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Kanzelreden

Kanzelrede – mit Prof. Dr. Mirjam Zadoff

11. Oktober 2020

Tagung reise info München reise info Geschichte
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Inhalt

Die Kanzelrede – so sagt es die Definition – ist eine Sprachform, die zwischen Predigt und Vortrag angesiedelt ist. Ihr Ort ist nicht der Gottesdienst, wohl aber der Kirchenraum. Nichtordinierte – Laien – sprechen zu einem Thema ihrer Wahl. Der besondere Ort der Kirche zeigt den ethischen Umkreis und die theologische Dimension an, der sich der Kanzelredner/die Kanzelrednerin verpflichtet oder zumindest nahe fühlt, soweit er/sie sich auch von der formalen und inhaltlichen Bindung der Predigt entfernen mag.

Die Gestaltung von Welt und Gesellschaft entspringt dem biblischen Auftrag. Jeder und jede ist unverzichtbar, seinen/ihren spezifischen Beitrag zu leisten.

DIE KANZELREDE ZEIGT: KIRCHE ÖFFNET SICH DER WELT.

So wie die kirchlichen Akademien in ihren Tagungen nicht zuletzt aus dem Spannungsbogen von Gott und Welt Funken schlagen, setzt die Kanzelrede einen kräftigen rhetorischen Einzelakzent. Dabei können ihr die deutliche Sprache und der Bekennermut der  protestantischen Predigt-Tradition in besonderer Weise zugutekommen.

Die Kanzelrede ist seit 1997 ein viel beachtetes Format der Akademie. Zu den Rednerinnen und Rednern gehören u.a. Joachim Gauck, Gesine Schwan, Christian Stückl, Dieter Reiter, Harald Lesch, Dirk Ippen, Ulrich Wilhelm, Christian Springer, Felix Finkbeiner, Charlotte Knobloch und Peter Küspert. Ihr Thema finden die Kanzelreden in jedem ernsthaft diskutablen Feld unseres gegenwärtigen geistigen, politischen, sozialen und kulturellen Lebens. Als mediales Ereignis heben sich Kanzelreden schon deshalb vom Üblichen ab, weil sie sich als engagierte Darstellung einer Persönlichkeit präsentieren, die für ihre Sache einsteht und somit Verantwortung übernimmt.

Wir laden Sie herzlich ein in die Erlöserkirche!

Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Brigitte Grande, M.A.,Vorsitzende des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing

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Programm

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11.30 Uhr
Kanzelrede

in der Erlöserkirche an der Münchner Freiheit, München-Schwabing

Es spricht:

Dr. Mirjam Zadoff

Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München

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Der Eintritt ist frei! Eine Anmeldung ist UNBEDINGT erforderlich.

Veranstaltungsleitung

Pfr. Udo Hahn
Akademiedirektor
Referat für Theologie, Politik, Ökumene, Medien

Referierende

Prof. Dr. Mirjam Zadoff

geboren 1974 in Innsbruck.

Studium der Geschichte und Judaistik an der Universität Wien.

Promotion (2006) und Habilitation (2013) in Neuerer und neuester Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU).

Von 2006 bis 2014 arbeitete und lehrte sie am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur an der LMU München.

2007 wurde sie für ihre Studie „Nächstes Jahr in Marienbad“ (Verlag Vandenhoeck und Ruprecht) mit dem Peregrinus-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und dem Promotionspreis der Münchner Universitätsgesellschaft ausgezeichnet.

Gastprofessuren führten sie an die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) in Zürich sowie an die Universität Augsburg. An der Indiana University in Bloomington (USA) hatte sie den Alvin H. Rosenfeld Lehrstuhl für Jüdische Studien inne.

Seit 2018 ist sie Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München.

Partner

Ort & Infos

Erlöserkirche München Schwabing
Germaniastraße 4
80802 München-Schwabing
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN

In München mit der U-Bahn U 3 und U 6, dem MetroBus 53 und 54, der Tram 23
oder mit dem Stadtbus N40, N41, N42 bis Haltestelle Münchner Freiheit.

Die Kirche ist von der Ungererstraße her für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Gegenüber der Erlöserkirche gibt es für Autofahrer einen gebührenpflichtigen Parkplatz an der Münchner Freiheit.
Kontakt

Isabelle Holzmann
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
holzmann@ev-akademie-tutzing.de