Denkmalschutz und Nachhaltigkeit
30. November – 02. Dezember 2018
TagungInhalt
DURCH WEISHEIT WIRD EIN HAUS GEBAUT UND DURCH VERSTAND ERHALTEN.
Die Sprüche Salomos, Kap. 24,3
Viele Baudenkmäler stehen schon seit Generationen und werden behutsam an sich verändernde Anforderungen angepasst. In diesem Sinne kann Denkmalschutz auch als aktive Nachhaltigkeits-Politik aufgefasst werden. Wie lässt sich Denkmalschutz in bürgerschaftliche Initiativen und Strategien der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik einbauen? Welche neuen Koalitionen lassen sich zwischen diesen Feldern finden?
Noch zu wenig wird wahrgenommen, dass Menschen und Organisationen, „die sich nur um alte Häuser kümmern“, auch einen schonenden Ressourcenumgang betreiben, die Neuversiegelung von Flächen verhindern, die umweltbelastende Entsorgung von Baustoffen vermeiden und nicht zuletzt Schönheit erhalten, die unsere Kulturlandschaften prägt. Freilich kann der Landschafts- und Denkmalschutz mit dem Ziel der Ausweitung regenerativer Energieversorgung auch in Konflikt geraten.
In der Tagung wollen wir über solche Zielkonflikte ebenfalls sprechen und Lösungsansätze diskutieren. In Arbeitsgruppen werden wir uns damit befassen, wie der Denkmalpflegegedanke in die Schulen getragen werden kann und wie er in der Erwachsenenbildung präsenter wird. Darüber hinaus werden wir in der Tagung auch eine kritische Auseinandersetzung mit der staatlichen Denkmalpflege anregen. Was wird getan, um die rund 3000 leerstehenden und langsam verfallenden Denkmale in Bayern zu erhalten?
Welche Möglichkeiten gibt es für Bürger, sich für Denkmale zu engagieren und politische Wirkung zu erzielen? Das Denkmalnetz Bayern mit seinen angeschlossenen Initiativen liefert viele positive Vorbilder. Der neue Verein Kulturerbe Bayern hat ebenfalls seine Tätigkeit zum Schutz von Denkmälern aufgenommen und sich die Mikwe in der Judengasse 10 als erstes Projekt erkoren. Bei einer Exkursion können wir das Objekt besichtigen, genauso wie andere Denkmäler in der einzigartigen Stadt Rothenburg o.d. Tauber.
Herzliche Einladung in die Evangelische Tagungsstätte Wildbad!
Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing
Wolfgang Weise, Denkmalnetz Bayern
Dr. Ulrike Haerendel
Anreise ab 16.00 Uhr
18.00 Uhr
Abendessen
19.00 Uhr
Begrüßung
Dr. Ulrike Haerendel
Einführung & Rückblick auf die Tagung im März 2017
Wolfgang Weise
19.45 Uhr
Denkmalschutz und Nachhaltigkeit: konträr oder komplementär?
Dr. Joachim Hamberger
21.00 Uhr
Gespräche in den Salons
Veranstaltungsleitung
Dr. Ulrike Haerendel
Referierende
Anja Bierwirth, Architektin, Umweltwissenschaftlerin, Projektleiterin, Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie, Wuppertal
Wolfgang Karl Göhner, Ass.iur., Regierungsdirektor, Justitiar des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Recht und Steuerfragen des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, München
Meike Gerchow, Architektin, Mitglied des Landesdenkmalrates, Sprecherin Denkmalnetz Bayern, München
Dr. Joachim Hamberger, Dipl.-Forstwirt, Lehrbeauftragter für Forst- und Umweltgeschichte, TUM und Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), und Nachhaltigkeit (UniBW, Nreubiberg), Vorsitzender Verein für Nachhaltigkeit, Freising
Dr. des. Rudolf Himpsl, Historiker, Geschäftsführer von Kulturerbe Bayern e.V., München
Peter Kern, Architekt BDA, Mindelheim
Eduard Knoll, Dipl.-Ing. (FH), Architekt und beratender Ingenieur, Mitglied im Arbeitskreis „Denkmalpflege und Bauen im Bestand“; ehrenamtl. Mitarbeiter, Kulturerbe Bayern e.V., Projektgruppe Referenz- und Folgeobjekt, Rothenburg o.d. Tauber
Dr. Markus Naser, Historiker, Fränkische Landesgeschichte, Universität Würzburg, Verein Alt-Rothenburg e.V. und Kulturerbe Bayern e.V., Ansprechpartner für Mittelfranken
Dr. Reinhard Pausch, Dozent in der Erwachsenenbildung, Forstwissenschaftler, Philosoph, Denkmalnetz Bayern, Verein für Nachhaltigkeit e.V., Freising
Dr. Irene Plein, Fachbereichsleitung Öffentlichkeitsarbeit im Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Manfred Röver, Bauingenieur, Planer für Altbausanierung und Baudenkmalpflege, Landesbeauftragter für Niedersachsen in der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V., Soldorf/Schaumburger Land
Wolfgang Weise, bis 2016 Vertreter der Architekten- und Ingenieurvereine im Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz, Projektleiter „Denkmal und Schule“ (in Bayern), Augsburg
Ort & Infos
Kontakt
Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de