„Der Wald soll ein anderer werden!“
16. – 18. Februar 2024
TagungInhalt
WELCHE BAUMARTEN SIND ÜBERLEBENSFÄHIG?
„Der Wald soll in Zukunft ein anderer werden!“ Diese Aussage aus dem berühmten Buch „Der gemischte Wald“ von Karl Gayer aus dem Jahr 1886 trifft auch heute wieder zu. Ging es damals vor allem darum, Buchenbrennholzwälder in Mischwälder umzuwandeln, so stehen wir heute angesichts des Klimawandels vor einer neuen Aufgabe und Herausforderung: unsere vom Nadelholz dominierten Wälder vielfältiger und widerstandsfähiger zu machen.
Vor 140 Jahren waren es vor allem ökonomische Gründe, die dafür sprachen, die vorhandenen unrentablen Brennholzwälder in profitable Stammholzwälder umzuwandeln. Aktuell sind es in erster Linie ökologische Gesichtspunkte, die Wälder als instabil und unzeitgemäß erscheinen lassen. Im Gegensatz zu damals ist es heute aber sehr viel schwieriger, sich auf eine neue Zielbestockung zu verständigen. Es geht eben nicht nur um die Anteile von Laub- und Nadelstammholz, sondern schlicht darum, welche Baumart überhaupt noch überlebensfähig ist. Erschwert wird die richtige Baumartenwahl und -erziehung auch noch dadurch, dass bislang gesichertes empirisches forstliches Wissen angesichts der sich ändernden Klima- und Standortverhältnisse keine Allgemeingültigkeit mehr beanspruchen kann.
Vor 140 Jahren waren es vor allem ökonomische Gründe, die dafür sprachen, die vorhandenen unrentablen Brennholzwälder in profitable Stammholzwälder umzuwandeln. Aktuell sind es in erster Linie ökologische Gesichtspunkte, die Wälder als instabil und unzeitgemäß erscheinen lassen. Im Gegensatz zu damals ist es heute aber sehr viel schwieriger, sich auf eine neue Zielbestockung zu verständigen. Es geht eben nicht nur um die Anteile von Laub- und Nadelstammholz, sondern schlicht darum, welche Baumart überhaupt noch überlebensfähig ist. Erschwert wird die richtige Baumartenwahl und -erziehung auch noch dadurch, dass bislang gesichertes empirisches forstliches Wissen angesichts der sich ändernden Klima- und Standortverhältnisse keine Allgemeingültigkeit mehr beanspruchen kann.
Angesichts dieser schwierigen Lage versucht die diesjährige Tagung zumindest ansatzweise Antworten aus verschiedenen Blickwinkeln auf die Frage nach dem künftigen Wald zu geben.
Wir laden alle an Wald, Forst und Holz Interessierten herzlich ein in die Evangelische Akademie Tutzing!
Pfr. Udo Hahn
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Prof. Dr. em. Reinhard Mosandl
Stiftung Karl-Gayer-Institut für Waldbau e.V.
Prof. Dr. em. Klaus Richter
Holzforschung München
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Prof. Dr. em. Reinhard Mosandl
Stiftung Karl-Gayer-Institut für Waldbau e.V.
Prof. Dr. em. Klaus Richter
Holzforschung München
Anreise ab 16.00 Uhr
18.00 Uhr
Abendessen
19.00 Uhr
Begrüßung
Pfr. Udo Hahn
19.15 Uhr
Einführung
Prof. em. Dr. Dr. Reinhard Mosandl
Der Wald in Deutschland im Wandel der Jahrhunderte
Prof. em. Dr. Dr. Reinhard Mosandl
21.00 Uhr
Begegnungen und Gespräche in den Salons
Veranstaltungsleitung
Pfr. Udo Hahn
AkademiedirektorReferat für Theologie, Politik, Ökumene, Medien
Referierende
Prof. Dr. Peter Annighöfer, Professur für Wald- und Agroforstsysteme an der Technischen Universität München
Prof. Dr. Andreas Bitter, Professur für Forsteinrichtung an der Technischen Universität Dresden, Fachrichtung Forstwissenschaften, Institut für Forstökonomie und Forsteinrichtung, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW)
Dr. Susanne Brandl, Mitarbeiterin in der Abteilung Boden und Klima der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Freising
Dr. Barbara Fussi, Sachgebietsleiterin am Bayerischen Amt für Waldgenetik (AWG), Teisendorf
Tobias Gotthardt MdL, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, München
Prof. Dr. Thomas Knoke, Professur für Waldinventur und nachhaltige Nutzung an der Technischen Universität München
Gudula Lermer, Leiterin des Forstbetriebes Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten (BaySf), Neureichenau
Prof. Dr. em. Reinhard Mosandl, Vorstand der Stiftung Karl-Gayer-Institut für Waldbau e.V., Freising
Prof. Dr. em. Klaus Richter, Leiter der Holzforschung München
Prof. Dr. Manfred Schölch, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (HSWT)
Prof. Dr. Rupert Seidl, Lehrstuhl für Ökosystemdynamik und Waldmanagement in Gebirgslandschaften an der Technischen Universität München
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Kontakt
Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de