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Einfach machen?! Nachhaltigkeit in Diakonie & Caritas
07. – 08. Mai 2026
TagungInhalt
AUF KNOPFDRUCK GRÜN UND NACHHALTIG?
Wie schön wäre es, wenn die Zukunft ökologischer, politischer und sozialer ohne viel Aufwand nachhaltig gestaltbar wäre: per Knopfdruck. Das wird wohl ein Wunsch bleiben, denn Nachhaltigkeit ist vertrackt. Sie kann nur entstehen, wenn hinreichend viele gesellschaftliche Akteure in ihrem jeweiligen Bereich ihren Beitrag leisten. Gefordert sind Engagement, Vernetzungskompetenz – und Geduld.
Wie schön wäre es, wenn die Zukunft ökologischer, politischer und sozialer ohne viel Aufwand nachhaltig gestaltbar wäre: per Knopfdruck. Das wird wohl ein Wunsch bleiben, denn Nachhaltigkeit ist vertrackt. Sie kann nur entstehen, wenn hinreichend viele gesellschaftliche Akteure in ihrem jeweiligen Bereich ihren Beitrag leisten. Gefordert sind Engagement, Vernetzungskompetenz – und Geduld.
Dabei kommt dem sozialen Sektor für die Akzeptanz und Alltagstauglichkeit der Nachhaltigkeit eine Schlüsselrolle zu. Diakonie und Caritas unterhalten deutschlandweit über 50.000 Einrichtungen und Dienste, beschäftigen zusammen über 1,3 Millionen Menschen hauptberuflich und beinahe ebenso viele ehrenamtlich. Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung nimmt einmal im Jahr ein Angebot der beiden in Anspruch. Damit übernehmen die zwei großen konfessionellen Wohlfahrtsverbände in Deutschland einen erheblichen Anteil der sozialstaatlichen Versorgung und sind wichtige Akteure der Zivilgesellschaft wie des Gesundheitsund Sozialwesens.
Für ihre Arbeit benötigen Diakonie und Caritas viel Energie, materielle Ressourcen und Immobilien. Sie müssen ihre Mitarbeiter:innen mobil machen, für Klient:innen Lebensmittel zubereiten und warme Räumlichkeiten vorhalten – alles das geht nicht so einfach C02-neutral und ohne ökologischen Fußabdruck. Angesichts der großen Infrastruktur, der benötigten Ressourcen und der vielen Menschen, die sie erreichen, können die Verbände aber auch Vorbild und Motor einer Haltungsänderung werden – hin zu mehr Nachhaltigkeit, (Klima-)Gerechtigkeit und Solidarität. Diakonie und Caritas können einen signifikanten Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Transformation leisten.
Wo stehen Diakonie und Caritas beim Thema Nachhaltigkeit? Wie können Politik und Gesellschaft Hürden abbauen, damit Nachhaltigkeitsinitiativen im Sozialund Gesundheitswesen nicht an wirtschaftlichen Überlegungen und regulatorischen Rahmenbedingungen scheitern? Diese und andere Fragen wollen wir durch Vorträge, im gemeinsamen Gespräch und anhand von Projekten aus Forschung und Praxis zur Debatte stellen. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!
Pfr. i.R. Frank Kittelberger
Pastoralpsychologe, freier Mitarbeiter der Evangelischen Akademie Tutzing
Pastoralpsychologe, freier Mitarbeiter der Evangelischen Akademie Tutzing
Prof. Dr. Johannes Eurich
Direktor des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Universität Heidelberg
Direktor des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Universität Heidelberg
Johanna Gary
Leitung Gruppe Nachhaltigkeit der Diakonie Deutschland
Leitung Gruppe Nachhaltigkeit der Diakonie Deutschland
Dr. Michael Groß
Vorstand des Caritasverbands im Landkreis Nürnberger Land; (hier: für den deutschen Caritasverband)
Vorstand des Caritasverbands im Landkreis Nürnberger Land; (hier: für den deutschen Caritasverband)
Dr. Georg Hofmeister
Geschäftsführer der Versicherer im Raum der Kirchen Akademie GmbH
Geschäftsführer der Versicherer im Raum der Kirchen Akademie GmbH
Prof. Dr. Andreas Schröer
Leiter der Abteilung Organisationspädagogik an der Universität Trier
Leiter der Abteilung Organisationspädagogik an der Universität Trier
Prof. Dr. Markus Vogt
Lehrstuhlinhaber für Christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU München
Lehrstuhlinhaber für Christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU München
10.00 Uhr
Anreise & Stehkaffee / -tee
11.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Prof. Dr. Johannes Eurich
11.30 Uhr
Nachhaltigkeit, Demokratie und die Zukunft der globalen Gemeinschaftsgüter
Dr. Ottmar Edenhofer
