Aktuelles Das neue Jahresprogramm ist da!
Dorothea GrassKurz vor der Sommerpause und rechtzeitig bevor im September der Tagungsbetrieb wieder losgeht, präsentieren wir unser Jahresprogramm für 2026/2027. Auch im 80. Jahr ihres Bestehens ist die Akademie interdisziplinäres Forum und Faktor für Zukunftsfragen.
„Vorausdenken“ steht über dem neuen Jahresprogramm der Evangelischen Akademie Tutzing. Ein Motto, das auch im 80. Jahr nach der ersten Akademietagung im Sommer 1947 nicht an Relevanz verliert. Das eben erschienene Jahresprogramm 2026/2027 bleibt dem Charakter der ältesten Denkwerkstatt am Starnberger See treu: Orientierung, Begegnung und Inspiration für Menschen aller Altersgruppen zu bieten und einen Beitrag zur Gestaltung einer verantwortlichen, gerechten und partizipativen Gesellschaft zu leisten.
Von September 2026 bis Juli 2027 stehen Tagungen, Abendveranstaltungen, Matineen, Reisen und weitere Angebote auf dem Programm der Akademie, die ihren Sitz im historischen Schloss Tutzing hat. Das Ziel: „Demokratie fördern und Zivilgesellschaft stärken. Durch offenen Diskurs die eigene, qualifizierte Meinungsbildung möglich machen“, fasst es Akademiedirektor Udo Hahn in seinem Grußwort zusammen. Er schreibt weiter: „Unsere Demokratie hat nicht den unmündigen Untertan, sondern den Citoyen als Leitbild. Das bedeutet: Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die in der Tradition und im Geist der Aufklärung aktiv und eigenverantwortlich am Gemeinwesen teilnehmen und es mitgestalten.“
Zum Ausdrucken, Anpinnen und Weiterleiten:
Unter diesem Link ist das Jahresprogramm 2026/2027 als PDF abrufbar.
Thematische Schlaglichter aus dem neuen Programm:
Demokratie, gesellschaftlicher Zusammenhalt und politische Kultur: Wie kann Demokratie unter den Bedingungen von Polarisierung, Extremismus und globalen Krisen gestärkt werden? Um politische Bildung, Kompromissfähigkeit, Teilhabe und gesellschaftliche Resilienz geht es in Tagungen wie den Politischen Clubs, „Sicherheit und Resilienz“, „Nicht nur im Osten: Landtagswahlen 2026“, „Psychologie trifft Politik“ (Zugehörigkeit/Begreifbarkeit), „Demokratie im Kindergarten“, „Der Kompromiss – die Kunst des Miteinanders“ oder auch den „Generationengesprächen“.
Die Themen Krieg, Frieden und internationale Politik sind ein weiterer Schwerpunkt. Die Akademie beschäftigt sich mit den geopolitischen Umbrüchen unserer Zeit. Besonders der russische Angriff auf die Ukraine, europäische Sicherheit sowie Fragen von Krieg, Frieden und internationaler Zusammenarbeit stehen im Mittelpunkt der Tagungen „Technologien des Krieges“, „Die EU als Zukunft der Ukraine“ oder auch Veranstaltungen des Jungen Forums wie die Politikwerkstätten zu „Westasien, Klimakrise, Zuversicht“ oder „Konfliktkompetenz und Frieden“.
Die Veranstaltungen des Jungen Forums richten sich an Schülerinnen und Schüler, Studierende und junge Erwachsene – punktuell auch an Betreuungs- und Lehrpersonal in Schulen und Kindertagesstätten.
In Veranstaltungen zu Religion und Spiritualität greift die Akademie klassische religiöse Themen auf und verbindet sie mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen. Tagungen wie „Die verborgene Vielfalt der Weltreligionen“, „Dem Glück auf der Spur“, „Seid unverzagt“, „Stille im Sturm“, „Die Zukunft des Protestantismus“, „Alles wird gut“ oder „Der Antichrist“ stellen Fragen nach Hoffnung, Trost, Glück, Glauben und Orientierung in einer komplexen Welt in den Mittelpunkt.
Auch Psychologie, Sinnfragen und gesellschaftliche Transformation spielen eine Rolle im neuen Jahresprogramm. Psychologische Erkenntnisse sollen helfen, gesellschaftliche Entwicklungen besser verstehen und einordnen zu können. Die Akademie stellt Fragen nach Identität, Zugehörigkeit, Krisenerleben, Resilienz und mentaler Gesundheit – zum Beispiel in „Psychologie trifft Politik“, „Generation Krise? Generation Zukunft!“ oder auch „Dialektik der Hoffnung“.
Nachhaltigkeit und Umweltthemen gehören seit jeher zum inhaltlichen Selbstverständnis der Akademie. Ökologische Fragen werden nicht isoliert betrachtet, sondern in ihrem Zusammenhang mit Recht, Politik, Religion und Stadtentwicklung. Zum Beispiel in Tagungen wie „Recht in ökologischen Krisenzeiten“, „Schwammland – Wasserkrise meistern in Stadt und Land“, „Religionen in Europa für biologische Vielfalt“ oder auch „Fahrradstädte“.
Wirtschaft, Arbeit und soziale Gerechtigkeit: Mehrere Veranstaltungen befassen sich mit den Veränderungen der Arbeitswelt und wirtschaftlichen Zukunftsfragen, zum Beispiel „New Work“, „Die Zukunft des Mittelstands“, „Macht und Verteilung“ und „Bildungsgerechtigkeit jetzt!“.
Auch auf Digitalisierung, Technologie und Künstliche Intelligenz hat die Akademie ein Augenmerk. So reflektieren Veranstaltungen wie das „Digitalpolitik-Forum“, „Digitalisierung im Wald“ oder auch „Technologien des Krieges“ und „New Work“ die digitale Transformation disziplinenübergreifend, sowohl technisch als auch politisch und ethisch.
Erinnerungskultur und historische Verantwortung: Die Auseinandersetzung mit der Geschichte bildet einen weiteren Schwerpunkt. Tagungen wie „‘Machtergreifung‘ im Oberland“, „Provenienzforschung stärken!“, „Gestaltwandel des Antisemitismus“ oder auch „Hannah Arendt & Martin Heidegger“ setzen den Fokus auf Nationalsozialismus, Antisemitismus und Erinnerungskultur.
Kultur, Literatur, Film und Musik sind ein weiteres thematisches Feld. Die Akademie versteht kulturelle Bildung wird als eigenständigen Zugang zu gesellschaftlichen Fragen. Beispielhaft dafür sind die Veranstaltungen zu „Teilhabe im Film“, die Hommage an Marie Luise Kaschnitz mit dem Titel „Manchmal stehen wir auf…“, „Kulturorte und Sakralräume im Wandel“ sowie Veranstaltungsreihen wie „Blickwechsel zwischen Literatur und Wissenschaft“, „Film des Monats“, „Die Anstalt – Politische Satire im Schloss“ – aber auch die seit vielen Jahren bestehende Kooperation mit dem BR-Symphonieorchester zu den Kammermusikkonzerten.
Darüber hinaus laden weitere Themen und Veranstaltungen zu Vernetzung und Debatte ein. Hier können Sie sich einen Überblick über die bereits geplanten Angebote verschaffen. Weitere werden im Laufe des Akademiejahres noch dazukommen.
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