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Bild Robert Geisendörfer Preis 2023 verlieheninfo Icon© 39. Robert Geisendörfer Preis für Hörfunk-, Fernseh- und Onlineproduktionen (Foto: epd-bild/Thomas Lohnes)

Aktuelles Robert Geisendörfer Preis 2023 verliehen

Dorothea Grass zeit info 09. Oktober 2023

Mit dem Robert Geisendörfer Preis, dem evangelischen Medienpreis, wurden im Jahr 2023 insgesamt acht Produktionen ausgezeichnet und der Sonderpreis der Jury vergeben. Die feierliche Preisverleihung fand am 4. Oktober 2023 beim Hessischen Rundfunk (HR) in Frankfurt am Main statt. Zu den Trägern/Stiftern gehört auch die Evangelische Akademie Tutzing. Akademiedirektor Udo Hahn ist zugleich auch Vorsitzender der Jury „Kindermedien“.

Das Online-Gesprächsformat „13 Fragen“ des ZDF ist als eine von insgesamt acht Medienproduktionen mit dem Robert Geisendörfer Preis ausgezeichnet worden. Zu den weiteren Preisträgern gehört der Regisseur Stephan Lacant, dessen vom WDR produzierter ARD-Film „Kalt“ die Themen Schuld und Vergebung verhandelt, wie das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt mitteilte. Die Verleihung in den Räumen des Hessischen Rundfunks war verbunden mit einem Festakt zum 50-jährigen Bestehen des GEP, dessen Gründungsdirektor Robert Geisendörfer war.

Im Hörfunk-Bereich wurden die Hörstücke „Campo“ (Deutschlandfunk Kultur) von Laura Uribe und Friederike Wigger sowie „Ihre Angst spielt hier keine Rolle“ (Deutschlandfunk) von Beatrix Ackers und Marie von Kuck mit dem evangelischen Medienpreis geehrt. „Campo“ erzählt die Geschichte von mexikanischen Frauen auf der Suche nach ihren Angehörigen, die von Kartellen verschleppt, umgebracht und verscharrt wurden. Ebenfalls ausgezeichnet wurde im Online-Bereich der Podcast „Die Flut“ (WDR/SWR) von Till Krause, Laura Krzikalla und Marius Reichert, der die Katastrophe im Ahrtal 2021 laut Jury als „einfühlsame Reportage“ beleuchtet.

Im Bereich der „Kindermedien“ wurden das Hörspiel „Der schönste Tag im Leben“ (RBB/NDR) von Andreas Kaufmann und Bernhard Schütz und die Dokuserie „#Ukraine – mein Land im Krieg“ (Radio Bremen/SWR/MDR/HR/Kika) von Susanne Brahms, Mitya Churikov und Michaela Herold ausgezeichnet. In der zehnteiligen Dokureihe erzählen Kinder aus der Ukraine von ihrem Alltag im Krieg. Laut Jury verdeutlicht die Serie, was Krieg bedeutet, ohne dabei Ängste zu schüren.

André Dietz, Sascha Gröhl, Tim Mälzer und die Küchencrew wurden im Bereich Fernsehen für das Dokuprojekt „Zum Schwarzwälder Hirsch“ (VOX) ausgezeichnet. In dem Format geht es um 13 Menschen mit Downsyndrom, die Fertigkeiten in der Küche und im Service eines Inklusionsbetriebs lernen. Die Serie sei „ein Lehrstück der Würde und Humanität und hervorragendes Fernsehen“, urteilte die Jury.

Der Sonderpreis ging an Isabell Suba und Catalina Flórez für das Mentoring-Programm für junge Filmemacherinnen „Into the Wild“. Der Jury zufolge wird der Filmnachwuchs in Deutschland selten so „konsequent und zielgerichtet“ gefördert wie bei diesem Programm. „Into the Wild“ vernetze Absolventinnen aller Filmhochschulen in Deutschland mit Mentorinnen aus der Branche und erleichtere so den Einstieg in ein immer noch stark männlich geprägtes Arbeitsumfeld. Die Preise sind jeweils mit 5.000 Euro dotiert, der Sonderpreis ist undotiert.

