Die Geschichten hinter den Dingen
Provenienzforschung ist detektivische Puzzlearbeit – und Teil eines größeren gesellschaftlichen Prozesses. Für Kerstin Holme ist sie “ein Auftrag zur kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte”.
Provenienzforschung ist detektivische Puzzlearbeit – und Teil eines größeren gesellschaftlichen Prozesses. Für Kerstin Holme ist sie “ein Auftrag zur kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte”.
Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste hat in der zweiten Förderrunde 2023 eine Finanzierung in Höhe von etwa 1,93 Millionen Euro für die Provenienzforschung im Bereich des „NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts“ genehmigt. Insgesamt erhielten 18 Forschungsprojekte in dieser Runde finanzielle Unterstützung von der Magdeburger Stiftung – auch das Projekt „Schloss Tutzing“.
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Woher kommen die Kulturgüter, die sich noch heute im Schloss Tutzing befinden? Wer waren ihre einstigen Besitzer? Ist es möglich, die Herkunft der Kunstobjekte zu klären – vor allem im Hinblick auf die NS-Zeit?
Katrin Stoll führt eines der renommiertesten Kunstauktionshäuser Deutschlands. Im Mai versteigerte sie das vielleicht politischste Motiv Carl Spitzwegs: das Gemälde „Justitia“. In der Süddeutschen Zeitung stand daraufhin zu lesen, nicht der Erlös von 700.000 Euro sei daran rekordverdächtig gewesen, sondern die große Aufmerksamkeit inmitten der Corona-Lockdown-Phase. Im RotundeTalk sprach sie über die Herausforderungen dieser Zeit und die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.