nennen. Welche Träume hast du? Was ist dir wichtig im Leben? Was hättest du gerne früher gewusst? Was macht dir Sorgen? Das Format dauerte nur drei Stunden, aber in dieser Zeit geschah etwas ganz Besonderes. Ein warmes Gefühl breitete sich in mir aus: Es war die Entstehung eines Gemeinschaftsgefühls über Altersgrenzen und Erfahrungshorizonte hinweg. Menschen, die ihre Freuden und Nöte, Sorgen, Gedanken, Beobachtungen teilten. Die Handys durften sich währenddessen in Rucksäcken und Taschen langweilen, auch das tat unglaublich gut.

Während wir miteinander sprachen, schmolzen Altersunterschiede und Vorurteile gegenüber der anderen Generation wie Eis auf dem Kamin. Wir hörten einander zu und vergaßen uns dabei selbst ein bisschen. Wir haben uns ausgetauscht, uns zugehört, miteinander geredet – auf Augenhöhe.

Gesellschaftliche Fragen und politische Themen wurden aufgegriffen von Wehrpflicht über soziale Medien bis hin zu demokratischen Werten und Möglichkeiten, sich zu engagieren. Wir haben kommuniziert, im wortwörtlichen Sinn. Im Wort Kommunikation steckt das lateinische „communio“ – Gemeinschaft. Das Verb „communicare“ lässt sich mit teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen oder vereinigen übersetzen. Das verdeutlicht: Kommunikation ist eine soziale Handlung. Und sie hat ein Ziel: etwas Gemeinsames entstehen zu lassen. Gemeinschaften immer wieder neu zu begründen, zu beleben und zu erleben, sehe ich als große Aufgabe für uns alle. Die Kraft, die es dazu braucht, steckt in jedem einzelnen Menschen.“

Ansprechpartnerin:

Dr. Nadja Bürgle, Studienleiterin für Soziales und Bildung, Wirtschaft und Arbeitswelt, Nachhaltige Entwicklung

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