
Enrico Brissa und Bernhard Vogel über „Schwarz-Rot-Gold“
Podiumsgespräch an der Evangelischen Akademie Tutzing am 30. September 2021
GÄSTE:
DR. ENRICO BRISSA wurde 1971 in Heidelberg geboren. Der promovierte Jurist arbeitete u.a. in der Verwaltung des Deutschen Bundestages, bevor er 2011 ins Bundespräsidialamt wechselte, wo er als Protokollchef der Bundespräsidenten Christian Wulff und Joachim Gauck tätig war. Seit 2016 leitet er das Protokoll beim Deutschen Bundestag. Daneben unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der juristischen Fakultät der Universität Jena.
PROF.DR. BERNHARD VOGEL, geboren 1932 in Göttingen, studierte Soziologie, Volkswirtschaft, Geschichte und Politische Wissenschaft in Heidelberg und München. 1960 trat er der CDU bei. Er war u.a. Mitglied des Deutschen Bundestages sowie Kultusminister in Rheinland-Pfalz. Als einziger Politiker war er Ministerpräsident in zwei Bundesländern: von 1976 bis 1988 in Rheinland-Pfalz und von 1992 bis 2003 in Thüringen.
MODERATION: Pfr. Udo Hahn
ZUM INHALT:
Die Flagge der Bundesrepublik Deutschland, offiziell Bundesflagge genannt, ist ein deutsches Hoheitszeichen und Staatssymbol. Die Deutschen haben zu ihr jedoch ein gespaltenes Verhältnis, denn für manche ist die schwarz-rot-goldene Fahne buchstäblich ein rotes Tuch.
Dr. Enrico Brissa, Protokollchef des Deutschen Bundestags, hat der Nationalflagge ein Buch gewidmet. Es trägt den Titel „Flagge zeigen! Warum wir gerade jetzt Schwarz-Rot-Gold brauchen“. Wir er im Vorwort schreibt, geht er darin der Frage nach, „warum unsere Flagge solche Aggressionen auf sich zieht. Woher kommt dieser Hass? Wieso wissen viele Bürgerinnen und Bürger so wenig über unsere Staatssymbole? Warum nehmen sie hin, dass die Symbole unserer Republik zunehmend von der extremen Rechten besetzt und umgedeutet werden?“
Diese und weitere Fragen haben wir diskutiert: mit Dr. Enrico Brissa und Prof. Dr. Bernhard Vogel, dem einzigen deutschen Politiker, der Ministerpräsident zweier Bundesländer war.
Zur Veranstaltung:
„Schwarz Rot Gold“
Zum Bericht:
“Es herrscht eine erschreckende Unkenntnis über unsere Flagge”