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Ein Solist kommt selten allein

26. – 27. März 2019

Tagung reise info Tutzing reise info Psychologie & Lebensfragen, Wirtschaft
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Inhalt

Das vorgeblich "Individuelle" [ist ein] Mythos der Moderne
                                                                       Andreas Reckwitz, Die Gesellschaft der Singularitäten (2017)
Sich selbst erfinden ist angesagt, analysiert der Kultursoziologe Andreas Reckwitz treffend: Mit singulären Profilen kämpfen Menschen um Anerkennung und gute Bewertungen. Sie reagieren damit auf den Verlust tragfähiger Gemeinschaft. Auf der Jagd nach Einzigartigkeit und größtmöglicher Individualität entsteht eine neue Form kollektiven Strebens, in der jedoch ausgerechnet das Kollektiv verloren zu gehen droht: Jeder ist sich selbst der Nächste.
Obwohl dieser Analyse das menschliche Grundbedürfnis nach Individualität zugrunde liegt, führt die Art und Weise ihrer gegenwärtigen postmodernen Ausformung nicht nur zu Spaltungen in der Gesellschaft (weil nicht jede und jeder diese Leistung erbringt), sondern auch zu einer Überbetonung von Autonomie und dem Verlust von Nähe und Miteinander.
Wir fragen auf dieser Tagung, was dies für den Einzelnen, für die Familie, für Kommunen, Firmen, Institutionen, Organisationen und letztlich für die ganze Gesellschaft bedeuten kann. Wir fragen im Dialog mit SupervisorInnen, Coaches und BeraterInnen auch: Was heißt das für die Beratung von Menschen in Organisationen?
In bewährter Zusammenarbeit laden wir zum dritten Mal in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching e. V. in die Evangelische Akademie Tutzing an den Starnberger See ein.
Petra Beyer, Ina Kramer, Vorsitzende der DGSv, Köln
Paul Fortmeier, Geschäftsführer der DGSv, Köln
Frank Kittelberger, Studienleiter, Evangelische Akademie Tutzing

Programm

Di, 26.03.2019 Mi, 27.03.2019
icon button icon button Programm
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Paul Fortmeier

Anreise ab 11.00 Uhr

12.30 Uhr

Beginn der Tagung mit einem Mittagessen

13.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Petra Beyer
Ina Kramer
13.45 Uhr
Überforderte Menschen - überforderte Gesellschaft
Benedikt Salfeld, M.A.
14.45 Uhr
Sitzung 1: Reflexion des Vortrags von Herrn Salfeld

(Reflexionsgruppen: durchlaufend in gleicher Besetzung • thematisch orientiert • moderiert)

15.30 Uhr

Kaffeepause

16.00 Uhr
Selbstbestimmung und Selbstkultivierung in Zeiten der Singularitäten
Dr. med. Dr. phil. Orsolya Friedrich
17.00 Uhr
Sitzung 2: Reflexion des Vortrags von Frau Friedrich

(Reflexionsgruppen: durchlaufend in gleicher Besetzung • thematisch orientiert • moderiert)

17.45 Uhr
Plenum

(kurze Zwischenbilanz & Organisatorisches) Moderation:

Pfr.i.R. Frank Kittelberger
18.00 Uhr

Abendessen

19.30 Uhr
Eine etwas andere Interevention - künstlerisch dargeboten
20.15 Uhr

Begegnung, Gespräche und Jazz in den Salons des Schlosses

Veranstaltungsleitung

Paul Fortmeier
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Freier Mitarbeiter

Referierende

Prof. Dr. phil. Babette Julia Brinkmann, Professorin für Organisations- und Gruppenpsychologie an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln
Dr. med. Dr. phil. Orsolya Friedrich, Philosophin, Ärztin; Akademische Rätin am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin und Lehrbeauftragte an der Fakultät für
Philosophie der LMU München
Benedikt Salfeld, M.A., M.A., Germanist, Psychologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der International Psychoanalytic University Berlin im Forschungsprojekt „Das vermessene Leben. Produktive und kontraproduktive Folgen der Quantifizierung in der digital optimierenden Gesellschaft“.

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de