(K)ein Ort für Utopien?
16. März 2021
TagungInhalt
Eine Weltkarte, die das Land Utopia nicht enthielte, wäre es nicht wert, dass man einen Blick auf sie wirft, denn in ihr fehlt das einzige Land, in dem die Menschheit immer landet.
Oscar Wilde (1854-1900)
Bei Thomas Morus taucht der Begriff Utopie vor 500 Jahren zum ersten Mal auf. Und schon Platon hatte vor 2.500 Jahren in seiner Politeía das Bild eines idealen Staats entworfen. Nach der kommunistischen hat jedoch kaum eine Utopie mehr eine wesentliche gesellschaftliche Relevanz entwickeln können.
Sind uns also die Utopien ausgegangen, die uns heute von einer gerechten, gewaltfreien und ökologischen Gesellschaft träumen lassen? Oder schützen wir uns nur vor dem undemokratischen Hang zum Totalitären, den man bei Utopien als Nebenwirkung in Kauf nehmen muss, indem wir auf sie verzichten?
Brauchen wir überhaupt neue Utopien? Oder reichen uns zur Orientierung dystopische Abschreckungen wie Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ oder Ridley Scotts „Blade Runner“? Und falls wir uns neue Utopien ausmalen: Sollen sie uns dann nur auf künftig eintretende Entwicklungen vorbereiten, wie etwa bei den rasend schnellen Entwicklungen zur Künstlichen Intelligenz (KI)? Sollen und können sie uns visionäre Wege in eine bessere Welt weisen? Oder dienen sie letztlich nur der Weltflucht?
„Utopie“ – kein Ort. Für unsere Fragen und Versuche von Antworten kann es einen Ort geben. Wir werden ihn mit Ihnen gemeinsam schaffen.
Martin Waßink, Studienleiter, Evangelische Akademie Tutzing
Petra Beyer, Aufsichtsrätin
Ina Kramer, Aufsichtsrätin
Paul Fortmeier, Vorstandsvorsitzender, Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. (DGSv), Köln
Ina Kramer, Aufsichtsrätin
Paul Fortmeier, Vorstandsvorsitzender, Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. (DGSv), Köln
Programm
ab 10:15 Uhr: Einlass über den „Warteraum möglich“
10.45 Uhr
Begrüßung, organisatorische Hinweise und inhaltliche Einführung
Dr. Martin Waßink
Petra Beyer
11.00 Uhr
KI - ein Grund zum Träumen?
Prof. Yvonne Hofstetter
11.45 Uhr
Reflexion I des Vortrags von Prof. Yvonne Hofstetter in Kleingruppen
Zur Vertiefung in gleich bleibenden Kleingruppen (Breakout-Sessions)
12.30 Uhr
Mittagspause
14.00 Uhr
Demokratie - mehr Diskurs, weniger Utopie
Dr. Ronny Jahn
14.45 Uhr
Reflexion II des Vortrags von Dr. Ronny Jahn
Zur Vertiefung in gleich bleibenden Kleingruppen (Breakout-Sessions)
15.30 Uhr
Pause
15.45 Uhr
Konkrete Utopien als Beispiele einer zukunftsfähigen Gesellschaft
Alexander Repenning
16.30 Uhr
Reflexion III des Vortrags von Herrn Repenning
Zur Vertiefung in gleich bleibenden Kleingruppen (Breakout-Sessions)
17.15 Uhr
Aussprache im Plenum
Ina Kramer
Dr. Martin Waßink
18.00 Uhr
Feedback und Ende der Online-Tagung
Veranstaltungsleitung
Dr. Martin Waßink
Referierende
Prof. Yvonne Hofstetter, Juristin, Essayistin und Autorin, Gründerin von TERAMARK Technologies GmbH (Auswertung großer Datenmengen mit KI), Mitgründerin und CEO von 21strategies (Informationsaufbereitung über Währungs- und Rohstoffmärkte), Honorarprofessorin für Digitalisierung und Gesellschaft, Zentrum für Ethik und Verantwortung, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Dr. Ronny Jahn, Soziologe, Supervisor (DGSv) und Organisationsberater, Mitinhaber des Beratungsunternehmens Person + Organisation Berlin, Leitung des Studiengangs Leadership und Beratung an der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin, Vorstandsmitglied der DGSv, Köln
Alexander Repenning, Politökonom, Possibilist, Autor, Education Manager bei Right Livelihood Foundation (Vergabeinstitution des Alternativen Nobelpreises), Genf
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Kontakt
Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de