Die Rentenpolitik vor Zukunftsentscheidungen
12. – 14. Februar 2020
TagungInhalt
WIE SIEHT EIN NACHHALTIGER GENERATIONENVERTRAG AUS?
Eines der großen Versprechen des Sozialstaats ist das auf einen auskömmlichen Ruhestand: die Möglichkeit, eine erwerbsfreie Altersphase ohne materielle Not zu erleben. Zur Zeit kann der deutsche Sozialstaat das für die überwiegende Zahl seiner Bürger noch leisten. Wie lange noch? Wie geht es angesichts des demografischen Wandels und der veränderten Erwerbsverhältnisse weiter? Wir können auf grundsätzliche Reformen nicht warten, weil sich das Verhältnis von Beitragszahlenden zu Rentenbeziehenden in den nächsten Jahrzehnten deutlich verschlechtern wird. Aber wie findet man ein Rentenkonzept, das trotz der demografischen Veränderungen gleichzeitig Armutsvermeidung und Lebensstandardsicherung leistet? Wie garantiert man den nachwachsenden Generationen eine auskömmliche Rente, ohne die Beitragssätze immer weiter anzuheben? Und – vielleicht am Wichtigsten: Wie erhält man das Vertrauen in das System und eine gesicherte Rente?
Das Thema ist erneut auf der Agenda und kann uns nicht gleichgültig lassen. Es geht um den Markenkern unseres Sozialstaats. Der Generationenvertrag legt uns nicht nur Verpflichtungen für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft auf: Mit Recht dürfen die Beitragszahlenden von heute auch für sich eine gesicherte Rente erwarten. Aber auch die Menschen, die nicht in das System der gesetzlichen Rentenversicherung integriert sind, brauchen verlässliche Perspektiven fürs Alter.
Die Bundesregierung hat eine Kommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ berufen, die im März 2020 ihre Vorschläge vorstellen soll. Von den Sozialverbänden, den Gewerkschaften, den Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden kommen ebenfalls Papiere und Positionierungen ebenso wie von den unterschiedlichen Ebenen der Politik. Schließlich liefern Rentenpolitik und -reformen im Ausland gute und schlechte Beispiele.
Auf der Tagung werden namhafte Experten ihre Überlegungen und Präferenzen erläutern, uns Orientierung im komplexen Feld der Rentenpolitik geben und unser Verständnis erweitern – gerade auch im Hinblick auf die anstehenden Kommissionsvorschläge. Wir laden Sie zu regen Diskussionen – unter anderem mit Studierenden – ein und freuen uns auf den Austausch in der Evangelischen Akademie Tutzing!
Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. Franz Ruland, München
Prof. Dr. Annette Eberle, Campus Benediktbeuern, Katholische Stiftungshochschule München
Prof. Dr. Annette Eberle, Campus Benediktbeuern, Katholische Stiftungshochschule München
Dr. Ulrike Haerendel
Anreise ab 16.00 Uhr
18.00 Uhr
Beginn der Tagung mit dem Abendessen
19.00 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Annette Eberle
Dr. Ulrike Haerendel
Prof. Dr. jur. Franz Ruland
19.30 Uhr
Zukunftsszenarien
Die Entwicklung der Rentenfinanzen unter dem geltenden Recht
Prof. Dr. Martin Werding
20.30 Uhr
Grundprinzipien des Rentenversicherungsrechts
Prof. Dr. jur. Franz Ruland
21.30 Uhr
Gespräche in den Salons
Veranstaltungsleitung
Dr. Ulrike Haerendel
Referierende
Prof. Dr. Eckart Bomsdorf, emer., Institut für Ökonometrie und Statistik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln
Prof. Dr. Axel Börsch-Supan, Direktor des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, München
Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf, LL.M., Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insb. Sozialrecht, Öffentliches Wirtschaftsrecht und Verwaltungswissenschaften, Leibniz Universität Hannover
Prof. Dr. Georg Cremer, ehem. Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes e.V.; apl. Prof. für Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg
Prof. Dr. Annette Eberle, Professorin für Pädagogik in der Sozialen Arbeit, Campus Benediktbeuern, Katholische Stiftungshochschule München
Prof. Dr. Eberhard Eichenhofer, Universitätsprofessor i.R., Sozialrecht und Bürgerliches Recht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Dr. Stephan Fasshauer, Direktor bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, Berlin
Dr. Christian Geppert, Economist, Social Policy Division, Directorate for Employment, Labour and Social Affairs, OECD, Paris
Prof. Dr. Franz Ruland, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Rentenversicherungsträger 1992-2005, Vorsitzender des Sozial-beirats 2009-2013, München
Dr. Reinhold Thiede, Leiter des Geschäftsbereichs Forschung und Entwicklung, Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
Prof. Dr. Martin Werding, Lehrstuhl für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen, Ruhr-Universität Bochum
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Kontakt
Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de