Regiert die FDP künftig im Bund wieder mit?
21. Juni 2021
TagungInhalt
Bei der letzten Bundestagswahl 2017 war ein Jamaika-Bündnis mit Union und Grünen nach langen Verhandlungen zum Greifen nah. Doch FDP-Chef Christian Lindner stieg damals aus den Koalitionsverhandlungen aus. Die Begründung: „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“
Auch 2021 ist eine Jamaika-Koalition eine denkbare Option – mit einer gegenüber 2017 laut Umfragen gestärkten FDP. Ebenfalls nicht auszuschließen eine Ampel-Koalition mit Grünen und SPD. Auf einem dreitägigen digitalen Parteitag Mitte Mai beschrieb Lindner Kriterien für die Beratungen nach der Wahl. Demnach soll es höhere Steuern mit der FDP nicht geben. Dennoch sendet er das klare Signal aus, dass die FDP diesmal mitregieren will. Und daraus, dass er sich mit Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet gut versteht, macht er keinen Hehl.
Das Wahlprogramm der FDP steht unter dem Titel „Nie gab es mehr zu tun“. Sie will u.a. den Staat mit mehr Digitalisierung und weniger Bürokratie handlungsfähiger machen, Unternehmertum und Wirtschaft stärken, um mit Wachstum aus der Krise zu kommen. Unklar bleibt, wie die zahlreichen Investitionsvorhaben bei gleichzeitig deutlichen Steuersenkungen realisiert werden können. Wohin steuert die FDP? Und was heißt heute eigentlich liberal?
Zur Diskussion dieser und weiteren Themen mit Angelika Finkenwirth (Zeit Online) und Johannes Leithäuser (Frankfurter Allgemeine Zeitung) lade ich Sie herzlich zur Online-Veranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing ein! Sie ist Teil unserer Reihe „Zur Bundestagswahl“, in der wir uns mit ausgewählten Parteien beschäftigen. Im Februar ging es um CDU/CSU im Mittelpunkt, am 17. Mai um Bündnis 90/Die Grünen und am 7. Juni steht die SPD im Mittelpunkt.
Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Mitglied der Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) e.V., Berlin
Programm
Podiumsdiskussion mit
und
Moderation:
vorauss. Ende der Veranstaltung
Veranstaltungsleitung
Pfr. Udo Hahn
AkademiedirektorReferat für Theologie, Politik, Ökumene, Medien
Referierende
Angelika Finkenwirth, studierte Germanistik und volontierte beim Nachrichtenmagazin „Focus“. Ihre theoretische Ausbildung erhielt sie an der Deutschen Journalistenschule in München. Sie arbeitete unter anderem für die „Süddeutsche Zeitung“, „Welt am Sonntag“, „Die Welt“, „Magazin Schule“ sowie mehrere Publikationen aus dem Bereich Wirtschaft. Seit 2013 arbeitet sie als Redakteurin im Ressort Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei Zeit Online. Sie ist Autorin für innenpolitische Themen, vor allem aus dem Bereich Arbeitsmarkt, Schule, Soziales und rund um die FDP.
Johannes Leithäuser, studierte Geschichte, Volkswirtschaft und Politik in Heidelberg und Hamburg. Er trat 1988 in die politische Nachrichtenredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein, wechselte im Sommer 1990 in die Berliner Redaktion. Leithäuser begleitete das Ende der DDR, die Anfänge der wiedererstandenen Bundesländer Sachsen-Anhalt und Mecklenburg- Vorpommern, befasste sich dann im Berliner Parlamentsbüro mit Innen- und Außenpolitik, mit der PDS und der CDU/CSU. Von 2007 an war er fünf Jahre lang Korrespondent in London tätig bevor er im Sommer 2012 nach Berlin zurückkehrte.
Ort & Infos
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Schlossstraße 2+4
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