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Olga Golos – Weiß, Ausstellung Dazwischen
Kunstausstellungen

Olga Golos – Dazwischen

07. Juni – 03. Oktober 2025

Ausstellung reise info Tutzing reise info Kunst & Kultur
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Inhalt

In der Ausstellung „Dazwischen“ entfaltet Olga Golos eine Auseinandersetzung mit der Fragilität von Raum und dessen Wahrnehmung. Diese manifestiert sich im subtilen und bisweilen herausfordernden Dialog zwischen der Installation „__Weiß“, der Serie „Flash Points“ und dem Schlosspark der Evangelischen Akademie Tutzing, wo sie bis Oktober 2025 zu sehen sein werden.

Im Zentrum steht „__Weiß“, eine 60-teilige monumentale Skulpturengruppe aus lackiertem Stahl und Acrylglas. Trotz der industriellen Materialien wirken die überdimensionalen, pflanzenartigen Gebilde erstaunlich zart und fragil. Sie reagieren auf jeden Windhauch und resonieren auf diese Weise mit ihrer Umgebung, indem sie deren Strukturen und Bewegungen gewissermaßen mimikrieren. Das milchig-matte Acryl bricht das Licht sanft, während die Stahlstrukturen zwischen geometrischer Klarheit und organischer Geste oszillieren. Abhängig vom Stand der Sonne erscheinen die Werke entweder in einem leuchtend reinen Weiß oder erwecken den Eindruck sich in der Luft gänzlich aufzulösen. Sie befinden sich in einem Schwebezustand zwischen An- und Abwesenheit.

Die Wahl der kulturell aufgeladenen Farbe Weiß ist in ihrer Bedeutung keineswegs neutral. Während das Weiß im Osten mit Trauer und der Idee der Transzendenz korreliert, steht es im Westen für Reinheit, Leere oder den Neuanfang. Diese Ambivalenz durchdringt die Arbeit – atmosphärisch wie konzeptionell. „__Weiß“ entfaltet in ihrer Ruhe eine stille Intensität, gerade weil sie in einem Moment der Flüchtigkeit existiert.

Ganz anders tritt die Serie „Flash Points“ in Erscheinung. Hier verdichten sich Golos’ ästhetische Strategien: strenge Symmetrie, industrielle Anmutung und reduzierte Form. Gefertigt aus pulverbeschichtetem Aluminium – einem Material, das technologische Präzision und Widerstandsfähigkeit des Maschinellen verkörpert, entziehen sich diese Objekte gängigen Deutungsmustern. Sie erinnern an flüchtige Flammen, fragile Kristalle und vereinen in sich Anklänge an utopische Architekturen des späten 19. Jahrhunderts, in denen Technik und Poesie eine fragile Allianz eingehen.

In der Begegnung zwischen „__Weiß“ und „Flash Points“ entsteht ein offener Resonanzraum, in dem sich Form, Linie und Leere durchdringen. Die Ausstellungschoreografie zielt darauf ab, den Betrachter auf eine Entdeckungsreise zu schicken, bei der man seinen Fokus auf Übergänge, auf Augenblicke des Umbruchs legt – vom Materiellen zum Immateriellen, vom Greifbaren zum Atmosphärischen und tradierte Strukturen und Muster in der Landschaft und umliegender Architektur für sich neu entdeckt und hinterfragt.

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Programm

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Besichtigungstermine:

05.07., 19.09. (Künstlerin anwesend) und 03.10.25 | jeweils 15 – 18 Uhr

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Tagungsorganisation
Telefon: 08158 / 251 0
info@eatutzing.de