Aktuelles Der Islam in Deutschland und seine vielen Akteure
Derzeit bieten 261 Schulen in Bayern Islamunterricht an, darunter zwei Gymnasien. Dennoch bleibt an den rund 4.000 staatlichen Schulen im Freistaat noch viel zu tun, um muslimischen Schülern einen adäquaten Unterricht zu ermöglichen. Das ist das Ergebnis eines Expertenforums zum Thema „Der Islam in Deutschland und seine vielen Akteure“, das am Dienstagmittag in der Evangelischen Akademie Tutzing zu Ende ging.
„Der Islam-Unterricht in der Schule sollte zur Normalität gemacht werden“, forderte Manfred Schreiner, ehemaliger Schulleiter und langjähriger Integrationsbeauftragter des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) München. Normalität entstehe dann, wenn die Lehrpläne und die Unterrichtsmethoden mit den anderen Konfessionen abgestimmt und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden.
„Das Hauptproblem ist, qualifizierte Lehrkräfte zu finden“, sagte Walter Hauenstein, Schulleiter des Dürer-Gymnasiums in Nürnberg. Seine Schule habe mit dem Islamunterricht „sehr gute Erfahrungen“ gemacht. Der Unterricht stärke die Verbundenheit der muslimischen Familien mit der Schule. Allerdings wünsche er sich verbindliche Lehrpläne für die Oberstufe. Dazu brauche es eine gemeinsame Vertretung, also einen offiziellen Ansprechpartner, für den Islam. Nur so könne eine gemeinsame Basis für die Lehrpläne entwickelt werden.
Der BLLV-Ehrenpräsident Klaus Wenzel forderte mehr finanzielle Mittel für den Religionsunterricht Islam: „Das ist Friedenssicherung, die wir brauchen.“ (epd, 00/3230/22.09.2015).
Die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz hat Magdalena Ebertz in nachfolgender -> Pressemitteilung zusammengestellt.

