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Bild Mozart-Briefeinfo Icon© Clemente Trio Christine Schneider

Mozart-Briefe

24. November 2024

Tagung reise info Tutzing
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Inhalt

Mon très cher père!“

Obwohl Wolfgang Amadeus Mozart, viel zu jung, bereits im Alter von nur 35 Jahren verstarb, schuf er in seinem kurzen Leben ein schier unerschöpfliches musikalisches Werk, das bis heute nichts an Bedeutung verloren hat. Neben seinem meisterhaften kompositorischen Schaffen war Mozart Zeit seines Lebens jedoch auch ein leidenschaftlicher Briefeschreiber. Mit Freunden und Bekannten, Auftraggebern und vor allem seiner Familie pflegte er stets einen regen, mitunter äußerst unterhaltsamen Schriftwechsel. Mozarts Briefe gehören zu den wichtigsten außermusikalischen Hinterlassenschaften des Wunderkindes und geben einen tiefen Einblick in sein bewegtes Leben und die damalige Zeit.
Zu den eindrücklichsten Korrespondenzen zählen neben den sogenannten „Bäsle-Briefen“ zwischen ihm und seiner geliebten Cousine, dem Bäsle, die Briefwechsel mit Mutter Maria Anna und Vater Leopold aus dem Jahr 1778. Wolfgang Amadeus war gemeinsam mit seiner Mutter nach Paris aufgebrochen, Vater Leopold mit dem Nannerl in Salzburg zurückgeblieben, da er vom dortigen Hofe für diese Reise nicht beurlaubt wurde. Vorrangiges Ziel der Reise war es, auch in Paris wertvolle Kontakte zu knüpfen und am dortigen Hofe nach Möglichkeit eine Anstellung zu finden. Doch es sollte anders kommen…
Der Schauspieler Gerd Anthoff und das Clemente Trio um den Geiger Peter Clemente widmen sich in „Mon très cher père!“ dem Briefwechsel der Familie aus ebendieser Zeit. Mozarts Musik – unter anderem aus seinen berühmten Klaviertrios – und die Briefe stehen dabei stilistisch wie chronologisch stets in engem Bezug zueinander, Texte und Kompositionen verschmelzen auf diese Weise zu einem beeindruckenden Mozartschen Gesamtkunstwerk.
Zu dieser musikalischen Lesung laden wir Sie herzlich in die Evangelische Akademie Tutzing ein!

Pfr. Udo Hahn
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing


 

Programm

Anreise ab 17 Uhr

18.00 Uhr
„Mon très cher père!“
Briefwechsel zwischen Wolfgang Amadeus, Maria Anna und Leopold Mozart (Paris - Salzburg 1778)

Texte: Auszüge aus Briefen unter anderem zwischen Wolfgang Amadeus, Maria Anna und Leopold Mozart Musik: Werke für Klaviertrio, Violine und Hammerflügel sowie Violoncello und Hammerflügel von W. A. Mozart

Besetzung: Gerd Anthoff – Rezitation

Clemente Trio – Peter Clemente, Violine; Konstantin Pfiz, Violoncello; Paul Rivinius, Hammerflügel.

Veranstaltungsleitung

Pfr. Udo Hahn
Akademiedirektor
Referat für Theologie, Politik, Ökumene, Medien

Referierende

Die Künstler

Gerd Anthoff

Der renommierte Theater-, Film- und Fernsehschauspieler Gerd Anthoff ist im Münchener Westend aufgewachsen, erhielt Schauspielunterricht bei Peter Rieckmann und ein Stipendium für Nachwuchsförderung des Bayerischen Rundfunks. Er spielte u. a. an den Münchner Kammerspielen, dem Volkstheater München, dem Staatstheater am Gärtnerplatz, in der Komödie im Bayerischen Hof und bei den Salzburger Festspielen. Bis 2011 war Gerd Anthoff Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel. Er arbeitete mit so bedeutenden Regisseuren wie Ingmar Bergmann, Dieter Dorn, Hans Lietzau, Hans Neuenfels und vielen anderen. Zum Fernsehen kam Gerd Anthoff 1989, als er die Titelrolle in der Joseph-Filser-Reihe des Bayerischen Fernsehens übernahm. Seither wirkte er unter anderem in den beliebten BR-Serien „Löwengrube“ als Kriminalkommissär Deinlein, „Die Hausmeisterin“ und „Cafe Meineid“ mit. Deutschlandweit bekannt wurde er spätestens in der Rolle des umtriebigen Bauunternehmers Toni Rambold in der Sat1-Serie „Der Bulle von Tölz“. In der Fernsehserie „Unter Verdacht“ spielte er als Dr. Claus Reiter an der Seite von Senta Berger den gerissenen und korrupten Leiter der Abteilung für die Untersuchung interner Delikte. 1995 erhielt Anthoff den Bayerischen Fernsehpreis für „Über Kreuz“, 2003 den Adolf-Grimme-Preis für „Unter Verdacht“, 2008 den AZ-Stern des Jahres und 2010 den Bayerischen Verdienstorden. Darüber hinaus wurde ihm die Medaille „München leuchtet – den Freunden Münchens“ in Gold und die Auszeichnung „Pro meritis scientiae et literarum“ verliehen.

Clemente Trio

Stolz blickt das Clemente Trio (Paul Rivinius, Klavier; Peter Clemente, Violine; Konstantin Pfiz, Cello) auf eine inzwischen über 30-jährige rege Konzerttätigkeit zurück. Aus der jugendlichen Münchner Formation von damals hat sich über die Jahre ein Ensemble ersten Ranges entwickelt, dessen Name auf den internationalen Podien höchstes Ansehen genießt. Vor allem der Gewinn beim renommierten Internationalen Musikwettbewerb der ARD 1998 in München im Fach Klaviertrio förderte die Karriere des Trios maßgeblich. Darüber hinaus konnten die drei Musiker weitere beachtliche Preise, wie den Kammermusikpreis von Caltanissetta / Italien und den Förderpreis der Deutschen Industrie, gewinnen. Ausgewählt von Mitgliedern der European Concert Hall Organisation (ECHO) spielten sie innerhalb der Reihe „Rising Stars“ Debüts unter anderem in der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Konserthus Stockholm, dem Concertgebouw Amsterdam, im Musikverein Wien, der Concert Hall Athen und der Carnegie Hall in New York. Ihre Konzerttätigkeit führte die drei Musiker zudem auf Tourneen durch ganz Nordamerika, nach Italien, Österreich, Tschechien, Thailand, Vietnam, Australien und Japan. Darüber hinaus ist das Trio immer wieder bei internationalen Festivals zu Gast, so zum Beispiel bei den Festwochen in Luzern oder beim Schleswig-Holstein Musik Festival.

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Isabelle Holzmann
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
holzmann@ev-akademie-tutzing.de