
Der Augenblick ist mein
30. Dezember – 01. Januar 2025
TagungInhalt
MEIN SIND DIE JAHRE NICHT, DIE MIR DIE ZEIT GENOMMEN;
MEIN SIND DIE JAHRE NICHT, DIE ETWA MÖCHTEN KOMMEN;
DER AUGENBLICK IST MEIN, UND NEHM‘ ICH DEN IN ACHT,
SO IST DER MEIN, DER JAHR UND EWIGKEIT GEMACHT.
Andreas Gryphius (1616 – 1664)
MEIN SIND DIE JAHRE NICHT, DIE ETWA MÖCHTEN KOMMEN;
DER AUGENBLICK IST MEIN, UND NEHM‘ ICH DEN IN ACHT,
SO IST DER MEIN, DER JAHR UND EWIGKEIT GEMACHT.
Andreas Gryphius (1616 – 1664)
Tag für Tag, Nacht für Nacht geben wir Zeit aus. Im Laufe eines Jahres wird ihre kalendarische Menge weniger. Doch dann, im Wechsel, füllt sich das Zeitkonto von unsichtbarer Hand: Aus 2024 wird 2025.
Kaum ein Phänomen findet seit der Höhlenmalerei und ersten Theaterstücken in der Antike größere Resonanz als die Zeit. Künstler gestalten Allegorien. Philosophen verfugen sie mit der Dimension des Raumes. Theologen bedenken das Wechselspiel von Ewigkeit und Zeit.
Die kulturelle Vielfalt ist ein Echo der existenziellen Relevanz: Das eigene Leben kennt langwieriges Warten – und sei es vor einer Verkehrsampel –, schier endlose Wiederholungen und dann auf einmal eine Verdichtung: Jetzt wird es wichtig. Jetzt wird es kostbar, ja einmalig. Jetzt oder nie!
An Grenzen und Gräbern wird Zeit gegenwärtig. „So leben wir und nehmen immer Abschied“, erkennt Rainer Maria Rilke. Mancher Blick in den Spiegel verlangt den Mut, Veränderungen als Tribut geschenkter Lebenszeit zu bejahen. Kalender strukturieren die Zeitfelder. Manches Datum leuchtet auf: Endlich findet das ersehnte Konzert statt, zum Glück eröffnet ein erstes Spiel die Weltmeisterschaft, die Koffer dürfen sich füllen, weil der Urlaub naht.
Neugierig, lustvoll und nachdenklich greift diese Tagung Reflexe der Zeit auf. Herausragende Wissenschaftler und Kunstschaffende lassen sie wie im Flug erlebbar werden. Klänge, Wortkunst, psychologische Einsichten, kulinarische Genüsse und überraschende Gespräche inspirieren die letzten Stunden eines Jahres und feiern den Beginn eines neuen.
Ein Begriff wird dabei wichtig: Augenblick. Der Moment meint Gegenwart, Echtzeit, wirkliches Leben. Mehr noch: Er kann zum Kairos werden, dem richtigen, wichtigen Augenblick. Mit ihm zu rechnen, auf ihn zu hoffen, nimmt nicht alle Zukunftsängste, erlaubt aber Zuversicht, ja Vorfreude auf das Kommende.
Machen Sie sich an Silvester auf zu einer Zeit-Reise! Wir freuen uns auf Sie!
Pfr. Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Dr. Elisabeth Kohler, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin
Dr. Oliver Kohler, Schriftsteller und Historiker
Dr. Elisabeth Kohler, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin
Dr. Oliver Kohler, Schriftsteller und Historiker
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Pfr. Udo Hahn
Anreise ab 13.00 Uhr
15.00 Uhr
Kaffee, Tee & Kuchen
15.30 Uhr
Begrüßung
Pfr. Udo Hahn
Grundideen der Tagung
Dr. Oliver Kohler
16.00 Uhr
Alles hat seine Zeit (I)
Impulse und Ressourcen-Übungen zum Ankommen
Dr. Elisabeth Kohler
16.45 Uhr
Pause
17.00 Uhr
Gute Gefährten: Die zwei Jahresmenschen
Franz Kafka und Anton Bruckner
Prof. Dr. Rüdiger Görner
im Gespräch mit
Prof. Susanne Stoodt
Dr. Oliver Kohler
18.15 Uhr
Abendessen
19.30 Uhr
Ludwig XIX. – König für 20 Minuten
Ein Theaterstück von Nils Strunk und Lukas Schrenk
Schauspiel:
Lukas Schrenk
21.15 Uhr
Begegnungen und Gespräche in den Salons
Veranstaltungsleitung
Pfr. Udo Hahn
AkademiedirektorReferat für Theologie, Politik, Ökumene, Medien
Referierende
MITWIRKENDE
Prof. Dr. Rüdiger Görner, Emeritus Professor für Neuere deutsche Literatur mit Vergleichender Literatur- und Kulturwissenschaft der Queen Mary University of London, Schriftsteller, Bad Honnef
Joachim Griesheimer, Stellv. Solocellist beim Gürzenich-Orchester Köln, Overath
Pfr. Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Dr. med. Elisabeth Kohler, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin, Mainz
Marcel Kohler, Schauspieler und Regisseur, Ensemble der Schaubühne, Berlin
Dr. Oliver Kohler, Historiker und Schriftsteller, Mainz
Udo Mathee, Bildender Künstler, Autor, Journalist, Coesfeld
Linn Reusse, Schauspielerin, Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg, Berlin
Lukas Schrenk, Schauspieler, Autor, Wiesbaden
Das AJUS – Quartett: Joachim Griesheimer, Ulrich Koneffke, Annette Stoodt, Susanne Stoodt
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Kontakt
Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de