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Bild Nicht vergessen! Gemeinsam sorgen für Menschen mit Demenz (Weiden/Oberpfalz)

Nicht vergessen! Gemeinsam sorgen für Menschen mit Demenz (Weiden/Oberpfalz)

26. Januar 2024

Tagung reise info Weiden in der Oberpfalz
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Inhalt

DAS THEMA „DEMENZ“ WIRD GRÖSSER, DENN DIE ZAHL DER BETROFFENEN WÄCHST. 

                                                                                                                                      Reimer Gronemeyer

An der Supermarktkasse kramt der alte Herr lange im Portemonnaie, steckt dann den Zwanzigeuroschein wieder weg und zahlt seine Packung Toastbrot mit einem Fünfziger. Die Banknachbarin im Gottesdienst singt kräftig und schön mit wie eh und je. Beim zweiten Blick fällt auf: sie hält das Gesangbuch auf dem Kopf. Zum Kaffee der Seniorinnen- und Seniorengruppe der Nachbarschaftshilfe steht Salz und Pfeffer auf dem Tisch.

Nicht alles deutet gleich auf eine Demenz. Aber die Zahl der Menschen mit demenziellen Veränderungen nimmt zu und wird weiter zunehmen, wenn in unserer alternden Gesellschaft zukünftig immer mehr Menschen bei guter körperlicher Verfassung immer älter werden. Das Zusammenleben mit demenziell veränderten Menschen wird Alltag werden, auch abseits spezialisierter Angebote – und das soll auch so sein! Menschen mit Demenz gehören in die Mitte, nicht an den Rand unserer Quartiere, Nachbarschaften, Kommunen und Gemeinden.

Umso mehr braucht es Aufmerksamkeit im täglichen Miteinander, um menschenfreundlich und lebensdienlich mit Demenz umzugehen, als selbst betroffene, als pflegende oder als angehörige Person, als Nachbarn oder in der Gemeindegruppe. Denn eins ist sicher: Auch wenn sich Verhaltensweisen verändern, die kognitiven Fähigkeiten, die Orientierung im Alltag und die verbale Ausdrucksfähigkeit abnehmen, bleiben Betroffene auf Kontakt, Austausch und Beziehungen angewiesen. Zugleich werden die hergebrachten Sorgestrukturen brüchig: Familien leben nicht mehr über Generationen zusammen, besonders in den Städten werden Nachbarschaften anonymer. Demenz verstärkt die Einsamkeit schnell, und das Leben im angestammten Umfeld ist bald nicht mehr möglich.

Kirche und Diakonie engagieren sich besonders für die Schwachen und Vulnerablen in unserer Gesellschaft. Es gibt bereits viele hervorragende und professionelle Angebote für Menschen mit Demenz, nicht nur – aber auch – in kirchlicher und diakonischer Trägerschaft. Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen können ein wichtiger Baustein in den regionalen und lokalen Sorgenetzwerken für Menschen mit Demenz sein. Dafür bedarf es der Vernetzung mit anderen Akteuren in den Sozialräumen und eine Sensibilität in allen Arbeitsbereichen für das Thema „Demenz“! Wie kann gemeinsam für Menschen mit Demenz gesorgt werden? Was kann hier der spezifische Beitrag von Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen sein?

In einer Reihe von Veranstaltungen fragen wir nach Erfahrungen mit Demenz, lassen Menschen zu Wort kommen, die am jeweiligen Ort in Projekten engagiert sind und stellen weitergehende ethische und kirchentheoretische Reflexionen zur Sorge für Menschen mit und um Demenz an. Wir laden Sie herzlich ein, damit Menschen mit demenziellen Veränderungen, ihre Angehörigen und Pflegenden in unseren Quartieren, Gemeinden und Einrichtungen nicht vergessen werden!      

