Metalle – Voraussetzung der digitalen Transformation
08. – 10. November 2019
TagungInhalt
METALLE WERTSCHÄTZEN UND KLUG NUTZEN
Smartphone, Tablet, Industrie 4.0, Fahrassistenzsysteme, Smart Grid, Homeassistent, Internet der Dinge – ohne Metalle gäbe es all dies nicht – ohne Metalle keine Digitalisierung. Das betrifft die Basismetalle wie etwa Kupfer ebenso wie Techno-logiemetalle wie zum Beispiel Neodym und Lithium. Die Funktionalisierung sehr vieler Metalle ist die Voraussetzung für die Wirkmächtigkeit der digitalen Technologien.
Die Transformation zu einer postfossilen, nachhaltigen Entwicklung ist dringlich, und sie ist möglich. Postfossil geht, postmetallisch nicht. Vielmehr werden die Metalle noch wichtiger, nicht nur für die digitale Transformation sondern auch für die Energie- und Mobilitätswende als Bausteine der Nachhaltigkeitstransformation.
Die Digitalisierung ist einer der Treiber der Feinverteilung (Dissipation) von Metallen. Metalle werden dadurch zunehmend miniaturisiert und vermischt. Damit aber die materielle Basis der digitalen Transformation als gesichert gelten kann, müssen die Menschen von Anfang an sowohl auf die Potenziale als auch auf die Grenzen der Wiedergewinnbarkeit von Metallen achten.
Die Herausforderungen sind zahlreich. Auf der Tagung möchten wir einige von ihnen herausgreifen und beispielhaft diskutieren: Metalle für Batterien, Obsoleszenz durch Software, Design, Metallwertschöpfungsketten und die soziale Dimension der Nachhaltigkeit von Metallen.
Die digitale Welt erscheint vielfach als virtuell und entkoppelt von der materiellen Welt. In der Tagung geht es deshalb auch um die Sichtbarmachung der Metalle als Voraussetzung der digitalen Technologien. Es geht um die Förderung des Verständnisses der ungeheuren Dynamik in diesem Bereich. Kurzgefasst: Es geht um die Förderung des Metallbewusstseins im All Metals Age.
f2f – face to face – möchten wir während der Tagung Zusammenhänge und unterschiedliche Perspektiven besser verstehen lernen, um gemeinsam zu einer dauerhaft-zukunftsverträglichen Sicherung von Metallen zur Digitalisierung, Energiewende und Mobilitätswende beizutragen.
Ob Sie stärker von der digitalen Welt bestimmt werden oder stärker durch den Fokus auf Metalle, ob Sie sich aus dem Blickwinkel eines Teils der Wertschöpfungsketten oder mit Blickrichtung Nachhaltigkeit für die Thematik interessieren: Sie sind herzlich eingeladen.
Tagungsteam
Dr. Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Maximilian Hempel, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück
Alessandra Hool, ESM – Entwicklungsfonds Seltene Metalle, Bern/Zürich
Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Nachhaltige Chemie Leuphana Universität Lüneburg
Klaus Mertens, Die Transformateure – Akteure der Großen Transformation, Schweinfurt
Prof. Dr. Armin Reller, Ressourcenstrategie, Universität Augsburg
10.00 Uhr
Dr. Martin Held
Dr. Maximilian Hempel
ab 16.00 Uhr Anreise
18.00 Uhr
Abendessen
19.00 Uhr
Metalle - Voraussetzung der digitalen Transformation
Begrüßung und Einführung
19.15 Uhr
Smartphone – Smartphone – ikonografisches Beispiel der digitalen Transformation: Metalle, Reparaturfreundlichkeit, Lebensdauer, Recyclingpotenzial
Prof. Dr. Markus A. Reuter
20.45 Uhr
f2f – face to face: Begegnungen in den Salons
Veranstaltungsleitung
Dr. Martin Held
Freier MitarbeiterDr. Maximilian Hempel
Referierende
Referierende / Tagungsteam
Dr. Martin Held, Freier Mitarbeiter, Evangelische Akademie Tutzing und Die Transformateure – Akteure der Großen Transformation
Dr. Maximilian Hempel, Leiter Abteilung Umweltforschung/ Naturschutz, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück
Prof. Dr. Lorenz Hilty, Head Informatics and Sustainability Research Group sowie Delegierter für Nachhaltigkeit, Universität Zürich und Material Science and Technology – Empa, St. Gallen
Alessandra Hool, Geschäftsführerin ESM – Entwicklungsfonds Seltene Metalle, Bern/Zürich
Dieter Janecek MdB, Mitglied Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ und Sprecher für Digitale Wirtschaft und Digitale Transformation Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Berlin
Dustin Jessen, Design-Department, Folkwang Universität der Künste, Essen und Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren, Wuppertal Institut (angefragt)
Dr. Kora Kristof, Leiterin Grundsatzabteilung, Umweltbundesamt, Dessau
Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Nachhaltige Chemie Leuphana Universität Lüneburg
Klaus Mertens, Die Transformateure – Akteure der Großen Transformation und Wiss. Mitarbeiter Betriebsrat ZF, Standort Schweinfurt
Dr. Christina Meskers, Senior manager Open Innovation, Recycling & Extractive Technologies platform, Corporate Research & Development, Umicore, Brüssel
Dr. Carsten Polenz, Vice President Political Engagements & Digitization Strategy, Walldorf
Michael Reckordt, Koordinator Arbeitskreis Rohstoffe, PowerShift, Berlin
Prof. Dr. Armin Reller, Lehrstuhl Ressourcenstrategie, Wissenschaftszentrum Augsburg, Universität Augsburg
Prof. Dr. Markus Reuter, Direktor Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie
Dr. ir. Antoinette van Schaik, Director Material Recycling and Sustainability, Den Haag
Literatur
Martin Held & Jörg Schindler (im Druck): Metalle – die materielle Voraussetzung der digitalen Transformation. In: Maja Göpel et al. (Hg.): Digitale Revolution & Ökologie. Jahrbuch Ökologie. Stuttgart: S. Hirzel.
Martin Held, Reto D. Jenny & Maximilian Hempel (Hg.) (2018): Metalle auf der Bühne der Menschheit. Von Ötzis Kupferbeil zum Smartphone im All Metals Age. München: oekom.
Andreas Exner, Martin Held & Klaus Kümmerer (Hg.) (2016): Kritische Metalle in der großen Transformation. Berlin/Heidelberg: Springer Spektrum.
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Kontakt
Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de