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Bild Sehen und gesehen werden: Teilhabe im Film

Sehen und gesehen werden: Teilhabe im Film

25. – 27. März 2022

Tagung reise info Tutzing
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Inhalt

„DU BRAUCHST GAR NICHT SPIELEN, SEI EINFACH WIE DU BIST,

UND DIE ROLLE IST: EIN DROGENDEALER.“
Hassan Akkouch
 
Diversität ist derzeit das Thema in der Filmbranche, auch in Deutschland. Vor und hinter der Kamera brodelt es. Von wessen Traum ist die Rede, wenn sich die Filmbranche als Traumfabrik stilisiert? Welche Ideale werden transportiert, welche Realitäten und Identifikationsvorlagen geprägt, wer darf dabei mitentscheiden? Kurz: Welche Geschichten werden erzählt, wie und von wem?        

Beschäftigte aus der Filmbranche berichten von Gewalterfahrungen und prekären Arbeitsverhältnissen. Schauspieler:innen werden für die immer gleichen stereotypen Rollen innerhalb von filmischen Welten gebucht, die selbst wiederum diskriminierende Strukturen reproduzieren.

Es muss sich noch vieles ändern! Der Mediensemiotiker Julian Ignatowitsch bringt es auf den Punkt: „Filme formen unser Weltbild und damit unsere Realität, das heißt, wenn wir im Kino nur prügelnde, pöbelnde, putzende Deutschtürken sehen, dann sehen wir sie plötzlich auch überall auf der Straße – und blenden alle nicht-prügelnden, nicht-pöbelnden, nicht-putzenden Deutschtürken oder Migranten aus. Klar ist: Einer Gesellschaft, einem menschlichen Miteinander kann das nicht guttun.“

Seit mehreren Jahren setzen sich zahlreiche Initiativen für mehr Gleichberechtigung und eine diversere Repräsentation in der deutschen Film- und Medienlandschaft ein, etwa Pro Quote Film, Queer Media Society, die MaLisa Stiftung oder aber auch das Bündnis Vielfalt im Film. Die Tagung nimmt die Ergebnisse und Erkenntnisse der letzten Jahre zur Grundlage, um gemeinsam mit unterschiedlichsten Vertreter:innen der Branche aktiv zu werden.

Wir möchten Raum für Austausch und Diskussion schaffen, in dem eine interessierte Öffentlichkeit mit Entscheider:innen und Filmschaffenden zusammenkommt, um die Zukunft der Filmbranche zu diskutieren und gemeinsam zu gestalten. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Dorothea Grass & Alix Michell, Evangelische Akademie Tutzing
Christoph Gröner, Künstlerischer Leiter Filmfest München
Julia Weigl, Programmerin Filmfest München

Mehr zum Thema

Programm

Fr, 25.03.2022 Sa, 26.03.2022 So, 27.03.2022
icon button icon button Programm
Alix Michell

Anreise ab 16.00 Uhr

16.30 Uhr
Begrüßung
Pfr. Udo Hahn

und

Diana Iljine
Im Vorprogramm:
Neue Ergebnisse zur Diversität des deutschen Kinos
Prof. Dr. Elizabeth Prommer
Gesprächsrunde mit
Dr. Maria Furtwängler
Prof. Dr. Elizabeth Prommer
18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr
Offizielle Tagungseröffnung
Dorothea Grass
Alix Michell
Christoph Gröner
Julia Weigl
Memo Jeftic
19.30 Uhr
Diversität: Warum jetzt?

Podiumsdiskussion mit

Sara Weber

Moderation:

Memo Jeftic
20.30 Uhr
Kurzfilme (D/GB)

Filmvorführung von „I am“

anschließend Filmgespräch mit

Jerry Hoffmann

und

Sheri Hagen

Filmvorführung von „The Black Cop“ von Cherish Oteka

mit Einführung von

Mia Bays

und

Melanie Hoyes
21.45 Uhr

Begegnungen und Gespräche in den Salons

Veranstaltungsleitung

Alix Michell
Studienleitung für Kunst, Kultur, Digitales und Gender

Referierende

REFERIERENDE
Fatima Abdollahyan, Redakteurin,Bayerischen Rundfunk, München
Helge Albers, Geschäftsführer MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Hamburg
Hatice Akyün, Journalistin, Autorin, Berlin
Mia Bays, Produzentin, Direktorin BFI Film Fund (Filmförderung des British Film Institute), London (UK)
Thelma Buabeng, Schauspielerin, Berlin und Zürich
Duc-Thi Bui, Drehbuchautor und Regisseur, Stuttgart
Dorothee Erpenstein, Geschäftsführerin FilmFernsehFonds Bayern, München
PD Dr. Özkan Ezli, Literatur- und Kulturwissenschaftler, Autor, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Konstanz
Sara Fazilat, Schauspielerin, Filmproduzentin, Drehbuchautorin, Berlin.
Dr. Maria Furtwängler, Ärztin, Schauspielerin und Produzentin, Stifterin und Vorstandsmitglied der MaLisa Stiftung, München
Christoph Gröner, Künstlerischer Leiter Filmfest München, München
Sheri Hagen, Schauspielerin, Berlin
Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Jerry Hoffmann, Regisseur, Schauspieler, München und Berlin
Nico Hofmann, Regisseur, Filmproduzent, Drehbuchautor und Geschäftsführer der UFA GmbH, Berlin
Melanie Hoyes, Industry Inclusion Executive at British Film Institute
Diana Iljine, Direktorin Filmfest München, München
Memo Jeftic, Produzent, Regisseur, Autor, Mainz
Haley Louise Jones, Schauspielerin (Hauptdarstellerin im Film „Ivie wie Ivie"), Köln
Narges Kalhor, Regisseurin, Drehbuchautorin, Videokünstlerin und Filmeditorin, München
Rosh Khodabakhsh, Produzentin DCM, Berlin
Matthijs Wouter Knol, Filmproduzent und Kurator für internationale Filmfestivals, Geschäftsführer und Direktor der Europäischen Film-Akademie, Berlin
Philipp Kreuzer, Produzent und Geschäftsführer Maze Pictures, Aufsichtsratsvorsitzender von German Films, München
Jan Krüger, Produzent, Verleiher Port au Prince Film & Kultur Pro-duktion GmbH, Berlin
Duc Ngo Ngoc, Regisseur, Berlin
Prof. Dr. Elizabeth Prommer, Direktorin des Instituts für Medien-forschung der Universität Rostock, Rostock
Tyron Ricketts, Moderator, Schauspieler, Produzent, Berlin
Boussa Thiam, Journalistin, Moderatorin, Berlin
Sara Weber, Journalistin, Medienberaterin, Digitalstrategin, München
Julia Weigl, Programmerin, Filmfest München, München
Christina Wolf, Journalistin, Moderatorin, München

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de