
Die Brücke
14. – 17. April 2025
TagungInhalt
DA IST EIN LAND DER LEBENDEN UND EIN LAND DER TOTEN,
UND DIE BRÜCKE ZWISCHEN IHNEN IST DIE LIEBE –
DAS EINZIG BLEIBENDE, DER EINZIGE SINN
UND DIE BRÜCKE ZWISCHEN IHNEN IST DIE LIEBE –
DAS EINZIG BLEIBENDE, DER EINZIGE SINN
Thornton Wilder
Der amerikanische Autor Thornton Wilder lenkt in seinem Roman „Die Brücke von San Luis Rey“ die Gedanken auf eine Brücke: Nicht aus Holz gebaut, nicht in Stein gemeißelt, nicht in Stahl gegossen, sondern aus Liebe gewirkt.
Globale und persönliche Verunsicherungen greifen um sich. Rechtfertigt eine Brücke dennoch Vertrauen? Dafür braucht es Mut, große Fragen zu stellen – nicht plump, aber ohne Verschlüsselungen: Fragen nach Tod und Leben, nach Gott und Mensch, nach Gleichgültigkeit und Empathie. Frauen und Männer vor zweitausend Jahren fühlten in den Gassen Jerusalems Ähnliches. Die Karwoche ist überraschend aktuell.
Die Brücke verbindet bei Wilder zwei Ufer: Ein Land der Toten und eines der Lebenden. Beidem stellt sich die Tagung. Die Grenze zum „Land der Toten“ deutet ein erfahrener Palliativmediziner. Ein Physiker fragt nach der Glaubwürdigkeit einer Auferstehungshoffnung. Ein profunder Kenner des Gesamtwerks Thornton Wilders spricht von einer „Feier des Lebens“ – trotz Karfreitag.
Die andere Perspektive sucht das „Land der Lebenden“ – auch in der kosmischen Dimension des Urbeginns. Der Mikrokosmos einer jeden Biografie öffnet sich in Texten von Hilde Domin, Gemälden Alexej von Jawlenskys und in Klangräumen von Cello, Bassposaune, Violine und Klavier.
Die Brücke steht für: „Die Liebe, das einzig Bleibende, der einzige Sinn.“ Aus psychotherapeutischer Sicht denken wir über Liebe in einer gesunden Balance nach und über die Brücke des Gebets. Die Erinnerung an einen früheren UN-Generalsekretär zeigt diesen als Brückenbauer.
Einzigartige Uferstimmungen, aufmerksame Gastfreundschaft, und inspirierende Gespräche lassen die Auszeit in der Karwoche zu einer Oase werden.
Vor mehr als einem Jahr musste der Schriftsteller Reiner Kunze seine Frau Elisabeth an einem Ufer zurücklassen. Beide verkörpern, noch im Fragment das Menschenmögliche zu ahnen:
Vor mehr als einem Jahr musste der Schriftsteller Reiner Kunze seine Frau Elisabeth an einem Ufer zurücklassen. Beide verkörpern, noch im Fragment das Menschenmögliche zu ahnen:
Niemals wird es uns gelingen, die welt
zu enthassen
Nur dass am ende uns nicht reue heimsucht
über nicht geliebte liebe
zu enthassen
Nur dass am ende uns nicht reue heimsucht
über nicht geliebte liebe
In diesem Sinne laden wir Sie herzlich ein in das Schloss Tutzing!
Pfr. Udo Hahn, Direktor, Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Elisabeth Kohler, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin
Dr. Oliver Kohler, Schriftsteller und Historiker
Dr. Elisabeth Kohler, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin
Dr. Oliver Kohler, Schriftsteller und Historiker
Pfr. Udo Hahn
Anreise ab 16.00 Uhr
18.00 Uhr
Beginn der Tagung mit dem Abendessen
19.30 Uhr
Begrüßung
Pfr. Udo Hahn
Zum Programm der Tagung
Dr. Oliver Kohler
20.00 Uhr
Zwei Ufer
Cello:
Marquerite La Rosée
Lesung:
Dr. Oliver Kohler
21.00 Uhr
Begegnungen und Gespräche in den Salons
Veranstaltungsleitung
Pfr. Udo Hahn
AkademiedirektorReferat für Theologie, Politik, Ökumene, Medien
Referierende
MITWIRKENDE
Pfr. Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Dr. med. Elisabeth Kohler, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin, Mainz
Marcel Kohler, Schauspieler, Regisseur, Ensemble der Schaubühne, Berlin
Dr. Oliver Kohler, Historiker und Schriftsteller, Mainz
Ulrich Koneffke, Konzertpianist, Dozent am Peter-Cornelius-Konservatorium, Mainz
Marquerite La Rosée, Cellistin, Berlin
Prof. Dr. Manfred Siebald, Amerikanist, Schriftsteller, Liedermacher, Mainz (online)
Prof. Susanne Stoodt, Violinistin, Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Mainz
Maxine Troglauer, Bass Posaunistin, freischaffende Musikerin, Berlin
Prof. Dr. Martin Weber, Leiter der Abteilung für Palliativmedizin an der Universitätsmedizin Mainz i.R., Mainz
HINWEIS
Der titelgebende Roman: Thornton Wilder, Die Brücke von San Luis Rey, S. Fischer Verlag Frankfurt am Main.
Das Gedicht von Reiner Kunze trägt den Titel „Schnelle Nachtfahrt". Es wurde in der Schreibung des Dichters abgedruckt. Reiner Kunze, Gedichte,(c) Alle Rechte vorbehalten: Verlag S. Fischer Frankfurt, 2001, S. 258.
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Kontakt
Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de