Transformateure
Wie können Wirtschaft und Gesellschaft künftig aussehen, wenn sie nicht mehr auf materielles Wachstum, sondern auf Freiheit, Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.
Findhorn, Sieben Linden, ZEGG oder Schlossgemeinschaft Tempelhof: Die Namen dieser Orte gelebter Utopie sind Kennern der Szene wohl bekannt, sind Chiffren für die Sehnsucht nach einem Leben in Gemeinschaft und in Einklang mit der Natur. Einige dieser Dörfer existieren seit Jahrzehnten, gleichzeitig gründen sich jedes Jahr viele vergleichbare Gemeinschaften im Deutschland neu. Jede davon hat ihre Besonderheit: Ökologisches Bauen, Permakultur, Entscheiden im Konsens, Gemeinschaftsbildung oder Spiritualität. Alle stehen sie vor Herausforderungen wie der Abgrenzung von Privatem in Gemeinschaft, Freiheit versus Verantwortung, Verteilung von Arbeit und Einkommen oder dem Umgang mit Konflikten und unterschiedlichen Werteinstellungen.
Das Ringen um Lösungen ist dabei oft langwierig und aufreibend. Und dennoch lohnend – nämlich dort, wo derlei „intentionale Gemeinschaften“ eine konkrete Alternative schaffen zum kapitalistischen System und zu seiner Wachstumslogik. Während „draußen“ die Globalisierung voranschreitet und in ihrer heutigen Form mit Klimawandel, Ungleichheit, Lobbyismus und Krieg einhergeht, scheinen die Ökodörfer einen kleinen, schützenden Raum zu bieten, um neue Lebensformen zu erproben.
Wie aber „funktioniert“ das Leben in einem Ökodorf? Welche ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Innovationen werden dort entwickelt? Welche dieser Innovationen und Erfahrungen können für die gesamte Gesellschaft wegweisend sein? Ist das Leben im Ökodorf eine Form von Weltflucht oder sind die neuen Gemeinschaften Zukunftslabore für die anstehende „Große Transformation“ unserer Gesellschaft?
Wir laden Sie herzlich ein, all diese Fragen mit Ökodorf-BewohnerInnen und WissenschaftlerInnen auf unserer Tagung zu diskutieren. Und nicht nur das: In Workshops kann selbst erprobt werden, welche Methoden im jeweils eigenen Kontext fruchtbar gemacht werden können – im urbanen Raum, beim Zusammenleben in Familien und Wohngemeinschaften, in Unternehmen, in der politischen Arbeit und für sich selbst.
Katharina Hirschbrunn, Studienleiterin, Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Manuel Schneider, Geschäftsführer, Selbach-Umwelt-Stiftung
Anreise ab 13.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Kaffeepause
Abendessen
Informelle Gespräche in den Salons
Klimaneutrale Tagung
Die Veranstalter streben eine möglichst „klimaneutrale“ Tagung an. Das bedeutet: Die CO2-Emissionen, die durch Anreise und Verpflegung der Referierenden und Tagungsgäste, durch Drucksachen, deren Versand sowie durch die Organisation der Tagung entstehen, werden durch entsprechende Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert. Die Mittel hierfür werden von der Selbach-Umwelt-Stiftung zur Verfügung gestellt.Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de