Rohstoffwende Metalle
24. – 26. Februar 2023
TagungInhalt
ROHSTOFFWENDE METALLE – JETZT AUF DEN WEG BRINGEN
Probleme in den globalen Lieferketten und Befürchtungen um die Versorgungssicherheit bei Technologiemetallen bringen die Rohstoffpolitik auf die Agenda. Der angekündigte European Critical Raw Materials Act sowie die geplante nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie sind wichtige nächste Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Rohstoffpolitik.
Tatsächlich geht es um den Einstieg in eine grundlegende Rohstoffwende Metalle. Diese ist in ihrer Tragweite der Energiewende, der Mobilitätswende und der digitalen Transformation vergleichbar. Zugleich ist sie die Voraussetzung zum Gelingen dieser grundlegenden transformativen Veränderungen. Zur Initiierung dieses Bausteins der Nachhaltigkeitstransformation ist der sich herausbildende Konsens hilfreich: Ein nachhaltiger Umgang mit Metallen – Basismetallen ebenso wie Technologiemetallen – ist die Voraussetzung für eine sozial-ökologische Transformation in Richtung Nachhaltigkeit. Postfossil ist möglich, postmetallisch nicht. Dabei ist zu beachten: Der Aufwand für die Gewinnung der Metalle steigt – ob primär gewonnene Metalle oder Recyclingmetalle.
Bei der Rohstoffwende geht es um
• eine Senkung des absoluten Niveaus des Verbrauchs natürlicher Rohstoffe;
• den Ausbau einer Metallrecycling-Infrastruktur und entsprechender Recycling-Cluster;
• die Weiterentwicklung von einer abfallwirtschaftlich geprägten Kreislaufwirtschaft zu einer Circular Economy;
• die soziale und ökologische Dimension der Rohstoffwende, um Ressourcengerechtigkeit und Nachhaltigkeitsstandards in den Rohstofflieferketten zu gewährleisten;
• belastbare Datengrundlagen, damit die nichtnachhaltige Nutzung von Metallen, ihre dissipative Verschwendung, ebenso erfasst wird wie Fortschritte in Richtung einer verbesserten Kreislaufführung und Ressourcenschonung;
• alternative Geschäftsmodelle ausgehend von Service und gewünschten Funktionen.
• eine Senkung des absoluten Niveaus des Verbrauchs natürlicher Rohstoffe;
• den Ausbau einer Metallrecycling-Infrastruktur und entsprechender Recycling-Cluster;
• die Weiterentwicklung von einer abfallwirtschaftlich geprägten Kreislaufwirtschaft zu einer Circular Economy;
• die soziale und ökologische Dimension der Rohstoffwende, um Ressourcengerechtigkeit und Nachhaltigkeitsstandards in den Rohstofflieferketten zu gewährleisten;
• belastbare Datengrundlagen, damit die nichtnachhaltige Nutzung von Metallen, ihre dissipative Verschwendung, ebenso erfasst wird wie Fortschritte in Richtung einer verbesserten Kreislaufführung und Ressourcenschonung;
• alternative Geschäftsmodelle ausgehend von Service und gewünschten Funktionen.
Viel ist von Design für Recycling die Rede, der Beachtung der Rezyklierbarkeit von Metallen von Anfang an. Tatsächlich muss dabei die Funktionalisierung von Metallen mit bedacht werden. Die Entwicklungsdynamik in Richtung einer immer weitergehenden Vermischung von Metallen kann nicht länger als zielführend und immer wünschenswert vorausgesetzt werden. Im Gegenteil: Die Frage nach den Funktionen muss mit gestellt werden.
Wir laden alle an Metallen Interessierten, mit Metallen Arbeitenden und alle, die bei der Initiierung einer Rohstoffwende Metalle aktiv sind, sehr herzlich zum Austausch nach Tutzing ein. Herzliche Einladung auch zum offen ausgeschriebenen Tagungsteil (siehe gesonderte Ausschreibung). Willkommen in Tutzing!
