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Maschinengepflegt

23. – 24. Juni 2016

Tagung reise info Nürnberg reise info Ethik & Gesundheit, Familie & Generationen, Gesellschaft & Soziales, Naturwissenschaft & Technik
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Inhalt

I ROBOT – YOU BEDÜRFTIG?
Für die einen sind es niedliche Spielzeuge, für die anderen Horrorvisionen und für wieder andere hilfreiche Partner im Alltag: Sprechende Puppen auf dem Sofa des Pflegeheims oder mechanische Tiere, deren Fell und Geräusch frappierend an Robbenbabies oder Hunde erinnert. Der schlaksige Roboter, der mit san em Blick elegant ein Glas Wasser reicht,
ist genauso Realität, wie der kleine, bunte, runde Staubsauger, der ganz allein durchs Zimmer fährt, wann immer es nötig ist.
Maschinen im Alltag als Assistenz? Technik als Gesellschafter und fleißige Helferlein? Wo die hilfreichen Hände des Pflegepersonals rar und flink durchs Zimmer wischen, werden solche Geräte eingesetzt. Ihre Entwicklung schreitet jedoch in Riesenschritten voran. Die Errungenschaften der Künstlichen Intelligenz lassen Kombinationen aus Material und Software zu, denen man kaum noch anmerkt, dass hier eine Maschine am Werk ist. Die Technik wird immer feiner und immer menschenähnlicher. Manchmal so erschreckend ähnlich, dass man bewusst Verfremdungen einsetzt.
Und es geht bei technischen Assistenzsystemen im Alter ja nicht nur um Pflegeroboter oder um elektronische Gefährten. Es geht um allerlei elektronische Beobachtung, die sturzgefährdeten und dementen, alten Menschen zur Verfügung steht, sodass sie selbst allein im Haus weiterleben können. Es geht um Geräte, die vom in-die-Wanne-Heben bis zur Anfertigung der notwendigen Einkaufsnotizen alles übernehmen. Es geht darum, die Verbindung von Mensch und Maschine so fließend zu gestalten, dass sie Teil des Alltags derer wird, die ihrer bedürfen.
Diese Entwicklung wird von manchen als Segen und von anderen als Fluch erlebt. Große Mengen von Daten müssen ausgetauscht und im weltweiten Netz kommuniziert werden, damit irgendein Großrechner Überwachung und Steuerung sicher gewährleisten kann. Wo früher menschliche Nähe, die eigentlich heilsame Kraft war, steuern heute Assistenzsysteme den Alltag: Berechnend – aber eben auch ungestört und von Stimmungen unbeirrt. Psychologie, Kommunikationswissenschaften, Ethik, Anthropologie, Theologie, Biologie, Pflege, Informatik, Mechatronik, Medizin – fast jede Wissenscha hat etwas zu diesem Thema beizutragen.
Wir laden Interessierte, Betroffene, Forschende, Zweifelnde, Fragende und Fortschrittsenthusiasten ein, solche Fragen miteinander in Nürnberg zu diskutieren.
Pfr. Frank Kittelberger, Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care in der Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen am Institut TTN an der LMU München; Professur für Anthropologie und
Ethik für Gesundheitsberufe an der Evangelischen Hochschule Nürnberg; Forschungsdirektor des Zentrums für Wirtscha sethik (ZfW), Berlin

Programm

Mi, 22.06.2016 Do, 23.06.2016 Fr, 24.06.2016
icon button icon button Programm
MITTWOCH, 22. JUNI 2016
18.15 Uhr
Öffentlicher Vortrag

Prof. Dr. phil. Dipl. Psych. Andreas Kruse
Vorstand Institut für Gerontologie, Heidelberg (angefragt)

Ort: Evangelische Hochschule Nürnberg Bärenschanzstraße 4 / 90429 Nürnberg

Veranstaltungsleitung

Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Freier Mitarbeiter
Prof. Dr. Arne Manzeschke

Referierende

BETEILIGTE
Dr. Galia Assadi, Philosophin, Institut TTN an der LMU München
Jochen Bauer, E|Home-Center, Nürnberg
LMR Andreas Ellmaier, Referatsleitung Pflegewirtschaft , Pflegeforschung, Wohnen im Alter in der Abteilung Pflege und Prävention im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und
Pflege, München
Sabine Erbschwendtner, Gemeindenahe Pflege, Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
Prof. Dr. Björn Eskofier, Juniorprofessur für Sportinformatik, FAU Erlangen-Nürnberg
Barbara Gregori, Pflegedienstleitung im Alten- und Pflegeheim Maria-Martha-Stift , Lindau
Pfr. Frank Kittelberger, Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care an der Evangelischen Akademie Tutzing
PD Dr. med. Jochen Klucken, Oberarzt und stellv. Leiter der Abteilung für Molekulare Neurologie, FAU Erlangen-Nürnberg
Jan Kuschan, Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), Berlin
Prof. Dr. Frieder Lang, Lehrstuhl für Psychogerontologie, FAU Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen am Institut TTN an der LMU München; Professur für Anthropologie und Ethik für Gesundheitsberufe an der Evangelischen Hochschule Nürnberg
Nadine Pensky, Diplom-Betriebswirtin Fachrichtung Gesundheits- und Krankenhauswesen, Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS), Nürnberg
Dr. Thomas Petri, Bayerischer Landesdatenschutzbeau ftragter
Dipl. Ing. Henning Schmidt, Leiter der Forschungsgruppe Rehabilitationsrobotik beim Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), Berlin
Dr. Willy Viehöver, Soziologe, Institut TTN an der LMU München
Prof. Dr. Klaus Wiegerling, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Karlsruhe

Ort & Infos

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de