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Ilana Lewitan im RotundeTalk – „Adam, wo bist du?“
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RotundeTalk Ilana Lewitan im RotundeTalk – „Adam, wo bist du?“

Video 00:26:10 h termin info 16. Juni 2020 termin info Gesellschaft & Soziales, Kunst & Kultur, Philosophie

Die Künstlerin und Architektin Ilana Lewitan im Gespräch mit Udo Hahn, Direktor derEvangelischen Akademie Tutzing

Die Künstlerin Ilana Lewitan möchte, dass Kunst nicht nur ein Medium ist, um das Lernen und Verstehen zu fördern – sondern auch das Fühlen. In ihrer aktuellen Kunstinstallation „Adam, wo bist du?“ wagt sie ein Gedankenexperiment und fragt: „Stellen Sie sich vor, Jesus hätte im Dritten Reich gelebt. Was wäre ihm geschehen?“

Sieben Jahre hat sie an dem Projekt gearbeitet. Und zur ursprünglich im März geplanten Eröffnung ihrer Kunstinstallation im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München war alles fertig. Doch die Corona-Pandemie machte auch die Pläne der Objektkünstlerin Ilana Lewitan zunichte. Zunächst – denn ab dem 17. Juni kann das Werk endlich bestaunt werden.

„Stellen Sie sich vor, Jesus hätte im Dritten Reich gelebt. Was wäre ihm geschehen?“ So lautet die Leitfrage der Kunstinstallation, die den Titel „Adam, wo bist du?“ trägt. Warum Jesus? Im „RotundeTalk“ der Evangelischen Akademie Tutzing erläutert Ilana Lewitan ihre Beweggründe. Als Jüdin sei sie in dem Bewusstsein aufgewachsen, Jesus gehöre zum Christentum – „bis ich verstand, dass Jesus Jude war“. Wenn er damals gelebt hätte, dann wäre wohl auch er im Konzentrationslager gelandet.

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs will Ilana Lewitan nicht nur an Geschehenes erinnern, sondern „Bewegungsräume schaffen“ für die Besucherinnen und Besucher, die über die Kunst nicht nur lernen und verstehen, sondern auch fühlen sollen. Und indem sie den Bogen vom KZ-Überlebenden zu Geflüchteten bis hin zu Transgender-Menschen schlägt, entstehe hoffentlich ein Dialog.

Hinweis:
Die Kunstinstallation von Ilana Lewitan ist vom 17.06.2020–10.01.2021 im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München zu sehen.

Weitere Informationen hier: „Bewegungsräume schaffen“