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Bild Nicht vergessen! Gemeinsam sorgen für Menschen mit Demenz (Kulmbach)
Nicht vergessen! Demenz

Nicht vergessen! Gemeinsam sorgen für Menschen mit Demenz (Kulmbach)

22. März 2024

Tagung reise info Kulmbach
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Inhalt

DAS THEMA „DEMENZ“ WIRD GRÖSSER, DENN DIE ZAHL DER BETROFFENEN WÄCHST.  

                                                                                                                                       Reimer Gronemeyer  

An der Supermarktkasse kramt der alte Herr lange im Portemonnaie, steckt dann den Zwanzigeuroschein wieder weg und zahlt seine Packung Toastbrot mit einem Fünfziger. Die Banknachbarin im Gottesdienst singt kräftig und schön mit wie eh und je. Beim zweiten Blick fällt auf: sie hält das Gesangbuch auf dem Kopf. Zum Kaffee der Seniorinnen- und Seniorengruppe der Nachbarschaftshilfe steht Salz und Pfeffer auf dem Tisch.

Nicht alles deutet gleich auf eine Demenz. Aber die Zahl der Menschen mit demenziellen Veränderungen nimmt zu und wird weiter zunehmen, wenn in unserer alternden Gesellschaft zukünftig immer mehr Menschen bei guter körperlicher Verfassung immer älter werden. Das Zusammenleben mit demenziell veränderten Menschen wird Alltag werden, auch abseits spezialisierter Angebote – und das soll auch so sein! Menschen mit Demenz gehören in die Mitte, nicht an den Rand unserer Quartiere, Nachbarschaften, Kommunen und Gemeinden.

Umso mehr braucht es Aufmerksamkeit im täglichen Miteinander, um menschenfreundlich und lebensdienlich mit Demenz umzugehen, als selbst betroffene, als pflegende oder als angehörige Person, als Nachbarn oder in der Gemeindegruppe. Denn eins ist sicher: Auch wenn sich Verhaltensweisen verändern, die kognitiven Fähigkeiten, die Orientierung im Alltag und die verbale Ausdrucksfähigkeit abnehmen, bleiben Betroffene auf Kontakt, Austausch und Beziehungen angewiesen. Zugleich werden die hergebrachten Sorgestrukturen brüchig: Familien leben nicht mehr über Generationen zusammen, besonders in den Städten werden Nachbarschaften anonymer. Demenz verstärkt die Einsamkeit schnell, und das Leben im angestammten Umfeld ist bald nicht mehr möglich.

Kirche und Diakonie engagieren sich besonders für die Schwachen und Vulnerablen in unserer Gesellschaft. Es gibt bereits viele hervorragende und professionelle Angebote für Menschen mit Demenz, nicht nur – aber auch – in kirchlicher und diakonischer Trägerschaft. Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen können ein wichtiger Baustein in den regionalen und lokalen Sorgenetzwerken für Menschen mit Demenz sein. Dafür bedarf es der Vernetzung mit anderen Akteuren in den Sozialräumen und eine Sensibilität in allen Arbeitsbereichen für das Thema „Demenz“! Wie kann gemeinsam für Menschen mit Demenz gesorgt werden? Was kann hier der spezifische Beitrag von Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen sein?

In einer Reihe von Veranstaltungen fragen wir nach Erfahrungen mit Demenz, lassen Menschen zu Wort kommen, die am jeweiligen Ort in Projekten engagiert sind und stellen weitergehende ethische und kirchentheoretische Reflexionen zur Sorge für Menschen mit und um Demenz an. Wir laden Sie herzlich ein, damit Menschen mit demenziellen Veränderungen, ihre Angehörigen und Pflegenden in unseren Quartieren, Gemeinden und Einrichtungen nicht vergessen werden!      

Dr. Hendrik Meyer-Magister, stellv. Direktor und Studienleiter an der Evangelische Akademie Tutzing Stadtdekanin i.R.                             
Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger, Leiterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in München                                                                           
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB, Nürnberg   

 

Mehr zum Thema

Programm

icon button icon button Programm
9.30 Uhr

Ankommen

9.45 Uhr
Begrüßung
Dr. Martin Waßink
Friedhelm Haun
Dr. Hendrik Meyer-Magister
10.00 Uhr
Grußwort
Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner
10.15 Uhr
„Das Herz wird nicht dement.“

Erfahrungen einer Seelsorgerin

Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger
10.45 Uhr
Meine Erfahrungen mit Demenz

Austausch in Kleingruppen

11.30 Uhr
Sorgen für Menschen mit und um Demenz, Ethische und ekklesiologische Perspektiven
Prof. Dr. Arne Manzeschke
12.30 Uhr

Mittagspause

13.45 Uhr
DemenzGuide für Angehörige und Pflegende

Eine digitale Unterstützung für Angehörige dementiell Erkrankter

Michael Thoma
14.15 Uhr
Kirche im Demenznetzwerk
Ute Hopperdietzel
14.45 Uhr
Die Alzheimer GEsellschaft Bayreuth-Kulmbach im Demenznetzwerk
Karin Orbes
15.15 Uhr

Kaffepause

15.30 Uhr

Austausch im Plenum Erkenntnisse, offene Fragen, bleibende Herausforderungen

16.15 Uhr

Verabschiedung

Veranstaltungsleitung

Dr. Hendrik Meyer-Magister
ehem. Stellvertretender Akademiedirektor / Studienleitung für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care

Referierende

BETEILIGTE
Oberkirchenrätin Dr. Dorothea Greiner, Regionalbischof im Kirchenkreis Bayreuth der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Bayreuth
Ute Hopperdietzel, Sozialpädagogin (FH), Leiterin der Fachstelle für Demenz und Pflege Oberfranken für die Regionen Bayreuth, Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel, Hof
Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger, Seelsorgerin im Altenheim, Lehrsupervisorin (DGfP), Paar- und Familientherapeutin (GaG); bis 2019 Vorsitzende des Unterausschusses für Ethik in Medizin und Biotechnik der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Leiterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in München
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Professor für Ethik und Anthropologie an der Evangelischen Hochschule Nürnberg; Mitglied des Unterausschusses für Ethik in Medizin und Biotechnik der Synode sowie Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Nürnberg 
Karin Orbes, 1. Vorsitzende und Sprecherin der Alzheimer Gesellschaft Bayreuth-Kulmbach e.V., Bayreuth                                                                                                                                                                                                                    
Michael Thoma, Pfarrer; Beauftragter für Beauftragter für Altenheimseelsorge in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, München
 
TAGUNGSLEITUNG
Dr. Hendrik Meyer-Magister, Stellv. Direktor und Studienleiter an der Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Martin Waßink, geschäftsführender Vorstand und pädagogischer Leiter des Evang. Bildungswerks Oberfranken-Mitte
Friedhelm Haun, Leiter des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in Kulmbach
KONZEPTION UND PLANUNG
Dr. Hendrik Meyer-Magister, stellv. Direktor und Studienleiter an der Evangelische Akademie Tutzing     
Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger, Leiterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in München
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB, Nürnberg
Kirchenrätin Dr. Tanja Stiehl, Beauftragte für ethische Fragestellungen im Landeskirchenamt der ELKB, München

 

Ort & Infos

Martin-Luther-Haus, Waaggasse 4, 95326 Kulmbach
Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de