Nachruf auf Friedrich Schorlemmer
Der frühere Studienleiter Willi Stöhr erinnert sich an seine erste und viele weitere Begegnungen mit dem Theologen Friedrich Schorlemmer, einer der Symbolfiguren evangelischer Bürgerrechtler.
Der frühere Studienleiter Willi Stöhr erinnert sich an seine erste und viele weitere Begegnungen mit dem Theologen Friedrich Schorlemmer, einer der Symbolfiguren evangelischer Bürgerrechtler.

Bislang unveröffentlichtes Material zeigt, warum und in welcher Weise sich der DDR-Geheimdienst für die Arbeit der Evangelischen Akademien interessiert hat.
Die Evangelischen Akademien – sowohl im Osten als auch im Westen Deutschlands – hielt die einstige DDR-Führung für „gefährlich“. So steht es unter anderem in den mehr als 400 Seiten aus der Akte, die die Staatssicherheit über die Evangelische Akademie Tutzing angelegt hatte. Sie ist Thema der Abendveranstaltung „Unter Beobachtung: Akademiearbeit in den Augen der Stasi“, zu der die Akademie und ihr Freundeskreis am Mittwoch, 13. März 2024 um 19 Uhr einladen.
Vor 70 Jahren fand der Aufstand der Arbeiterinnen und Arbeiter in der DDR statt. Es kam zu Protesten und Streiks, die gewaltsam niedergeschlagen wurden. Die Aufarbeitung der Ereignisse ist lange noch nicht abgeschlossen – und wäre doch so nötig. „Es ist an der Zeit, den 17. Juni als einen wichtigen Teil deutscher und europäischer Demokratie- und Widerstandsgeschichte zu begreifen und an die Opfer zu erinnern.“, meint Akademiedirektor Udo Hahn in seinem Gastkommentar für die Bayern 2-Sendung „Zum Sonntag“.
„Nein, wir haben noch nicht genug von der Wirklichkeit der Arbeiter gesprochen, schon gar nicht der Arbeiterinnen.“ Das findet die Autorin Marlen Hobrack. In ihrem Buch „Klassenbeste.
„Schwierige Situationen zu ordnen und das wegweisende Wort zu sprechen, war eine seiner großen Stärken.“ Mit diesen Worten charakterisierte Tobias Bilz, soeben eingeführter Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Johannes Hempel, der am 23. April im Alter von 91 Jahren starb und von 1972 bis 1994 dieses Amt innehatte. Treffender lässt sich Hempel in einem Satz nicht beschreiben. Ich traue mir dieses Urteil zu, denn ich habe meine eigene Geschichte mit dem Landesbischof.
Was vor 30 Jahren in der DDR passiert ist, war unberechenbar, unvorhersehbar und in der Konsequenz abrupt. Erstaunlich ist: So schnell wie der Umbruch und schließlich der Untergang der DDR vor sich gingen, so komplex, langwierig und nicht immer eindeutig ist die Vorgeschichte. Zu Bericht und Bildergalerie
„Ich öffne die Tür weit am Abend“ war der Titel des Konzerts, das der bekannte Liedermacher gemeinsam mit dem Saxofonisten Ralf Benschu und dem Organisten Jens Goldhardt am vergangenen Samstag in der Evangelischen Akademie Tutzing gab. Es war ein Abend voller unentdeckter musikalischer Schätze und Worte, die unter die Haut gingen.

Der frühere Bundestagspräsident sieht dreißig Jahre nach dem Fall der Mauer die errungene Demokratie als nicht mehr selbstverständlich an. „Es ist die Stunde der Populisten, der großen und kleinen Vereinfacher und Schuldzuweiser“, schreibt Thierse in einem Beitrag für die Evangelische Akademie Tutzing.
Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sieht dreißig Jahre nach dem Fall der Mauer die errungene Demokratie als nicht mehr selbstverständlich an. „Es ist die Stunde der Populisten, der großen und kleinen Vereinfacher und Schuldzuweiser“, schreibt er und fordert die Verteidigung von Freiheit und Demokratie.

Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse ist heute Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing. Die Wende in der DDR vor 30 Jahren bildete den Startpunkt seiner politischen Laufbahn. In der Tagung „30 Jahre friedliche Revolution … in Erinnerung, in Kritik und Debatte heute“ vom 15. bis 17.11.2019 in Tutzing blickt er gemeinsam mit hochkarätigen Referierenden, Wissenschaftlern und Zeitzeugen zurück und zieht Bilanz.