TAGUNGSTEAM
Prof. Dr. Martin Faulstich, Lehrstuhl Ressourcen- und Energiesysteme, TU Dortmund und INZIN e.V. – Institut für die Zukunft der Industriegesellschaft, Düsseldorf
Dr. Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing und Transformateure, Tutzing
Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Institut für nachhaltige Chemie, Universität Lüneburg und Research and Education Hub, International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (ISC3), Bonn
Prof. Dr. Martin Faulstich, Lehrstuhl Ressourcen- und Energiesysteme, TU Dortmund und INZIN e.V. – Institut für die Zukunft der Industriegesellschaft, Düsseldorf
Dr. Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing und Transformateure, Tutzing
Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Institut für nachhaltige Chemie, Universität Lüneburg und Research and Education Hub, International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (ISC3), Bonn
Anreise ab 16.00 Uhr
18.00 Uhr
Beginn der Tagung mit dem Abendessen
19.00 Uhr
Rohstoffwende Metalle – Zielrichtung Ressourcenschonung und Circular Economy
Begrüßung & Einführung
Prof. Dr. Martin Faulstich
19.15 Uhr
Design – Funktionalisierung – Rezyklierbarkeit und Ressourcenschonung von Metallen von Anfang an mitdenken
Prof. Dr. Christa Liedtke
20.00 Uhr
Grundlegende Aufgaben für eine transformative Politik zur Versorgungssicherheit von Metallen und wirksamer Ressourcenschonung
(online zugeschaltet)
Franziska Brantner
20.30 Uhr
Diskussion
21.00 Uhr
Begegnungen und Gespräche in den Salons
Veranstaltungsleitung
Dr. Martin Held
Freier MitarbeiterReferierende
REFERIERENDE / TAGUNGSTEAM
Dr. Franziska Brantner, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesmini-sterium für Wirtschaft und Klimaschutz, Berlin (online zugeschaltet)
Dr. Rolf Buschmann, Referent für technischen Umweltschutz und Projektleitung Netzwerk Ressourcenwende beim BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.
Prof. Dr. Martin Faulstich, Lehrstuhl Ressourcen- und Energiesysteme, TU Dortmund und INZIN e.V. – Institut für die Zukunft der Industriegesellschaft, Düsseldorf
Dr. Christian Hagelüken, Director EU Government Affairs, Umicore, Hanau
Dr. Martin Held, Freier Mitarbeiter, Evangelische Akademie Tutzing und Trans-formateure – Akteure der großen Transformation, Tutzing
Dr. Kora Kristof, Leiterin Abteilung Nachhaltigkeitsstrategien, Ressourcen-schonung und Instrumente, Umweltbundesamt, Dessau
Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Direktor Institut für nachhaltige Chemie, Leuphana Universität Lüneburg und Direktor Research and Education, International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (ISC3), Bonn
Prof. Dr. Christa Liedtke, Industrial Design, Folkwang Universität der Künste, Essen und Leiterin Abt. Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Dr. Michael Liesegang, Wiss. Mitarbeiter Abteilung Recyclingrohstoffe, DERA – Deutsche Rohstoffagentur in der in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Berlin
Klaus Mertens, Wiss. Mitarbeiter Betriebsrat ZF Friedrichshafen AG, Standort Schweinfurt und Europäischer Betriebsrat ZF Friedrichshafen AG
Andreas Nolte, Director Integrated Managementsystems, Aurubis, Lünen
Michael Reckordt, Leiter Rohstoffpolitik, PowerShift, Berlin
Dr. Christina Saulich, Wissenschaftlerin Projekt Transnationale Governance-Ansätze für nachhaltige Rohstofflieferketten, SWP – Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Susanne Szech-Koundouros, Leiterin Unterabteilung Rohstoffpolitik, Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Berlin
Dr. Luis A. Tercero Espinoza, Leiter Geschäftsfeld Rohstoffe, ISI – Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, Karlsruhe
Prof. Dr. Anke Weidenkaff, Geschäftsführende Institutsleiterin Fraunhofer- Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS, Hanau/Alzenau und TU Darmstadt
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Kontakt
Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de