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autonom? (Fachtag Ethik)

05. April 2017

Tagung reise info Tutzing reise info Ethik & Gesundheit
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Inhalt

„MEIN TOD GEHÖRT MIR!“
                                                           Stammtischparole 

Autonomie gilt als eine der vornehmsten und wichtigsten Errungenschaften der Moderne. Spätestens seit der Aufklärung – und dann nochmals im Gefolge der Diktatur im letzten Jahrhundert – hat sich ein Bewusstsein dafür durchgesetzt, dass der Einzelne in seinen Entscheidungen frei und unabhängig sein soll und darf. Selbst die Menschenwürde wird oft direkt mit dem Recht auf Autonomie verknüpft. Auch die Hospizbewegung hat eine ihrer Wurzeln in dem Bestreben, Wunsch und Willen der Patienten in den Mittelpunkt zu stellen.

Gleichzeitig jedoch setzen wir im Kontext von Hospizbewegung und im Blick auf eine sorgende Gesellschaft auf Werte wie Fürsorge und Gemeinschaft. Keiner lebt für sich allein und keiner soll für sich allein sterben müssen. Auch diese Werte sind zentral und dienen dem Schutz der Würde von Schwerstkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen.

Beteiligte und Betroffene erleben diesen Gegensatz manchmal als ethisches Dilemma, als unauflöslichen Widerspruch oder gar als Zerreißprobe. Der Fachtag Ethik wird sich diesem Thema intensiv widmen. Autonomie wird aus philosophischer, medizinisch-psychiatrischer und theologischer Sicht reflektiert werden. An praktischen Beispielen des gegenwärtigen Hospiz- und Palliativalltags (Betreuung, Advance Care Planning, Umgang mit Sterbewünschen) wird die Frage nach der Autonomie in Workshops diskutiert. Aus dem Alltag einer Palliativstation wird in einem abschließenden Referat der tägliche Umgang mit diesem Spannungsbogen beschrieben.

Wir laden herzlich zum 5. Fachtag Ethik ins Schloss Tutzing ein.

Dr. Thomas Binsack, Bayerische Stiftung Hospiz
Pfr. Frank Kittelberger, Evangelische Akademie Tutzing

Diesen Fachtag führt die Evangelische Akademie Tutzing in Kooperation mit der Bayerischen Stiftung Hospiz durch: www.bayerische-stiftung-hospiz.de

Programm

icon button icon button Programm
Dr. med. Thomas Binsack
9.30 Uhr

Ankommen & Kaffee

10.00 Uhr

Begrüßung:
Pfr. Frank Kittelberger

Einführung:
Dr. Thomas Binsack

10.30 Uhr
Autonomie aus philosophischer Sicht

Dr. med. Dr. phil. Orsolya Friedrich

11.00 Uhr
Autonomie aus medizinisch-psychiatrischer Sicht

PD Dr. med. Gerrit Hohendorf

11.30 Uhr
Autonomie aus theologischer Sicht

Dipl. theol. Dipl. Soz. Päd. Sepp Raischl

12.00 Uhr

Aussprache

12.30 Uhr

Mittagessen und Gespräche am See

14.00 Uhr
Workshops
1. Autonomie im juristischen Alltag am Beispiel der Betreuung

RA Tanja Unger

2. Advance Care Planning (ACP) bzw. Behandlung im Voraus Planen (BVP) als Hilfe zur Autonomie?

Karla Steinberger

3. "Freitod" - Suizid als Ausdruck von Autonomie?

PD Dr. med. Gerrit Hohendorf

4. Wann bin ich autonom?

Workshop mit Anleitung zur Selbstreflexion
Pfr.in Dorothea Bergmann

15.00 Uhr

Kaffeepause

15.30 Uhr
Autonomie in der Praxis der Hospiz- und Palliativarbeit

OÄ Dr. med. Gerda Hofmann-Wackersreuther

16.10 Uhr

Schlussplenum und Verabschiedung:
Pfr. Frank Kittelberger

16.15 Uhr

Ende der Veranstaltung

Veranstaltungsleitung

Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Freier Mitarbeiter
Dr. med. Thomas Binsack

Referierende

Pfrin Dorothea Bergmann, Pfarrerin, Supervisorin (DGSv/DGfP), Trainerin für Ethikberatung (AEM), Gestalttherapeutin; Pastoralpsychologische Pfarrstelle SPES (Spiritualiät • Palliative Care • Ethik • Seelsorge ) der Hilfe im Alter der IMM, Leitung Ethikbeirat der Hilfe im Alter der IMM, München
Dr. med. Thomas Binsack, Palliativmediziner; ehem. Chefarzt der Palliativstation St. Johannes von Gott am Krankenhaus Barmherzige Brüder München; Vorsitzender des Stiftungsrats der Bayerischen Stiftung Hospiz; Mitglied im Ethikbeirat der Hilfe im Alter der Inneren Mission München, Dachau
Dr. med. Dr. phil. Orsolya Friedrich, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der LMU München, Leitung des Arbeitsbereichs Philosophische Grundlagen der Medizinethik; Co-Koordinatorin des internationalen Verbundforschungsprojektes zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten von Brain-Computer-Interfaces (BCI), München
OÄ Dr. med. Gerda Hofmann-Wackersreuther, Palliativmedizinerin, Oberärztin an der Palliativstation der Klinik für Innere Medizin 5, Schwerpunkt Onkologie/Hämatologie am Klinikum Nürnberg
Prof. Dr. med. Gerrit Hohendorf, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der TU München
Pfr. Frank Kittelberger, Pfarrer, Pastoralpsychologe, Lehrsupervisor (DGfP, DGSv); Mitglied im Ethikbeirat der Hilfe im Alter der Inneren Mission München; Studienleiter Referat für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care an der Evangelischen Akademie Tutzing
Dipl. Theol. Dipl. Soz. Päd. Sepp Raischl, Palliativfachkraft; Fachlicher Leiter Christophorus-Haus München und Palliative-Geriatrischer Dienst des Christophorus Hospiz Verein e.V. München; Mitglied im Ethikbeirat der Hilfe im Alter der Inneren Mission München, Dachau
Karla Steinberger, Sozialarbeiterin am IZP der LMU in München-Großhadern
RA Tanja Unger, Fachanwältin der Kanzlei Putz • Sessel • Steldinger – Kanzlei für Medizinrecht, München

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de