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Bild Nicht vergessen! Gemeinsam sorgen für Menschen mit Demenz (Stadtakademie München)
Nicht vergessen! Demenz

Nicht vergessen! Gemeinsam sorgen für Menschen mit Demenz (Stadtakademie München)

12. April 2024

Tagung reise info München
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Inhalt

DAS THEMA „DEMENZ“ WIRD GRÖSSER, DENN DIE ZAHL DER BETROFFENEN WÄCHST.

                                                                                                                                       Reimer Gronemeyer

An der Supermarktkasse kramt der alte Herr lange im Portemonnaie, steckt dann den Zwanzigeuroschein wieder weg und zahlt seine Packung Toastbrot mit einem Fünfziger. Die Banknachbarin im Gottesdienst singt kräftig und schön mit wie eh und je. Beim zweiten Blick fällt auf: sie hält das Gesangbuch auf dem Kopf. Zum Kaffee der Seniorinnen- und Seniorengruppe der Nachbarschaftshilfe steht Salz und Pfeffer auf dem Tisch.
 
Nicht alles deutet gleich auf eine Demenz. Aber die Zahl der Menschen mit demenziellen Veränderungen nimmt zu und wird weiter zunehmen, wenn in unserer alternden Gesellschaft zukünftig immer mehr Menschen bei guter körperlicher Verfassung immer älter werden. Das Zusammenleben mit demenziell veränderten Menschen wird Alltag werden, auch abseits spezialisierter Angebote – und das soll auch so sein! Menschen mit Demenz gehören in die Mitte, nicht an den Rand unserer Quartiere, Nachbarschaften, Kommunen und Gemeinden.
 
Umso mehr braucht es Aufmerksamkeit im täglichen Miteinander, um menschenfreundlich und lebensdienlich mit Demenz umzugehen, als selbst betroffene, als pflegende oder als angehörige Person, als Nachbarn oder in der Gemeindegruppe. Denn eins ist sicher: Auch wenn sich Verhaltensweisen verändern, die kognitiven Fähigkeiten, die Orientierung im Alltag und die verbale Ausdrucksfähigkeit abnehmen, bleiben Betroffene auf Kontakt, Austausch und Beziehungen angewiesen. Zugleich werden die hergebrachten Sorgestrukturen brüchig: Familien leben nicht mehr über Generationen zusammen, besonders in den Städten werden Nachbarschaften anonymer. Demenz verstärkt die Einsamkeit schnell, und das Leben im angestammten Umfeld ist bald nicht mehr möglich.
 
Kirche und Diakonie engagieren sich besonders für die Schwachen und Vulnerablen in unserer Gesellschaft. Es gibt bereits viele hervorragende und professionelle Angebote für Menschen mit Demenz, nicht nur – aber auch – in kirchlicher und diakonischer Trägerschaft. Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen können ein wichtiger Baustein in den regionalen und lokalen Sorgenetzwerken für Menschen mit Demenz sein. Dafür bedarf es der Vernetzung mit anderen Akteuren in den Sozialräumen und eine Sensibilität in allen Arbeitsbereichen für das Thema „Demenz“! Wie kann gemeinsam für Menschen mit Demenz gesorgt werden? Was kann hier der spezifische Beitrag von Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen sein?
 
In einer Reihe von Veranstaltungen fragen wir nach Erfahrungen mit Demenz, lassen Menschen zu Wort kommen, die am jeweiligen Ort in Projekten engagiert sind und stellen weitergehende ethische und kirchentheoretische Reflexionen zur Sorge für Menschen mit und um Demenz an. Wir laden Sie herzlich ein, damit Menschen mit demenziellen Veränderungen, ihre Angehörigen und Pflegenden in unseren Quartieren, Gemeinden und Einrichtungen nicht vergessen werden!
 