12.30 Uhr
Mittagessen
13.30 Uhr
Nachhaltigkeit in Diakonie und Caritas: Was schon gelingt und woran es hakt
Johanna Gary
Dr. Michael Groß
15.00 Uhr
Kaffeepause
15.20 Uhr
Walk & Talk am See: Nachhaltigkeit - einfach machen? Ideen, Fragen, Erfahrungen
Kleine Gesprächsgruppen
Einführung:
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
16.00 Uhr
Vorstellung der Gruppen im Plenum
Moderation:
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
16.15 Uhr
Updates aus der Forschung: Projektvorstellungen in Gruppen
Verhaltensänderung am Beispiel CO2-armer Ernährung - Befunde aus einer empirischen Erhebung im Reallabor Klimaschloss Beilstein
Prof. Dr. Johannes Eurich
Brigitte Schober-Schmutz
Nachhaltigkeitsberichterstattung in sozialwirtschaftlichen NPOs
Prof. Dr. Dorothea Greiling
Teilhabe in der sozial-ökologischen Transformation. Neue Anforderungen an ein menschenwürdiges Existenzminimum
Anna-Lena Guske
Vulnerable Menschen in der Klimakrise
Georg Sauerwein
Nachhaltigkeitsstrategien in der Sozialwirtschaft
Prof. Dr. Andreas Schröer
17.15 Uhr
Updates aus der Praxis: Projektvorstellungen in Gruppen
Aus eigener Hand vom eigenen Land - Selbstversorgung im Diakoniedorf Herzogsägmühle
Stephanie Barth
Sozial.Nachhaltig.Wirtschaften - Systemdesign für ein schlankes Nachhaltigkeitsmanagement
Maximilian Bergdolt
Klaus Schellberg
Klimagerechte Kinder- und Jugendhilfe
Willibald Neumeyer
Nachhaltier Hitzeschutz in der Evangelischen Heimstiftung
Martin Suchaneck
"Tatenbank" - Vom Wissen zum Handeln in der Klimaanpassung der Diakonie Bayern
Kathrin Linz-Dinchel
"CariTool" - Die Plattform für nachhaltiges Wirtschaften in der Wohlfahrtspflege
Carina Uhlen
18.00 Uhr
Abendessen
19.30 Uhr
Nachhaltige Transformation zwischen Systemversagen und inseln des Gelingens: Zu den Voraussetzungen gelingender Transformation in Zeiten des Umbruchs
Prof. Dr. Uwe Schneidewind
20.30 Uhr
Begegnung und Gespräche in den Salons
Veranstaltungsleitung
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Freier MitarbeiterReferierende
REFERIERENDE
Stephanie Barth, Leitung des Bereichs Nachhaltigkeit bei der Diakonie München und Oberbayern, Herzogsägmühle
Maximilian Bergdolt, Berater der xit GmbH mit den Arbeitsschwerpunkten: Nachhaltigkeit, Wirkung und Wirksamkeit, Nürnberg Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor und Chefökonom des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung sowie Professor für die Ökonomie und Politik des Klimawandels an der TU Berlin, Vorsitzender des Europäischen Wissenschaftlichen Beirats für Klimawandel (ESABCC), Berlin Prof. Dr. Dorothea Greiling, Professur und Vorstand des Institutes für Management Accounting der Johannes Kepler Universität Linz Anna-Lena Guske, Leitung des Projekts „sozial-ökologische Transformation“ im Zentrum Soziales und Beteiligung der Diakonie Deutschland, Berlin Kathrin Linz-Dinchel, Fördermittelreferentin und Projektleitung in der Diakonie Bayern, Nürnberg Willibald Neumeyer, Einrichtungsleitung des Caritas-Jugendhilfezentrum Schnaittach, Caritasverband Nürnberg e.V. Georg Sauerwein, Experte für intersektionale Klimagerechtigkeit, Theologie und Handeln der Kirchen in der Klimakrise, Christliche Initiative Klimagerechtigkeit e.V., München Prof. Dr. rer. pol. Klaus Schellberg, Studiengangsleiter Sozial- und Gesundheitswirtschaft an der Evangelischen Hochschule Nürnberg Prof. Dr. Uwe Schneidewind, bis Oktober 2025 Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, zuvor Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Mitglied im Club of Rome, Wuppertal Dr. Brigitte Schober-Schmutz, Hausleitung Klimaschloss Beilstein – Haus der Kinderkirche des Ev. Landesverbands für Kirche mit Kindern in Württemberg e.V., Beilstein Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, Berlin Martin Suchaneck, Referent für Umwelt und Nachhaltigkeit bei der Evangelischen Heimstiftung, Stuttgart Carina Uhlen, Projektleitung „Nachhaltigkeit.Einfach.Machen“ bei der Caritasdienstleistungsgenossenschaft in Nordrhein-Westfalen gemeinnützige eG, Paderborn Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, BerlinOrt & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Kontakt
Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de