Der Robert Geisendörfer Preis ist der Medienpreis der evangelischen Kirche für Hörfunk und Fernsehen und seit 2022 auch für Online-Formate. Er wird im Gedenken an den christlichen Publizisten Robert Geisendörfer vergeben. Vorsitzender der Jury “Allgemeine Programme” Kirchenpräsident Dr. Dr. h. c. Volker Jung, den Vorsitz der Jury „Kindermedienpreis“ hat Akademiedirektor Udo Hahn inne. Das GEP, dem die organisatorische Betreuung des Preises obliegt, ist die zentrale Medieneinrichtung der EKD, ihrer Landeskirchen und Werke sowie der evangelischen Freikirchen. Zum GEP gehört unter anderem die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd).

Weitere Informationen unter www.geisendoerferpreis.de.

Der Beitrag verwendet Material der Nachrichtenagentur epd.

Bild: Gruppenbild mit den Preisträgerinnen und-trägern  (Foto: epd-bild/Thomas Lohnes)

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  • Udo Hahninfo Icon© Robert Geisendörfer Preis / Verleihung am 4.10.2023: Quellenangabe: epd-bild/Thomas Lohnes.

    Zu den Trägern/Stiftern des Robert Geisendörfer Preis gehört auch die Evangelische Akademie Tutzing. Akademiedirektor Udo Hahn (hier im Bild) ist zugleich auch Vorsitzender der Jury „Kindermedien“.
    (Foto: epd-bild/Thomas Lohnes)

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  • info Icon© Verleihung Robert Geissendoerfer Preis 2023 beim Hessischen Rundfunk am 04.10.2023 in Frankfurt am Main. Foto: Thomas Lohnes / epd-bild

    Akademiedirektor Udo Hahn zusammen mit Moderatorin Anne Chebu bei der Preisverleihung am 4. Oktober in Frankfurt / Main. (Foto: epd-bild/Thomas Lohnes)

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  • info Icon© Robert Geisendörfer Preis / Verleihung am 4.10.2023: Quellenangabe: epd-bild/Thomas Lohnes.

    Im Bereich der „Kindermedien“ wurde zum einen das Hörspiel „Der schönste Tag im Leben“ (RBB/NDR) von Andreas Kaufmann (links im Bild) und Bernhard Schütz ausgezeichnet. (Foto: epd-bild/Thomas Lohnes)

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  • info Icon© Robert Geisendörfer Preis / Verleihung am 4.10.2023: Quellenangabe: epd-bild/Thomas Lohnes.

    Die Geschichte von Eintagsfliegenjunge Summson: „Der schönste Tag im Leben“ von Andreas Kaufmann war im vergangenen Jahr auf rbbKultur in der Sendung „Ohrenbär“ auf rbbKultur zu hören. Der „Ohrenbär“ (auf dem Foto hält ihn der Autor Andreas Kaufmann in der Hand) ist ein Klassiker unter den Kinder-Radiosendungen der ARD.

    (Foto: epd-bild/Thomas Lohnes)

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  • info Icon© Verleihung Robert Geissendoerfer Preis 2023 beim Hessischen Rundfunk am 04.10.2023 in Frankfurt am Main. Foto: Thomas Lohnes / epd-bild

    Ebenfalls mit in der Kategorie „Kindermedien“ausgezeichnet: die Dokuserie „#Ukraine – mein Land im Krieg“ (Radio Bremen/SWR/MDR/HR/Kika) von Susanne Brahms, Mitya Churikov und Michaela Herold (hier im Bild). In der zehnteiligen Dokureihe erzählen Kinder aus der Ukraine von ihrem Alltag im Krieg. Laut Jury verdeutlicht die Serie, was Krieg bedeutet, ohne dabei Ängste zu schüren.

    (Foto: epd-bild/Thomas Lohnes)

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