Kinderwelten – Kinderrechte
20. – 21. März 2015
TagungInhalt
DASS ALLE GLEICH BEHANDELT WERDEN, IST EIN KINDERRECHT, ABER ES GILT OFFENBAR NICHT FÜR ALLE.
Kaan, 11 Jahre
Als die UN-Kinderrechtskonvention vor 25 Jahren nach einem langen Entstehungsprozess verabschiedet wurde, verlieh sie der Überzeugung Ausdruck, dass Kinderrechte über den allgemeinen Schutz der Menschenrechte hinaus in besonderer Weise anzusprechen und zu achten sind. Dahinter stehen zwei an sich triviale Einsichten: Erstens, Kinder haben weniger Möglichkeiten, ihre Rechte umzusetzen als Erwachsene und brauchen deshalb unsere Fürsorge und unseren Beistand, um zu einer gelingenden Kindheit zu kommen. Zweitens, von den Kindern hängt die Zukunft aller Gesellschaften ab. Gewalt, Hunger, Bildungsmangel haben langfristige Folgen bei Kindern, die nicht nur gegenwärtiges Unglück, sondern zukünftige Probleme schaffen.
In unserer Welt gibt es viele Kinderwelten: Straßenkinder in der einen, Wohlstandsvernachlässigte in der anderen, Hungrige in der einen, Adipöse in der anderen, Analphabeten in der einen, von einem scheinbar immer dichter werdenden Lehrkanon Überforderte in der anderen Welt. Die Reihe der Gegensätze ließe sich endlos fortsetzen, aber man sollte angesichts solcher Stichworte nicht vergessen: Fast alle Eltern auf der Welt bemühen sich, ihre Kinder in ein gutes Leben zu führen. Liebe, Fürsorge und Schutz für Kinder sind in den meisten Familien keine Fremdworte. Und nicht nur die Kinder sind lernfähig: So spielt Gewalt in der Kindererziehung zumindest in Europa eine abnehmende Rolle – auch eine Folge der UN-Kinderrechtskonvention?
Wo stehen wir nach 25 Jahren UN-Kinderrechtskonvention, wie werden wir politisch-gesellschaftlich weiter denken und weiter arbeiten müssen, damit mehr Erwachsene eines Tages sagen können: „Ich hatte eine glückliche Kindheit.“
Herzliche Einladung nach Rothenburg o.d. Tauber! Auf Anfrage bieten wir gern Kinderbetreuung in der Tagungsstätte Wildbad an.
Prof. Dr. Andreas Frewer, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, FAU Erlangen-Nürnberg
Leyla Fröhlich-Güzelsoy, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, FAU Erlangen-Nürnberg
Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Claudia Jahnel, Referat Mission Interkulturell, Mission EineWelt
Dr. Ingrid Stapf, Institut für christliche Publizistik, FAU Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Karin Ulrich-Eschemann, Evangelische Religionspädagogik, FAU Erlangen-Nürnberg
Literaturhinweise
Mirjam Pressler, Nathan und seine Kinder
Mirjam Pressler, Ein Buch für Hanna
Patrick Addai, Kofi – das afrikanische Kind
Mirjam Pressler, Ein Buch für Hanna
Patrick Addai, Kofi – das afrikanische Kind
18.00 Uhr
Abendessen
19.00 Uhr
Eröffnung und Einführung
Dr. Ulrike Haerendel
19.15 Uhr
Das Kind als ein Selbst
Prof. Dr. Karin Ulrich-Eschemann
Kinderrechte als Menschenrechte
Prof. Dr. phil. Manfred Liebel
21.30 Uhr
Gespräche in den Räumen des Tagungszentrums
Veranstaltungsleitung
Dr. Ulrike Haerendel
Ort & Infos
Kontakt
Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de