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Tutzinger Salon

Die Frauen um Napoleon

05. Oktober 2021

Tagung reise info Tutzing reise info Geschichte, Geschlechterfragen, Kunst & Kultur
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Inhalt

„ES HERRSCHTE DAS SCHRECKLICHSTE SCHWEIGEN, MAN HÄTTE EINE NADEL INS MEER FALLEN HÖREN … TROTZDEM IST ER HERRLICH.“

Lady Fitzgerald
In anderthalb Jahrzehnten Herrschaft übte Napoleon Bonaparte, dieser misogyne Mann, seine dunkle Faszination aus, spielte mit der Erotik der Macht, glänzte in caesarenhafter Attitüde und enttäuschte so manchen Zeitgenossen durch seine spießbürgerliche Doppelmoral. Er selbst heiratete, nachdem er sich seiner ersten Frau Josephine entledigt hatte, ins Österreichische Kaiserhaus ein.  
Und die Frauen? Die „Seinen“ stellten sich rollenkonform zur Verfügung, gezwungen oder freiwillig, gebaren ihm Kinder oder waren gezwungen, sich jenseits der Landesgrenzen vor seiner ungezügelten Wut in Sicherheit bringen. Wurden umworben, benutzt, verbraucht und verachtet.
Sie erfuhren, forderten und genossen Raffinesse, Elegance, funkelnden Luxus und unersättliche Gier. Sie lebten und erlebten euphorische  Kriegsbegeisterung für den Helden der Schlachten; daneben zunehmende Erschöpfung, Verelendung, ungeheure Verluste an Menschenleben und eine immer verzweifeltere Sehnsucht nach Frieden.
Und doch wird Napoleon von Lady Fitzgerald, als Zeugin seiner Schiffsbesteigung zur letzten Fahrt nach St. Helena, in ihrem Tagebuch so beschrieben: „Es herrschte das schrecklichste Schweigen, man hätte eine Nadel ins Meer fallen hören … trotzdem ist er herrlich.“
Die Schauspielerin Jovita Dermota nähert sich der sagenumwobenen Figur Napoleons nicht über Geschichtszahlen oder Berichte von Schlachten sondern über die Biografien der Frauen in seinem Leben. Sie inszeniert dies in einer szenischen Lesung mit musikalischer Begleitung durch Klaus Kämper am Cello.
Wir freuen uns, Sie wieder in unseren Salons zu begrüßen.
Alix Michell
Studienleiterin, Evangelische Akademie Tutzing

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Programm

icon button icon button Programm

19.00 Uhr Einlass

19.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Alix Michell
Die Frauen um Napoleon

Szenische Lesung mit Musik

Von und mit

Jovita Dermota

Musikalische Begleitung

Klaus Kaemper
21.00 Uhr

Begegnung und Gespräche in den Salons des Schlosses

Veranstaltungsleitung

Alix Michell
Studienleitung für Kunst, Kultur, Digitales und Gender

Referierende

UNSERE GÄSTE
Jovita Dermota ist am Max Reinhardt Seminar in Wien zur Schauspielerin ausgebildet worden. Engagements an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Zürich und am Residenztheater München folgten. Seit vielen Jahren widmet sie sich der Entwicklung von Sololeseprogrammen u.a. zu Clara Schumann, Ingeborg Bachmann, Franz Kafka, Virginia Woolf, Oskar Kokoschka, Gustav Klimt, Richard Strauss, Martin Luther, Michelangelo Merisi da Caravaggio und Vincent van Gogh. 1999 erhielt sie das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
Klaus Kämper studierte Musik am Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf. Als Cellist des Cherubini-Quartetts wurde er international bekannt. Konzerte, Rundfunk- und Fernsehauftritte führten ihn mehr als zehn Jahre lang durch die ganze Welt, bis er sich 1989 für einige Jahre vollkommen aus dem Konzertleben zurückzog. Er studierte in München Philosophie und Sanskrit, und begann zu schreiben und zu komponieren. 1994 trat er erstmals wieder öffentlich auf. Zusammenarbeit mit dem Henschel Quartett, dem Nomos Quartett, mit Senta Berger, Wolf Euba, Jörg Hube und vielen anderen. Er lebt als freier Künstler in München, konzertiert als Solocellist des Bayerischen Kammerorchesters und als Mitglied des Voyager-Quartetts.

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de