
Rohstoffwende Metalle voranbringen
21. – 23. November 2025
TagungInhalt
DIE VERSORGUNG MIT METALLEN FÜR ALLE DAUERHAFT SICHERN
Die geopolitischen Verwerfungen der letzten Jahre haben die Verwundbarkeit unserer Rohstoffversorgung drastisch vor Augen geführt. Exportkontrollen wie zum Beispiel bei kritischen Technologiemetallen wie Germanium, Gallium, und Dysprosium, unterbrochene Lieferketten und neue geopolitische Abhängigkeiten zwingen zum Handeln. Gleichzeitig verschärft sich der Druck auf die natürlichen Ressourcen durch die Energiewende, Mobilitätswende und Digitalisierung – der wachsende Bedarf an Batterien und Photovoltaik sind gute Beispiele dafür.
Die Rohstoffwende Metalle ist längst keine Option mehr, sondern Notwendigkeit. Sie erfordert einen grundlegenden Wandel: weg von der linearen Wegwerfwirtschaft, hin zu einer echten Kreislaufgesellschaft mit Ressourcenschonung als Leitprinzip. Der Umgang mit Metallen muss sich deshalb fundamental ändern. Bei der Transformation zu einer nachhaltigen Metallnutzung geht es um:
• die ressourcenschonende Nutzung von Metallen
• die Stärkung der Resilienz durch Diversifizierung und regionale Kreislauf-führung
• den systematischen Ausbau der Wieder-/Weiternutzung, der Reparatur-freundlichkeit und Recyclingfähigkeit von Metallen bereits im Design
• die Entwicklung von Recyclingclustern
• die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle (Service, Funktion) jenseits des reinen Metallverkaufs
• die Integration der digitalen Transformation in eine ressourcenschonende Circular Economy
• wirksame politische Rahmenbedingungen auf lokaler, nationaler und euro-päischer Ebene
• wirksame Vorschläge für die Gestaltung der sozial-ökologischen Dimension der Rohstoffwende Metalle für mehr Ressourcengerechtigkeit
Ein kultureller Wandel ist gefragt, von der Abfallwirtschaft zur echten Ressourcenschonung und Kreislaufgesellschaft, von der Rohstoffextraktion zur Materialerhaltung und Mehrfachnutzung, von kurzfristigen Effizienzgewinnen zur langfristigen Transformation. Die Frage nach der Funktionalisierung von Metallen muss neu gestellt werden – nicht jede technische Möglichkeit ist auch vor dem Hintergrund Nachhaltigkeit wünschenswert.
Die Tagung wendet sich an alle an der Rohstoffwende Metalle Interessierten. Gemeinsam wollen wir konkrete Schritte entwickeln, wie die Rohstoffwende Metalle in den kommenden Jahren gelingen kann. Herzlich willkommen in Tutzing!
Prof. Dr.-Ing. Christoph Helbig
Lehrstuhl für Ökologische Ressourcentechnologie, Universität Bayreuth
Dr. Martin Held
Evangelische Akademie Tutzing und Transformateure, Tutzing
Prof. Dr. Kora Kristof
Vizepräsidentin Digitalisierung und Nachhaltigkeit, Karlsruher Institutfür Technologie (KIT)
Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Klaus Kümmerer
Professur für Nachhaltige Chemie und Ressourcen, Leuphana Universität Lüneburg
16.00 Uhr
Dr. Martin Held
Begrüßung und Einführung
Das Tagungsteam stellt sich vor
11.05 Uhr
Anreise ab 14.30 Uhr
15.30 Uhr
Stehkaffee
16.15 Uhr
Reflexion: Was kann ich selber tun, um zu einer Transformation in Richtung einer nachhaltigen Metallnutzung beizutragen? Was ist auf politischer Ebene und in der Wirtschaft zentral?
Persönlicher Einstieg der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
16.30 Uhr
Rohstoffwende Metalle - vor welchen Aufgaben stehen wir?
Paneldiskussion zu Leitfragen mit
Martin Hauser
Dr. Susanne Kadner
Prof. Dr. Christa Liedtke
18.00 Uhr
Abendessen
19.00 Uhr
Reparaturfreundlichkeit - Wie zerlegt man ein Smartphone?
19.30 Uhr
Ressourcen, Reserven, Resilienz
Impacts der geopolitischen Entwicklungen und Verwerfungen für die Rohstoffwende Metalle
Paneldiskussion zu Leitfragen mit
Dr. Christian Hagelüken
Dr. Paul Mählitz
21.00 Uhr
Begegnungen und Gespräche in den Salons
Veranstaltungsleitung
Dr. Martin Held
Freier MitarbeiterReferierende
REFERIERENDE & TAGUNGSTEAM
Constantin Bittner, AK Rohstoffe, PowerShift, Berlin
Sophia Falk, Sustainable AI Lab, Universität Bonn
Adrian Ganz, PolitikLabor und Transformateure, München
Dr. Lukas Gast, Lecturer Environmental Engineering, University College, London
Dr. Christian Hagelüken, langjährig Umicore und Mitglied UNEP Resource Panel, Hanau
Martin Hauser, Director Circular Solutions, Aurubis, Hamburg
Prof. Dr.-Ing. Christoph Helbig, Ökologische Ressourcentechnologie, Universität Bayreuth
Dr. Martin Held, Freier Mitarbeiter, Evangelische Akademie Tutzing und Transformateure, Tutzing
Dr. Andreas Heyl, Koordinator Tech Metal Transformation Challenge, SPRIND – Bundesagentur für Sprunginnovationen, Leipzig
Dr. Martin Hirschnitz-Garbers, Berater Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft, VDI ZRE Kompetenzzentrum für zirkuläre Wirtschaft und Ressourceneffizienz
Dr. Susanne Kadner, Circular Republic und UnternehmerTUM, München
Dr. Michael Krausa, Geschäftsführer Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen Batterien, Berlin
Prof. Dr. Kora Kristof, Vizepräsidentin Digitalisierung und Nachhaltigkeit, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Dr. Jakob Kullik, Internationale Politik, Technische Universität Chemnitz
Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Klaus Kümmerer, Direktor Institut für nachhaltige Chemie und Ressourcen, Leuphana Universität Lüneburg
Prof. Dr. Christa Liedtke, Leiterin Abt. Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Dr. Paul Mählitz, Deutsche Rohstoffagentur (DERA), Berlin
Klaus Mertens, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Betriebsrat ZF, Standort Schweinfurt und Transformateure
Dr. Burkhard Ohs, Chief Development Office, ContainerGrid, Bornheim
Prof. Dr. Stefan Pauliuk, Nachhaltiges Energie- und Stoffstrommanagement, Universität Freiburg
Michael Reckordt, Rohstoffpolitik, PowerShift, Berlin
Prof. Dr. Mario Schmidt, Institut für Industrielle Ökologie, Hochschule Pforzheim
Dr. Philipp Sprau, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, München
Dr. Lukas Wagner, Physik der Solar-Energiekonversion, Universität Marburg
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Kontakt
Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de