 
Dr. Hendrik Meyer-Magister, Evangelische Akademie Tutzing
Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger, Leiterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in München
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB, Nürnberg

Mehr zum Thema

Programm

icon button icon button Programm
9.30 Uhr

Ankommen

9.45 Uhr
Begrüßung
Dr. Barbara Hepp
Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger
Dr. Hendrik Meyer-Magister
10.00 Uhr
Grußwort
Regionalbischof Thomas Prieto-Peral
10.15 Uhr
„Das Herz wird nicht dement.“

Erfahrungen einer Seelsorgerin

Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger
10.45 Uhr
Meine Erfahrungen mit Demenz

Austausch in Kleingruppen

11.30 Uhr
Sorgen für Menschen mit und um Demenz, Ethische und ekklesiologische Perspektiven
Prof. Dr. Arne Manzeschke
12.30 Uhr

Mittagspause

13.45 Uhr
DemenzGuide für Angehörige und Pflegende

Eine digitale Unterstützung für Angehörige dementiell Erkrankter

Michael Thoma
14.15 Uhr
Kirche und Diakonie im Sorgenetzwerk

Gute Beispiele vor Ort und bei den Menschen

Dorothea Bergmann
Dr. Maria Kotulek
15.15 Uhr

Kaffeepause

15.30 Uhr

Austausch im Plenum, Erkenntnisse, offene Fragen, bleibende Herausforderungen

16.15 Uhr

Verabschiedung

Veranstaltungsleitung

Dr. Hendrik Meyer-Magister
ehem. Stellvertretender Akademiedirektor / Studienleitung für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care

Referierende

BETEILIGTE
 
Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger, Seelsorgerin im Altenheim, Lehrsupervisorin (DGfP), Paar- und Familientherapeutin (GaG); bis 2019 Vorsitzende des Unterausschusses für Ethik in Medizin und Biotechnik der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Leiterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in München
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Professor für Ethik und Anthropologie an der Evangelischen Hochschule Nürnberg; Mitglied des Unterausschusses für Ethik in Medizin und Biotechnik der Synode sowie Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Nürnberg    
Michael Thoma, Pfarrer; Beauftragter für Beauftragter für Altenheimseelsorge in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, München
Oberkirchenrat Thomas Prieto Peral, Regionalbischof im Kirchenkreis München und Oberbayern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, München
Dr. Maria Kotulek, Religionspädagogin, Theologin und Pastoralreferentin; Fachreferentin für Demenz im Erzbischöflichen Ordinariat der Erzdiözese München und Freising, München
Dorothea Bergmann, Pfarrerin, Supervisorin und zertifizierte Trainerin für Ethikberatung (AEM); Leiterin der Fachstelle Spiritualität – Palliative Care – Ethik – Seelsorge (SPES) der Diakonie München und Oberbayern, München
 
TAGUNGSLEITUNG:
Dr. Hendrik Meyer-Magister, Stellv. Direktor und Studienleiter an der Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Barbara Hepp, Direktorin der Evangelischen Stadtakademie München
Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger, Leiterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in München
 
 
KONZEPTION UND PLANUNG
 
Dr. Hendrik Meyer-Magister, stellv. Direktor und Studienleiter an der Evangelische Akademie Tutzing       
Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger, Leiterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in München
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB, Nürnberg
Kirchenrätin Dr. Tanja Stiehl, Beauftragte für ethische Fragestellungen im Landeskirchenamt der ELKB, München

Ort & Infos

Evangelische Stadtakademie München

Herzog-Wilhelm-Str. 24

80331 München

Anreise:

U1, U2, U3, U6 Haltestelle Sendlinger Tor (Ausgang Sendlinger Straße)

U4, U5 und alle S-Bahnen Haltestelle Karlsplatz

Tram 16,17,18,27 Sendlinger Tor

Vom Hauptbahnhof aus: am besten zu Fuß (10 Minuten)

Vom Flughafen München aus: S 1 oder S 8 bis Karlsplatz

 

 

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de