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Bild Hinwege, Rückwege – Spurensuche im Werk von Iris Wolff
Marie Luise Kaschnitz-Preis

Hinwege, Rückwege – Spurensuche im Werk von Iris Wolff

06. – 08. Mai 2022

Tagung reise info Tutzing reise info Kunst & Kultur
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Inhalt

„DIE ERINNERUNG IST EIN RAUM MIT WANDERNDEN TÜREN“

Iris Wolff, Die Unschärfe der Welt
 
Iris Wolff bewahrt in ihren Romanen versunkene Kapitel der Geschichte einer deutschsprachigen Minderheit im ehemals kommunistischen Rumänien vor dem Vergessen. Sie verknüpft diese Geschichte mit denen von liebevoll gestalteten Figuren, von Familien, von Freundschaft und Verbundenheit in Zeiten politischer Zerrüttung.      
So reist sie in ihrem Werk, das derzeit vier Romane umfasst, quer durch ein ganzes Jahrhundert und erzählt von psychologischen, sozialen und politischen Dimensionen eines Lebens, das gleichermaßen von ethnischer und sprachlicher Vielfalt wie auch von Einschüchterung und Unterdrückung, von Kriegen und Diktaturen geprägt wird. Hinter ihren Texten stehen dabei nicht nur detaillierte historische Recherchen, sie verfügen auch über ein großes Einfühlungsvermögen, eine besondere Beobachtungsgabe für die Feinheiten der Natur und eine höchst ästhetische und sprachlich bestechende Poetik.  
Wenn Iris Wolff so die Lebenswelt der Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben in ihren Geschichten aufleben lässt, bewegt sie sich im Erzählen auch zurück in ihre eigene Vergangenheit: Die heute in Freiburg lebende Autorin ist 1977 in Hermannstadt/Siebenbürgen geboren, seit ihrem achten Lebensjahr ist sie in Deutschland.
So spielen auch Iris Wolffs Romane nicht nur im Banat sondern entspannen sich über den europäischen Kontinent. Hier wie dort verbinden sich die Lebenswege ihrer Figuren und schlagen gleichsam Brücken. Europäische Geschichte wird in ihrem Werk zu einem Strickwerk persönlicher Biografien.
Diesem Werk wollen wir uns im Zuge von Gesprächen und Lesungen gemeinsam widmen – und sie mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis auszeichnen. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Alix Michell, Studienleiterin, Evangelische Akademie Tutzing
Brigitte Grande, Vorsitzende, Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing e.V.

 

Programm

Fr, 06.05.2022 Sa, 07.05.2022 So, 08.05.2022
icon button icon button Programm

Anreise ab 16.00 Uhr

18.00 Uhr

Beginn der Tagung mit dem Abendessen

19.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Alix Michell
Brigitte Grande M.A.
19.30 Uhr
Vom Auflesen der Stille
Carsten Hueck
20.15 Uhr
Lesung und Gespräch

mit

Iris Wolff

Moderation:

Thomas Geiger
21.30 Uhr

Begegnungen und Gespräche in den Salons

Referierende

Enikö Dácz, Stellvertreterin des Direktors, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Thomas Geiger, Mitglied der Jury, Literarisches Colloquium Berlin
Tanja Graf, Mitglied der Jury, Leiterin des Literaturhauses München
Corinna Kroker, Programmleitung für deutschsprachige und internationale Literatur im Klett-Cotta Verlag, Stuttgart
Pfr. Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Carsten Hueck, Regisseur und Journalist, Redakteur der Sendung „Lesart“ im Deutschlandfunk Kultur, Berlin
Prof. Dr. Rainer Moritz, Literaturkritiker, Übersetzer und Autor, Leiter des Literaturhauses Hamburg
Marie Schmidt, Mitglied der Jury, Literaturredakteurin im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, München
Hugo Siegmeth, Saxophon & Bassklarinette, Komponist & Produzent, München
Dr. Hajo Steinert, Mitglied der Jury, Literaturkritiker und Autor, Köln
Josef Reßle, Pianist, München
Ernest Wichner, Autor und Übersetzer, Berlin
Iris Wolff, Autorin, Freiburg

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de