Politischer Club
Seit seinen Anfängen in 1954 ist der Politische Club ein Seismograph für die politische Debatte und eine Geburtsstätte reformerischer Impulse.

Freiheit – für Demokratinnen und Demokraten einer der drei Grundwerte: Liberté, Égalité, Fraternité – Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit.
Zugleich ist Freiheit ein oft und immer öfter missbrauchtes Wort. Als der amerikanische Präsident Donald Trump am 2. April 2025 prohibitive Zölle ankündigt, erklärt er diesen Tag zum „Liberation Day“, zum Tag der Freiheit. Auch Viktor Orbán, der mittlerweile abgewählte autoritäre Staatspräsident von Ungarn, gab sich als Freiheitskämpfer: „Die Freiheit ist kein Geschenk, sondern ein erkämpftes Recht.“ In Deutschland will die AfD laut ihrem Grundsatzprogramm „unser Land im Geist von Freiheit und Demokratie grundlegend erneuern und eben diesen Prinzipien wieder Geltung verschaffen“.
Von Rechtsaußen bedeutet das: alle Macht bündeln, statt sie im Sinne der Freiheit auf das Parlament, die Regierung und die Justiz zu verteilen. Überall, wo Autoritäre an die Macht kommen, bedrängen oder beseitigen sie auch die Freiheit der Wissenschaften, der Bildung, der Kultur, der Medien. Und sie spielen ein Grundrecht gegen das andere aus: Die Medienfreiheit beenge die Meinungsfreiheit, beteuern sie etwa.
Auf der einen Seite verlieren täglich viele Ukrainerinnen und Ukrainer ihr Leben, weil sie frei sein wollen. Auf der anderen Seite verwechseln nicht wenige Zeitgenossen Freiheit mit Rücksichtslosigkeit und purem Eigennutz. Unter Freiheit verstehen sie das Verbot von Verboten und nicht etwa die Definition von Immanuel Kant: Freiheit als „Unabhängigkeit von eines anderen nötigender Willkür“ (Metaphysik der Sitten).
Es gibt in disruptiver Zeit der Gründe genug, an der Sommertagung des Politischen Clubs grundsätzlich über Freiheit nachzudenken – Freiheit zu, Freiheit von, Freiheit für. Persönlichkeiten, deren Leben und Wirken um die Freiheit kreist, haben „Carte blanche“ und alle Freiheit, sich zur Freiheit zu äußern. Seien auch Sie mit dabei!
Pfr. Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Dr. h.c. mult. Roger de Weck, Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing
Anreise ab 16.00 Uhr
Abendessen
Begegnungen und Gespräche in den Salons
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Julia Bongers
Telefon: 08158 / 251-128
Fax: 08158 / 99 64 0
bongers@eatutzing.de