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Bild Das Denkmal: Wem gehört es, wer bewahrt es?

Das Denkmal: Wem gehört es, wer bewahrt es?

03. – 05. März 2017

Tagung reise info Tutzing reise info Geschichte, Gesellschaft & Soziales, Kunst & Kultur, Recht
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Inhalt

BÜRGER SIND OFT DIE BESTEN EXPERTEN FÜR ORTSGESCHICHTE
 
In Zeiten rasanten Wandels steigt das Bedürfnis nach Selbstvergewisserung und Identitätsbildung. Einen Beitrag dazu leisten Denkmäler, die vielfach von bürgerschaftlichen Initiativen erhalten, gepflegt und geschützt werden. Auch viel öffentliches Geld fließt in den Denkmalschutz. Vor diesem Hintergrund rief das Europäische Parlament ein „Europäisches Jahr des Kulturerbes“ aus, das im Jahr 2018 stattfinden soll. In Deutschland koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jährlich den Tag des offenen Denkmals – 2016 mit dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“.
 
Im Rahmen solcher Initiativen sollen die künftigen Generationen für das europäische Kulturerbe sensibilisiert werden. Denkmalpflege und Kulturerbe geraten dabei nicht nur als Identitätsreservoir moderner Gesellschaften in den Blick, sondern auch als Motor für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, beispielsweise durch den Tourismus. Das kulturelle Erbe, so die Idee, soll unter den Gesichtspunkten  der kulturellen Vielfalt, Toleranz, der Gemeinschaftlichkeit und Nachhaltigkeit interpretiert und gefördert werden.
 
Wir erleben allerdings auch immer wieder, dass für die  Ortsidentität und –geschichte wichtige Denkmale abgerissen werden oder einfach dem Verfall entgegen treiben. Oftmals kommt das Engagement aus der Bürgerschaft dann zu spät oder entfaltet nicht genügend Wirkung. Grund genug, die Gespräche in der Evangelischen Akademie Tutzing zum Thema Denkmalpflege und Denkmalschutz fortzusetzen und die Impulse, die die Tutzinger Erklärung zur bürgerschaftlichen Denkmalpflege von 2012 setzte, weiterzudenken. Wir möchten Sie einladen, gemeinsam den Denkmalschutz in Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern und den europäischen Nachbarländern zu diskutieren.
 
Wir wollen uns, ausgehend von der Tutzinger Erklärung, in Vorträgen und Arbeitsgruppen mit der Weiterentwicklung des Denkmalrechts, Fragen der praktischen Denkmalpflege und der Denkmalvermittlung in Schule und Erwachsenenbildung befassen und Vorschläge zur Gestaltung und Weiterentwicklung des Denkmalschutzes formulieren.
 
Herzliche Einladung an alle Engagierten und Interessierten, das gemeinsame Anliegen Denkmalschutz in der Evangelischen Akademie Tutzing weiter zu bewegen!
 
Brigitte Grande M.A., Vorsitzende, Freundeskreis Evangelische Akademie Tutzing e.V.
Dr. Ulrike Haerendel, Stellv. Direktorin, Evangelische Akademie Tutzing
Wolfgang Weise, Denkmalnetz Bayern

Programm

Fr, 03.03.2017 Sa, 04.03.2017 So, 05.03.2017
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Anreise ab 15.00 Uhr

17.00 Uhr
Begrüßung
Dr. Ulrike Haerendel

&

Brigitte Grande M.A.
Einführung

Stand der Tutzinger Erklärung von 2012 und der 15 Punkte von 2015 für eine bessere Denkmalpflege

Achim Schröer

&

Wolfgang Weise
18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr
Die Rolle der Zivilgesellschaft im Denkmalschutz
Prof. Dr. Edgar Grande
20.00 Uhr
World Café (mehr siehe unter "Mehr zum Thema")

1. Weiterentwicklung des Denkmalrechts

Moderation: Andreas Kleine-Tebbe

2. Fachliche Fragen des Denkmalschutzes

Moderation: Harald Brode, Peter Haimerl, Hermann Schiefer, Dr. Bernd Vollmar

3. Vermittlung von Denkmalbewusstsein in Schule und Erwachsenenbildung

Moderation: Ferdinand Neuhofer, Dr. Reinhard Pausch, Wolfgang Weise

4. Offenes Forum: Themenvorschläge der Teilnehmenden

Moderation: Helga Baritsch-Schmitt, Dr. Ulrike Haerendel

21.30 Uhr

Gespräche in den Salons

Veranstaltungsleitung

Dr. Ulrike Haerendel

Referierende

Helga Baritsch-Schmitt, Juristin, Kreisheimatpflegerin Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Virnsberg
Prof. Dr. Sigrid Brandt, Generalsekretärin von ICOMOS Deutschland, Professorin für Architektur- und Städtebaugeschichte und Denkmalpflege an der Universität Salzburg
Harald Brode, Soziologe und Pädagoge, Wertheim
Christine Degenhart, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, München
Prof. Dr. Edgar Grande, Lehrstuhl für vergleichende Politikwissenschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München
Peter Haimerl, Architekt und Stadtplaner, BDA, München
Andreas Kleine-Tebbe, Kommentator des niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes, Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Hannover
Ferdinand Neuhofer, Jurahausverein e.V., Eichstätt
Dr. Reinhard Pausch, Dozent in der Erwachsenenbildung, Philosoph, Forstwissenschaft ler, Verein für Nachhaltigkeit e.V., Floss
Hermann Schiefer, Konservator, Monumentendienst, c/o Museumsdorf Cloppenburg
Achim Schröer, Stadtplaner, Doktorand der Bauhaus-Universität Weimar, Sprecher für das Denkmalnetz Bayern, Berlin und Weilheim in Obb.
Franz-Leopold Graf v. Stillfried, Dipl.-Ing. Arch., Ltd. Baudirektor a.D. bei der Landeshauptstadt München
Dr. Bernd Vollmar, Landeskonservator, Abteilungsleiter, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München
Wolfgang Weise, bis 2016 Vertreter der Architekten- und Ingenieurvereine im Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK), Projektleiter „Denkmal und Schule“ (in Bayern), Augsburg

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de