°„Die digitale Souveränität Europas – Was jetzt zu tun ist“
21. September 2021
TagungInhalt
Wie eigenständig ist Europa? Diese Frage stellt sich immer wieder – etwa in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht sowie im Blick auf den Gesundheitsbereich. Auch die technologische Souveränität ist ein Thema. Sie rückte vor etwa einem Jahr in den Mittelpunkt, als die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften acatech ein entsprechendes Impulspapier präsentierte. Es trägt den Titel „European Public Sphere. Gestaltung der digitalen Souveränität Europas“.
Die Abhängigkeiten Europas im digitalen Raum sind überdeutlich. Führende digitale Plattformen werden von nicht-europäischen Unternehmen bereitgestellt. Dies gilt ebenso für die leistungsfähigsten Dateninfrastrukturen. Mitgestaltungsmöglichkeiten bestehen kaum. Eine breite Allianz aus Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft will das ändern. Sie schlägt den Aufbau eines digitalen Ökosystems vor, das europäischen Werten wie Offenheit und Vielfalt folgt. „Wenn Europa jetzt kraftvoll handelt und eine ambitionierte Initiative startet, kann ein öffentlicher digitaler Raum entstehen, der faire Zugangs- und Nutzungsbedingungen bietet, den öffentlichen Diskurs stärkt und die identitätsstiftende Pluralität Europas sicherstellt“, sagte Ulrich Wilhelm, ehem. Intendant des Bayerischen Rundfunks, einer der Vordenker der Initiative bei der Präsentation vor einem Jahr. Wie hat sich das Vorhaben entwickelt? Und was sind die nächsten Schritte?
Wir freuen uns, diese und weitere Fragen mit Ulrich Wilhelm in einem medienpolitischen Fachgespräch zu klären, das wir in Kooperation mit dem Medien-Club München e.V. durchführen.
Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Petra Fink-Wuest & Barbara Schardt, Stellv. Vorsitzende des Medien-Club München e.V.
Programm
Begrüßung und Moderation
Keynote:
anschließend Get-Together
Veranstaltungsleitung
Pfr. Udo Hahn
AkademiedirektorReferat für Theologie, Politik, Ökumene, Medien
Referierende
Ulrich Wilhelm, Jurist und Journalist, von 2005 bis 2010 Chef des Bundespresseamts und Regierungssprecher der Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel, war über zwei Amtszeiten Intendant des Bayerischen Rundfunks (2011 bis 2016 und 2016 bis 2021). Er verantwortete u. a. die Strukturreform „BR hoch drei“ mit dem Ziel, den BR in ein multimediales Medienhaus zu transformieren und ist Mitinitiator des Impulspapiers „European Public Sphere – Gestaltung der Digitalen Souveränität Europas“. Seit Juni 2021 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH.
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Isabelle Holzmann
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
holzmann@ev-akademie-tutzing.de