icon button icon button Veranstaltungen
Bild Europa – in Ungleichheit vereint?

Europa – in Ungleichheit vereint?

19. – 21. Januar 2018

Tagung reise info Tutzing reise info Politik, Wirtschaft
Kopieren Icon Link kopieren
Email Icon Per Email teilen

Inhalt

UNGERECHTE EINKOMMENSVERTEILUNG GEFÄHRDET DIE DEMOKRATIE
                                                                                                                                           Thomas Piketty
DIE EU WIRD ENTWEDER DEMOKRATISIERT, ODER SIE WIRD ZERFALLEN
                                                                                                                                           Yanis Varoufakis
Fokus auf Europa: Der französische Präsident Emmanuel Macron will die Eurozone reformieren – und hofft dabei auf den Partner Deutschland. Kann die Bundesregierung Europa gemeinsam mit Frankreich neu denken, um es vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren?
Die Ungleichheit steigt in Europa seit Jahrzehnten. Als Gründe dafür werden die Polarisierung der Einkommen durch Globalisierung und technologischen Fortschritt genannt, aber auch die Deregulierung der Arbeitsmärkte sowie Steuerflucht und Lobbyismus. Die Ursachen für zunehmende Ungleichheit sind damit struktureller Natur, sie betreffen die Menschen in ganz Europa.
Dabei befinden sich die EU-Länder in einer Situation gleichzeitiger Kooperation und Konkurrenz: So wird Deutschland vorgeworfen, seine Lohnzurückhaltung bedinge die massiven Exportüberschüsse, welche es gerade südlichen Ländern erschwere, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Und selbst die Gewerkschaften ziehen nicht an einem Strang: In jedem Land kämpfen sie für bessere Arbeitsbedingungen, aber ihre Mitglieder konkurrieren doch europaweit gegeneinander um die Standortentscheidungen multinationaler Konzerne.
Wie also können Länder in einem Staatenverbund kooperieren und dabei gemeinsam Wege zu mehr sozialer Gerechtigkeit finden? Was steht im Weißbuch der EU, was bringt die neue Europäische Säule der sozialen Rechte? Was bedeutet Macrons Vorstoß für einen gemeinsamen Finanzminister, und was ist die deutsche Antwort darauf ? Sparen oder Investitionen? Vertiefte Zusammenarbeit oder mehr Souveränität der Nationalstaaten? Wachstum, Nachhaltigkeit oder Gerechtigkeit?
Herzliche Einladung in die Evangelische Akademie Tutzing, um konkrete politische Visionen und Alternativen zu diskutieren – vom Green New Deal, über gewerkschaftliche Vorschläge für ein soziales Europa bis hin zur zivilgesellschaftlichen Bewegung „European Alternatives“.
Katharina Hirschbrunn, Evangelische Akademie Tutzing
Steffen Vogel, Blätter für deutsche und internationale Politik

Programm

Fr, 19.01.2018 Sa, 20.01.2018 So, 21.01.2018
icon button icon button Programm
Katharina Hirschbrunn

Anreise ab 16.30 Uhr

18.00 Uhr

Beginn der Tagung mit Anreisebuffet

19.15 Uhr
Macrons Reformpläne - wie weiter in Europa?
Daniel Vernet
19.00 Uhr

Begrüßung und Einführung in die Tagungsthematik

Katharina Hirschbrunn & Steffen Vogel

20.00 Uhr
Ein Neuanfang für das deutsch-französische Bündnis: Kommt Kerneuropa?

Podiumsdiskussion mit

Hélene Kohl

(angefragt)

Wolfgang Lemb
Daniel Vernet
21.45 Uhr

Gespräche im Park und in den Salons

Veranstaltungsleitung

Katharina Hirschbrunn
Studienleitung für Wirtschaft und Arbeitswelt, Nachhaltige Entwicklung

Referierende

Prof. Dr. Wilfried Altzinger,  Forschungsinstitut „Economics of Inequality“ und Institut für Makroökonomie, Wirtschaftsuniversität Wien
Daphne Büllesbach, Gründerin und Leiterin des Berliner Büros der zivilgesellschaftlichen Organisation „European Alternatives“ zur Erforschung und Förderung transnationaler Politik und Kultur, Berlin
Dr. Heiner Flassbeck, Herausgeber Online-Zeitschrift Makroskop, ehem. Chefökonom UNO-Handels- und Entwicklungsorganisation UNCTAD, Staatssekretär Finanzministerium und Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, Wolfersweiler
Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ, Dr. oec., Professor em. für christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, Ludwigshafen / Rhein
Prof. Dr. Gerhard Illing, Forschungsprofessor ifo Institut, CESifo Netzwerk Fellow, Vorsitzender Ausschuss für Geldtheorie und Geldpolitik im Verein für Sozialpolitik, Seminar für Makroökonomie, LMU München
Dieter Janecek MdB, in der vergangenen Legislaturperiode wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, Mitglied im Ausschuss für Energie und Wirtschaft sowie im Ausschuss für die Digitale Agenda, München
Hélène Kohl, Journalistin für die französischen Sender Europe 1, LCI, DNA, JDD, Berlin
Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall,  Transnationale Gewerkschaftspolitik und Industrie-, Struktur- und Energiepolitik; Vizepräsident von industriAll
Europe, Frankfurt am Main
Ulrich Müller, Politikwissenschaftler, Gründungsmitglied und Rechercheur bei LobbyControl, Köln
Mauritius Much, Journalist, Kernteam Panama und Paradise Papers, Süddeutsche Zeitung, München
Bernd Posselt, Mitglied des Europäischen Parlaments von 1994 bis 2004, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland, außenpolitischer Berater der CSU-Europagruppe, Mitglied im Parteivorstand der CSU, seit 2014 dessen Beauftragter für Ostmittel- und Osteuropa, München
Dr. Gerhard Schick, MdB, Finanzpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Berlin
Prof. Dr. Mechthild Schrooten, SprecherIn Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Memorandumgruppe), Professur für Volkswirtschaftslehre, Geldpolitik und Internationale Wirtschaft an der Hochschule Bremen
Dr. Andreas Schwab,  stellvertretender Vorsitzender der CDU/ CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Binnenmarktpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion, Brüssel
Daniel Vernet, Politikwissenschaftler, Journalist, und Autor, Korrespondent der Tageszeitung Le Monde  in Bonn, London und Moskau, später Chefredakteur der Zeitung, Paris

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de