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Bild Oskar Maria Graf – zum 50. Todestag!
Tutzinger Salon

Oskar Maria Graf – zum 50. Todestag!

28. Juni 2017

Tagung reise info Tutzing reise info Kunst & Kultur
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Inhalt

LIEBE FREUNDINNEN
UND FREUNDE DES TUTZINGER SALONS,
 
Der Salon ist Oskar Maria Graf gewidmet  und findet am 28. Juni 2017, seinem 50. Todestag, statt. 1881 am Starnberger See geboren, gehörte dieser kantige bayerische Schriftsteller schon in den zwanziger Jahren zu den Gegnern der Nationalsozialisten in der „Ordnungszelle Bayern". In der Folge musste er 1933 ins Exil gehen, was ihn auf einen Schlag seiner Lebens- und künstlerischen Grundlagen beraubte. Dem Dichter Oskar Maria Graf spürt an diesem Abend Josef Brustmann nach: Bühnenkünstler mit verwandten sprachlichen und lokalen Wurzeln. Der Historiker Andreas Heusler analysiert das Leben und Werk Grafs über Motive wie Heimat, Emigration und Politik, die helfen, diesem eigenwilligen Charakter näher zu kommen.
 
Mit Ihnen freut sich auf anregende Salonkultur im Jahr 2017
 
Dr. Ulrike Haerendel
Stellv. Akademiedirektorin und Studienleiterin

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Programm

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19.30 Uhr
Oskar Maria Graf zum 50. Todestag

Mit

und

Dr. Andreas Heusler

im Musiksaal der Evangelischen Akademie Tutzing

In seinem Vortrag begibt sich Andreas Heusler auf die Suche nach Konstanten und Brüchen im Leben Oskar Maria Grafs. Seine Annäherungen gelten dem Heimatschriftsteller – was war und wurde Grafs Heimat? – genauso wie dem politischen Utopisten und dem kritischen Feuilletonisten. Grafs durch die Nationalsozialisten ins Mark getroffene Beziehung zu München und Bayern erholte sich nie wieder richtig. Er fühlte sich zeit seines Lebens als Vertriebener, besuchte die Heimat nur noch auf Reisen. Ein unruhiges Herz blieb auch für seine persönlichen Beziehungen und seine Arbeiten als Literat prägend. Die großartigen Gedichte von Oskar Maria Graf sind nur wenigen Lesern bekannt. Josef Brustmann, noch von Grafs Tochter Annemarie Koch auf diese Spur gebracht, hat einige der schönsten Gedichte vertont und wird mit Stimme und Zither Grafs wunderbare Kunst zu neuem Leben erwecken.

Eintritt 10,– € / erm. 5,– € / Abendkasse

Einlass 19.00 Uhr / Anmeldung nicht erforderlich!

Veranstaltungsleitung

Dr. Ulrike Haerendel

Referierende

Josef Brustmann wuchs in Waldram bei Wolfratshausen auf, unter ständigem Singen, Musizieren und Lärmen einer Unzahl größerer Geschwister. Daraus resultierend die Entwicklung einer kräftigen Stimme und das Erlernen zahlreicher großer und möglichst lauter Instrumente (Tuba, Kontrabass, Klavier, Cello). Studium an der Hochschule für Musik, Heirat, drei Kinder. Zehn Jahre Lehramt an einem Münchner Gymnasium. Nach ausführlicher Psychoanalyse sofortige Niederlegung des Lehrmandats und neuer, riskanter Lebensentwurf: zweite Heirat, Patchwork-Familie, Kabarettist (Bairisch Diatonischer Jodel-Wahnsinn). Seit 2004 als Solokabarettist unterwegs, erhielt Josef Brustmann Anfang 2016 den Deutschen Kabarettpreis. Die Jurybegründung pries vor allem seine künstlerische Vielfältigkeit und Neugier, die ihn in immer wieder neue Schaffensfelder lockte; so die literarisch-musikalische Zusammenarbeit mit Roger Willemsen und Joachim Król (Hymnen an den Schlaf) oder das gemeinsame Programm mit Marianne Sägebrecht: Sterbelieder fürs Leben.
 
Andreas Heusler ist Historiker. Er arbeitet seit vielen Jahren am Münchner Stadtarchiv und engagiert sich in der Erinnerungspolitik der Stadt. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur NS-Verfolgungsgeschichte, besonders in München, geschrieben, viele Projekte kuratiert und Sammelbände herausgegeben. Mit „Lion Feuchtwanger. Münchner –  Emigrant – Weltbürger“ wurde 2014 sein erstes biografisches Werk veröffentlicht, das ihn auch auf viele Verbindungslinien zu Oskar Maria Graf gebracht hat.
 

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Tagungsorganisation
Telefon: 08158 / 251 0
info@eatutzing.de