Dr. Hendrik Meyer-Magister, stellv. Direktor und Studienleiter an der Evangelische Akademie Tutzing Stadtdekanin i.R.                             
Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger, Leiterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in München                                                                           
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB, Nürnberg   

Programm

icon button icon button Programm
9.30 Uhr

Ankommen

9.45 Uhr
Begrüßung
Bettina Hahn
Dr. Ehrenfried Lachmann
Dr. Hendrik Meyer-Magister
10.00 Uhr
Grußwort
Dekan Thomas Guba
10.15 Uhr
„Das Herz wird nicht dement.“

Erfahrungen einer Seelsorgerin

Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger
10.45 Uhr
Meine Erfahrungen mit Demenz

Austausch in Kleingruppen

11.30 Uhr
Sorgen für Menschen mit und um Demenz, Ethische und ekklesiologische Perspektiven
Prof. Dr. Arne Manzeschke
12.30 Uhr

Mittagspause

13.45 Uhr
DemenzGuide für Angehörige und Pflegende

Eine digitale Unterstützung für Angehörige
dementiell Erkrankter

Michael Thoma
14.15 Uhr
Kirche und Diakonie im Sorgenetzwerk

Gute Beispiele vor Ort und bei den Menschen

Lebenplus - eine Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren

Arbeit mit Angehörigen von Menschen mit Demenz

Stefanie Baier
Alexandra Beyer
SEGA e.V. - Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter

Sportpaten für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

MariA Müller
Netzwerk "Mein Daheim" - Kommunale Wohnberatung

Wohnberatung mit Demenz

Isolde Guba
15.15 Uhr

Kaffeepause

15.30 Uhr

Austausch im Plenum, Erkenntnisse, offene Fragen, bleibende Herausforderungen

16.15 Uhr

Verabschiedung

Veranstaltungsleitung

Dr. Hendrik Meyer-Magister
ehem. Stellvertretender Akademiedirektor / Studienleitung für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care

Referierende

BETEILIGTE
 
Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger, Seelsorgerin im Altenheim, Lehrsupervisorin (DGfP), Paar- und Familientherapeutin (GaG); bis 2019 Vorsitzende des Unterausschusses für Ethik in Medizin und Biotechnik der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Leiterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in München
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Professor für Ethik und Anthropologie an der Evangelischen Hochschule Nürnberg; Mitglied des Unterausschusses für Ethik in Medizin und Biotechnik der Synode sowie Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Nürnberg                                                                                                                                                                                                  
Michael Thoma, Pfarrer; Beauftragter für Beauftragter für Altenheimseelsorge in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, München
Stefanie Baier, Dipl.-Betriebswirtin (FH); Quartiersmanagerin LEBENplus und Seniorenbeauftragte der Stadt Kemnath
Alexandra Beyer, examinierte Altenpflegerin, tätig in der Tagespflege Hutzastubn Kemnath; ehrenamtliche Leiterin einer Angehörigengruppe im Netzwerk LEBENplus, Krummennaab
Isolde Guba, examinierte Krankenschwester; Zertifizierte Wohnberaterin für ältere und behinderte Menschen in der Kommunalen Wohnberatungsstelle des Landkreises Tirschenreuth
Dekan Thomas Guba, Dekan im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk Weiden
Maria Müller, Mitarbeiterin im Projekt „Sportpate“ des Vereins zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter (SEGA e.V.), Sulzbach-Rosenberg
KONZEPTION UND PLANUNG
 
Dr. Hendrik Meyer-Magister, stellv. Direktor und Studienleiter an der Evangelische Akademie Tutzing Stadtdekanin i.R.
Bettina Hahn, Geschäftsführerin und pädagogische Leitung des Evangelisches Bildungswerk Oberpfalz
Dr. Ehrenfried Lachmann, Leiter des Freundeskreises der Evangelischen Akademie in Weiden
                   
 

 

Ort & Infos

Martin-Schalling-Haus
Hans-Sachs-Str. 19
92637 Weiden
Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de