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Ach, Frau Doktor … Psychische Gesundheit in der Hausarztpraxis

26. – 27. Juni 2024

Tagung reise info Tutzing reise info Ethik & Gesundheit, Psychologie & Lebensfragen
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Inhalt

JEDER ARZT IST EIN PSYCHOTHERAPEUT, OB ER ES WILL ODER NICHT.
                                                                                                                        Günther Jonitz

Bis zu 20 Prozent der Menschen in Deutschland leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer Depression – die meisten bereits in jungem Alter. Mit der steigenden Lebenserwartung erhöht sich zudem das Risiko, im Laufe des Lebens von einer Depression betroffen zu sein. Gerade bei älteren Menschen bleiben Depressionen häufig zu lange unerkannt.
Sowohl bei psychologischen als auch ärztlichen Psychotherapeut:innen warten Betroffene durchschnittlich bis zu fünf Monate auf den Beginn
einer Therapie. Viele Personen sprechen ohnehin zuerst ihre Hausärzt:innen auf ihre Sorgen und Probleme an – mehr oder weniger offen: „Ach, Frau Doktor…“. Hausarztpraxen können so als Seismographen für psychische Probleme ihrer Patient:innen dienen und Wege in die psychotherapeutische Behandlung bahnen. Mehr noch: Gut geschulte Hausärzt:innen können bei einer leichten oder mittelschweren psychischen Erkrankung bereits erste Behandlungsschritte einleiten. So tragen sie dazu bei, bestehende Versorgungslücken zu schließen.
Die Versorgung psychischer Erkrankungen in der Hausarztpraxis ist anspruchsvoll, unter anderem weil die Zeit für die Diagnose und Behandlung begrenzt ist. Zusammen mit jungen Forschenden der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München sowie weiteren Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis diskutieren wir, wie die Versorgung von psychischen Erkrankungen in der Hausarztpraxis verbessert werden kann. Ihr Beitrag als ärztlich tätige Person genauso wie als Bürger:in und Patient:in ist dabei von großem Wert!
In Projektvorstellungen, Workshops und einer Podiumsdiskussion möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen folgenden Themen widmen: Welchen Einfluss haben Umwelt und Gesellschaft auf unsere psychische Gesundheit? Inwieweit können Bürger:innen und Patient:innen in der Forschung zur besseren Diagnostik und Behandlung psychischer Erkrankungen mitwirken? Wie kann Wissen über Depressionen von Hausärzt:innen an Betroffene vermittelt werden? Wie kann das Verschreiben von Medikamenten sinnvoll reduziert werden? Wie können Gesundheitsdaten von digitalen Endgeräten die Behandlung einer Depression unterstützen?
Gemeinsam hoffen wir, so einen Beitrag zur früheren und präziseren Erkennung und Behandlung von Depression zu leisten. Wir freuen uns, Sie dazu in der Evangelischen Akademie Tutzing begrüßen zu dürfen!
Dr. Hendrik Meyer-Magister
Stellvertretender Direktor und Studienleiter für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. Jochen Gensichen
Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin und Sprecher des POKAL-Kollegs, LMU Klinikum München

Mehr zum Thema

Programm

Mi, 26.06.2024 Do, 27.06.2024
icon button icon button Programm
13.00 Uhr

Anreise

15.00 Uhr

Beginn der Tagung mit Kaffee & Kuchen

15.30 Uhr
Begrüßung
Dr. Hendrik Meyer-Magister
10.30 Uhr
Prof. Dr. med. Jochen Gensichen MPH
15.45 Uhr
Psychische Gesundheit in der Hausarztpraxis
Dr. Gabi Pitschel-Walz
16.30 Uhr

Pause

17.00 Uhr
Aus der Forschung

Projektpräsentationen I

Wie können Hausärzt:innen Wissen über die Erkrankung Depression den Patient:innen anschaulich vermitteln?

Feyza Gökce

Welchen Einfluss haben die Gesellschaft und Umwelt auf unsere psychische Gesundheit?

Petra Schönweger

18.00 Uhr

Abendessen

19.30 Uhr
Die Bürger:innen- und Patient:innenperspektive in der Forschung

Entwicklung, Chancen und Grenzen

Prof. Dr. med. Josef Bäuml
Dominique de Marné
Dr. theol. Karolina De Valerio

Impulse und Diskussionen

21.00 Uhr

Begegnungen und Gespräche in den Salons des Schlosses

Veranstaltungsleitung

Dr. Hendrik Meyer-Magister
ehem. Stellvertretender Akademiedirektor / Studienleitung für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care

Referierende

BETEILIGTE
Prof. Dr. Josef Bäuml, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie; bis zum Ruhestand Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar der TU München
Dr. Karolina De Valerio, EX-IN Genesungsbegleiterin beim Münchner Bündnis gegen Depression e.V.; Dozentin und Autorin, Studienbeirätin beim Graduiertenkolleg POKAL sowie Mitglied des Bürger:innenbeirats der TU München
Dominique de Marné, Rednerin, Autorin und Geschäftsführerin der Mental Health Crowd GmbH, München
Feyza Gökce, MSc., Psychologische Psychotherapeutin; Doktorandin im Graduiertenkolleg POKAL sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung der TU München
PD Dr. Gabriele Pitschel-Walz, Psychologische Psychotherapeutin; Leiterin der Arbeitsgruppe Psychologie und Psychotherapie am Institut für Allgemeinmedizin der TU München
Petra Schönweger, MSc., Gesundheitswissenschaftlerin; Doktorandin im Graduiertenkolleg POKAL sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung der LMU München
Philipp Reindl-Spanner, MSc., Informatiker; Doktorand im Graduiertenkolleg POKAL sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Krcmar-Lab der TU München
Jochen Vukas, Arzt in Weiterbildung (Allgemeinmedizin); Doktorand im Graduiertenkolleg POKAL sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeinmedizin des LMU Klinikums München

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de