Ein Blickwechsel zwischen Literatur und Wissenschaft: Das Herz
14. Februar 2023
TagungInhalt
BEHÜTE DEIN HERZ MIT ALLEM FLEISS, DENN DARAUS QUILLT DAS LEBEN.
Sprüche Salomos 4:23
Unser Herz hält den Organismus zusammen, pumpt Blut bis zur letzten Zelle. Alles kommt aus dem Herzen und fließt zum Herzen zurück. Schon Salomo sieht das Herz im Zentrum des Lebens: „Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben“ – weise und vermutlich nicht weit weg von den gut gemeinten Ratschlägen gegenwärtiger Kardiologinnen und Kardiologen!
Sprüche Salomos 4:23
Unser Herz hält den Organismus zusammen, pumpt Blut bis zur letzten Zelle. Alles kommt aus dem Herzen und fließt zum Herzen zurück. Schon Salomo sieht das Herz im Zentrum des Lebens: „Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben“ – weise und vermutlich nicht weit weg von den gut gemeinten Ratschlägen gegenwärtiger Kardiologinnen und Kardiologen!
Das Herz ist die Quelle des Lebens. Im hebräischen Wortverständnis sitzen im Herzen unsere Antriebe, Neigungen und Empfindungen, wie die Liebe, der Mut und die Verzagtheit. Das Herz ist aber auch der Sitz des Verstandes, unserer Gedanken und Vorstellungen bis hin zu unserem moralischen Gewissen. Es ist eins in allem und alles in einem. Alle unsere liebgewonnenen Differenzierungen – hier der kühle Verstand, dort die heißblütigen Affekte und Emotionen – sind der Kultur und Literatur der Hebräischen Bibel noch fremd. Dass „der Kopf denkt, aber das Herz lenkt“ ist ein Gedanke, der erst später und anderswo aufkam, genauso wie die strikte Trennung zwischen Seele und Körper, Geist und Materie. Wie gut, dass die Psychokardiologie unser Herz wieder ins rechte Licht gerückt hat! Das Herz ist nicht bloß ein Muskel, der rhythmisch Blut durch den Körper pumpt. Es ist unmittelbar mit unserem Seelenleben verbunden. Unsere Sprache weiß darum: Wir „schütten unser Herz aus“, wenn wir einem vertrauten Menschen von unserem Innersten erzählen. Und warum hüpft das Herz und pocht bis zum Hals, wenn wir uns verlieben? „Mein Herz schlägt nur für dich“ versichern sich Liebende landauf landab am Valentinstag. Da verwundert es nicht, dass es lebensgefährlich werden kann, wenn dieses „Du“ uns das Herz bricht: Das Gebrochene-Herz-Syndrom zeigt Symptome wie ein Herzinfarkt.
Ob in Kunst, Religion, Medizin, Literatur – kein Organ ist fester in unserer Kultur verankert als das Herz. Die Liebe und das Herzeleid wurden unzählige Male beschrieben, besungen, gefeiert, beweint, geheilt und geheiligt: „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle“ schreibt der Apostel Paulus im Hohelied der Liebe. Was wir auch tun: Es muss von Herzen kommen.
Wir laden Sie ein, am Valentinstag unserem Herzen auf den Puls zu fühlen. Im Blickwechsel zwischen Literatur und Medizin widmen wir uns dem Organ, das so vermeintlich selbstverständlich und doch so unverzichtbar mit seinem Schlag den Takt unseres Lebens bestimmt. Zwischen literarischer Herzenswärme und herzzerreißender Liebeslyrik sowie psychokardiologischer Expertise ergeben sich überraschende Einsichten und neue Perspektiven auf unser Herz, unser Leben und die Liebe.
Seien Sie dabei bei unserem zweiten „Blickwechsel“ und genießen Sie bei Worten und Wissen aus Literatur und Medizin einen Abend, der zu Herzen geht.
Pfr. Dr. Hendrik Meyer-Magister
Studienleiter für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care Evangelische Akademie Tutzing
Barbara Greese
Rezitatorin und Rhetoriktrainerin, München
Studienleiter für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care Evangelische Akademie Tutzing
Barbara Greese
Rezitatorin und Rhetoriktrainerin, München
Programm
Barbara Greese
ab 18.30 Uhr Einlass
19.00 Uhr
Poetischer Anklang
Barbara Greese
Begrüßung und Einführung
Dr. Hendrik Meyer-Magister
DAS MENSCHLICHE HERZ - EIN BLICKWECHSEL
verliebt
Barbara Greese
pochend
Dr. med. Magnus Schraudolph
gebrochen
Barbara Greese
gestresst
Dr. med. Magnus Schraudolph
bewegt
Barbara Greese
behandelt
Dr. med. Magnus Schraudolph
Verabschiedung
Dr. Hendrik Meyer-Magister
Poetischer Nachhall
Barbara Greese
im Anschluss Getränke und Gespräche in den Salons des Schlosses
Veranstaltungsleitung
Dr. Hendrik Meyer-Magister
ehem. Stellvertretender Akademiedirektor / Studienleitung für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual CareBarbara Greese
Referierende
UNSERE GÄSTE
Barbara Greese ist Rezitatorin und Rhetoriktrainerin. Nach dem Studium u.a. der Sprechwissenschaft und Psychologie in München ließ sie sich von Cornelia Krawutschke an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch zur Rezitatorin ausbilden und belegte Meisterkurse in sprecherischer und sängerischer Körperschulung an den Konservatorien Basel und Luzern bei Burga Schwarzbach. Sie arbeitet heute in den Bereichen Rhetoriktraining, Sprecherziehung sowie Stimmbildung und bietet insbesondere Kommunikationscoachings für Wissenschaftler:innen an. Barbara Greese tritt als Rezitatorin etwa bei Konzertlesungen und literarisch-tänzerischen Programmen auf, die sie auch selbst konzipiert. Gert Westphal, der „König der Vorleser“ ist dazu eine bleibende Inspiration: Barbara Greese will wirken mit Wort.
Mehr dazu: www.barbaragreese.de
Dr. Magnus Schraudolph ist Internist, Kardiologe und Psychotherapeut. Seit 27 Jahren ist er als leitender Arzt der Privatklinik Lauterbacher Mühle am Ostersee tätig und betreut dort Herz und Seele.
Mehr dazu: www.lauterbacher-muehle.de
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Kontakt
Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de