Inhalt
Roboter (er)leben
Die Erfahrung mit Robotern ist so fremd wie faszinierend. Selbst Roboter mit einfachstem Äußeren erregen unsere Aufmerksamkeit, rühren an und ziehen in den Bann. Auch wenn klar ist, dass es sich hier um Maschinen handelt, so rufen Roboter mit ihren Aktionen und Signalen etwas in uns Menschen hervor, das über reine Mechanik, Elektronik und Funktion hinausgeht. Was ist das, und wie können wir das besser verstehen?
Roboter – wörtlich übersetzt sind das Arbeiter. Roboter sind Maschinen, aber keine Arbeitsmaschinen im herkömmlichen Sinne. Aber auch sie sollen die ihnen zugewiesene Arbeit präzise erledigen, ohne soziale Ansprüche damit zu verbinden oder gar Widerspruch zu erheben. Das ist eine ideale Vorstellung, die mit ihnen verbunden wird. Derzeit wird diese Vorstellung auf andere Bereiche ausgedehnt: Roboter sollen auch im Sozialen, d. h. in der Pflege, in der sozialen Arbeit, in Verwaltungen und öffentlichen Einrichtungen, präzise und effizient die ihnen zugewiesene Arbeit erledigen, ohne soziale Irritationen zu verursachen. Kann das gut gehen? Sind soziale Interaktionen nicht grundsätzlich von Interpretationen begleitet und damit anfällig für Missverständnisse? Vielleicht aber können wir Menschen mit Robotern deshalb sinnvoll interagieren, weil künstliche Intelligenzen auf genügend Daten aus unserem sozialen Handeln zugreifen und sie uns so sozial adäquat begegnen können? Aber, was ist adäquat bei einem Roboter? Was betrachten wir Menschen als adäquat, wenn wir uns an Roboter gewöhnen? Wie müsste so ein Roboter beschaffen sein? Wer kann so etwas konstruieren?
Es sind Menschen, die Roboter und die ihnen zugehörige künstliche Intelligenz konstruieren. Und so sind es auch menschliche Entscheidungen, ob wir Roboter zu unseren Kooperationspartnern, zu unseren sozialen Begleitern, vielleicht sogar zu sozialen Gegenüber mit Pflichten und Rechten machen – und zu welchen Bedingungen? Und was erwarten wir Menschen davon? Welche Verluste werden wir verzeichnen?
Die 7. Fachtagung »Technik – Ethik – Gesundheit« widmet sich diesen Fragen und dem weiteren Themenkreis der Digitalisierung im Gesundheitswesen in einer Reihe von Fachvorträgen und Workshops. Eingeladen sind alle mit Interesse am Thema.
Pfr. i.R. Frank Kittelberger
ehemals Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing
ehemals Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. Arne Manzeschke
Professor für Anthropologie und Ethik der Gesundheitsberufe an der EVHN, Leiter der Fachstelle für Ethik
und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB
Professor für Anthropologie und Ethik der Gesundheitsberufe an der EVHN, Leiter der Fachstelle für Ethik
und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB
Prof. Dr. Arne Manzeschke
8.30 Uhr
Anreise & Kaffee
9.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Präsidentin der EVHN Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Prof. Dr. Arne Manzeschke
9.30 Uhr
Was macht Roboter intelligent?
Sebastian Schleidgen, M.A.
10.45 Uhr
Kaffeepause
11.15 Uhr
Roboter (er)leben
– Faszination und Irritation in der Begegnung zwischen Mensch und Roboter
Prof. Dr. Jochen Steil
Prof. Dr. Arne Manzeschke
12.30 Uhr
Mittagsimbiss
13.30 Uhr
Roboter und Pflege
Prof. Dr. phil. Hülsken-Giesler
14.45 Uhr
Workshops
Mit Einführung und Kurzimpulsen (15 Minuten) – dann 2 Workshop-Durchgänge á 40 Minuten
Bericht aus dem Pflegepraxiszentrum Nürnberg zu aktuellen Entwicklungen in der digitalisierten Gesundheitsversorgung
Tanja Dittrich
Marlene Klemm
Jacqueline Würdig
Roboter in sozialen und öffentlichen Einrichtungen
Dr. Carolin Straßmann
Menschen- und Maschinenbilder in der Technikentwicklung
Dr. phil. Galia Assadi
Theresa Wehrle, M.Sc.
Virtual Reality zur Unterstützung von Blinden
Prof. Dr. Timo Götzelmann
Intelligentes Pflaster bei Menschen mit Demenz
Rita Zöllner
Assistenzsysteme für den Alltag
– Beispiele aus den Bereichen Gesundheit und Pflege, Smart Home und Mobilität
Prof. Dr.-Ing. Petra Friedrich
Andreas Hechtl, B.Eng.
16.30 Uhr
Kaffeepause
17.00 Uhr
Workshoprunde 3. Durchgang
18.00 Uhr
Programmende für diesen Tag
Abendessen mit den Referent*innen
Veranstaltungsleitung
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Freier MitarbeiterProf. Dr. Arne Manzeschke
Referierende
Dr.in phil. Galia Assadi, Philosophin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Evangelische Hochschule Nürnberg
Tanja Dittrich, Pflegepraxiszentrum Nürnberg
Dr.in phil. Doris Fölsch, Dipl. Gesundheits- und Krankenschwester, Studium der Philosophie mit Schwerpunkt Ethik im Gesundheitswesen, mehrere langjährige berufliche Aufenthalte im Ausland. Freiberufliche Ethikberaterin, als Referentin und in der Fort- und Weiterbildung sowie als Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen und Universitäten
Prof.in Dr.in Ing. Petra Friedrich, Hochschule für angewandte Wissen-schaften Kempten, Fakultät Elektrotechnik, AAL Labor, AAL Living Lab und Labor für Akustik
Prof. Dr. Timo Götzelmann, Interaktive Systeme, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Andreas Hechtl, B.Eng., Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, Projektingenieur CARE REGIO
Prof. Dr. phil. Manfred Hülsken-Giesler, Universität Osnabrück, Institut für Gesundheitsforschung und Bildung, Fachgebiet Pflegewissenschaft
Pfr. i.R. Frank Kittelberger, Ehemals Studienleiter für Ethik in Medi-zin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing
Marlene Klemm, Pflegepraxiszentrum Nürnberg
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Leiter des Instituts für Pflegeforschung, Gerontologie und Ethik, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen, Evangelische Hochschule Nürnberg
Sebastian Schleidgen, M.A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Emmy Noether Forschungsgruppe »Das Phänomen der Interaktion in der Mensch-Maschine-Interaktion« (Institut für Philosophie, Junior-professur für Medizinethik, FernUniversität in Hagen)
Prof. Dr. Jochen Steil, Leiter des Instituts für Robotik and Prozess-informatik (IRP), Technische Universität Braunschweig
Dr.in Carolin Straßmann, Lehrkraft für besondere Aufgaben, Institut für Informatik, Hochschule Ruhr West, Campus Bottrop
Theresa Wehrle, M.Sc., Psychologin, Institut für Robotik and Prozess-informatik (IRP), Technische Universität Braunschweig
Jacqueline Würdig, Pflegepraxiszentrum Nürnberg
Rita Zöllner, M.Sc., Institut für Pflegeforschung, Gerontologie und Ethik, IPGE Nürnberg
Ort & Infos
Veranstaltungsort
Evangelische Hochschule Nürnberg
Eingang Roonstr. 27, Hörsaal S 18
90429 Nürnberg
Evangelische Hochschule Nürnberg
Eingang Roonstr. 27, Hörsaal S 18
90429 Nürnberg
Kontakt
Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de
