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Depression ohne Zukunft?

09. – 10. Januar 2019

Tagung reise info Tutzing reise info Ethik & Gesundheit, Psychologie & Lebensfragen
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Inhalt

DIESE TAGUNG IST BEREITS AUSGEBUCHT!
 
Der Mensch sieht eben nicht weiter, als er kann!
                                                                                    Karl May
 
Menschen, die an Depressionen erkrankt sind, sehen die Zukunft meist nur schwarz. Sie können nicht anders und der Blick nach vorn birgt nichts als scheinbar unüberwindbare Mühsal, die eigentlich keine Zukunft verspricht. Wenn sich Depression zu einer Volkskrankheit entwickelt, gefährdet dies die Gesellschaft. Vielleicht aber stimmt auch das Gegenteil: Gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen das Lebensgefühl und die Perspektive von Menschen manchmal derart, dass sie krank werden. Depression ist nicht selten auch Antwort auf äußere Einflüsse. Zugespitzt stellt sich die Frage, ob die Gesellschaft krank ist oder das Individuum – oder gar beide.
 
Zum dritten Mal lädt die Evangelische Akademie Tutzing zusammen mit dem Münchner Bündnis gegen Depression zu einer Tagung, bei der diese Fragen gestellt und diskutiert werden. Im Wechselspiel werden neueste Erkenntnisse zur Entstehung, Diagnose und Therapie von Depressionen
in den Dialog mit gesellschaftswissenschaftlichen Aussagen gebracht. Die Fragen nach dem Zusammenspiel von Individuen und dem gesellschaftlichen Verbund, in dem sie leben, sind unverzichtbar. Dabei kommt Behandelnden im Dialog mit den Betroffenen eine ebenso wichtige Rolle
zu, wie Netzwerken und Stiftungen von gesunden, besorgten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Information und Aufklärung dient somit nicht nur der Prävention, sondern auch dem gemeinsamen Wirken für eine sorgende Gesellschaft.
 
Urban geballtes Leben, rasch voranschreitende technische Entwicklung und Digitalisierung und eine scheinbar immer hektischer werdende Lebensplanung sind Faktoren, die über psychische Stabilität genauso entscheiden, wie individuelle Dispositionen. Die Suche nach Auswegen aus leidvollen Zuständen und Leid erzeugenden Umständen ist dringend geboten, wenn ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft die Oberhand behalten soll. Zur Diskussion dieser Fragen laden wir herzlich in die Evangelische Akademie Tutzing an den Starnberger See ein.
 
Dr. med. Joachim Hein
Arzt, ehem. Vorstandsvorsitzender Münchner Bündnis gegen Depression e.V., München
Prof. Dr. Dr. med. Martin Keck
Direktor und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie; Vorstandsvorsitzender Münchner Bündnis gegen Depression e.V., München
(www.martinkeck.info)
Frank Kittelberger
Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing

Programm

Mi, 09.01.2019 Do, 10.01.2019
icon button icon button Programm
14.15 Uhr
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Dr. med. Joachim Hein
Prof. Dr. Dr. med. Martin E. Keck
9.30 Uhr

Anreise & Kaffee / Tee

10.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Dr. med. Joachim Hein
Prof. Dr. Dr. med. Martin E. Keck
10.30 Uhr
Depression: Ein Mensch ist krank - zum aktuellen Wissensstand
Prof. Dr. med. Stefan Leucht
12.30 Uhr

Mittagessen

13.30 Uhr
Depression 4.0 in einer Gesellschaft unbegrenzter Beschleunigung
Prof. Dr. Heiner Keupp
14.30 Uhr
Ist Depression erblich?
Prof. Dr. Dr. med. Elisabeth Binder
15.30 Uhr

Kaffeepause

16.00 Uhr
Die Psychotherapie der Depression: Aktuelle Entwicklungen und Visionen
Prof. Dr. rer. nat. Eva-Lotta Brakemeier
17.00 Uhr
Individualisierte Therapie: Die Zukunft der Depressionsbehandlung?
Prof. Dr. Dr. med. Martin E. Keck
18.00 Uhr

Abendessen

19.30 Uhr
Depression vorbeugen - stiften gehen!

Zur Rolle von Bündnissen, Stiftungen und Vereinen – Ein Gespräch mit Gästen – Moderation:

Dr. med. Joachim Hein
20.30 Uhr

Begegnungen und Gespräche in den Salons des Schlosses

Veranstaltungsleitung

Dr. med. Joachim Hein
Prof. Dr. Dr. med. Martin E. Keck
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Freier Mitarbeiter

Referierende

REFERIERENDE & TAGUNGSLEITUNG*
PD Dr. med. Mazda Adli, Leiter Forschungsbereich Affektive Störungen Charité – Universitätsmedizin Berlin  Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie | Campus Charité Mitte; Chefarzt der Fliedner Klinik – Ambulanz und Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Berlin
Prof. Dr. Dr. med. Elisabeth Binder, Direktorin am Max Planck Institut für Psychiatrie, München
Prof. Dr. rer. nat. Eva-Lotta Brakemeier, Professur für Psychotherapieforschung an der Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Fuchs, Karl-Jaspers-Professor für Philosophie und Psychiatrie; Leiter der Sektion „Phänomenologische Psychopathologie und Psychotherapie“ an der Klinik für Allgemeine Psychiatrie der Universität Heidelberg
*Dr. med. Joachim Hein,  Arzt, ehem. Vorstandsvorsitzender Münchner Bündnis gegen Depression e.V., München
*Prof. Dr. Dr. med. Martin Keck, Direktor und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie; Vorstandsvorsitzender Münchner Bündnis gegen Depression e.V., München
Prof. Dr. phil. Heiner Keupp, Department Psychologie Reflexive Sozialpsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München
*Pfr. Frank Kittelberger, Pfarrer und Pastoralpschologe, Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing
Karsten Knöppler, Experte und Berater mit dem fachlichen Schwerpunkt Gesundheits- und Versorgungsmanagement sowie Gesundheits-IT; Geschäftsführer fbeta GmbH, Berlin
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Stefan Leucht, Stellvertretender Klinikdirektor Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar TU-München
Prof. Dr. med. Nicolas Rüsch, Sektion Public Mental Health der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm am BKH Günzburg

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de