icon button icon button Veranstaltungen
Bild Sonntag in meinem Herzen – Das Leben des Malers Carl Spitzweg
Tutzinger Salon

Sonntag in meinem Herzen – Das Leben des Malers Carl Spitzweg

12. März 2014

Tagung reise info Tutzing reise info Kunst & Kultur
Kopieren Icon Link kopieren
Email Icon Per Email teilen

Inhalt

Mit ihrem Roman „Sonntag in meinem Herzen“ lädt uns Asta Scheib dazu ein, den Maler Carl Spitzweg, den wir bisher vielleicht nur als Erschaff er possierlicher Bildwerke kennen, neu zu entdecken. Aus vielen Quellen, nicht zuletzt seinen Bildern, hat die bekannte Schriftstellerin eine Romanfigur kreiert, von der wir gerne geneigt sind anzunehmen,
dass sie auch in Wirklichkeit genau so und nicht anders war: so liebenswert, gerade in ihren Brüchen und Unebenheiten, ist diese Figur.

Der Roman, aus dem die Autorin für uns beim Tutzinger Salon am 12. März lesen wird, ist allerdings nicht nur biographisch, er malt auch seinerseits ein farbenfrohes Bild von München und Bayern im 19. Jahrhundert mit vielen Gestalten und Facetten von der liebenswerten Hausdame bis zum schrulligen Malerkollegen, vom armseligen Dachkämmerchen bis zur repräsentativen Bürgerwohnung.

So nähern wir uns in diesem Salon einem bedeutenden Künstler aus ungewohnter Perspektive – dazu sind Sie herzlich eingeladen! Wie immer besteht im Anschluss an die Lesung Gelegenheit, mit der Autorin ins Gespräch zu kommen.

 
Dr. Ulrike Haerendel, stellv. Akademiedirektorin und Studienleiterin

Mehr zum Thema

Programm

icon button icon button Programm
19.30 Uhr
Sonntag in meinem Herzen

Das Leben des Malers Carl Spitzweg

Lesung mit

Asta Scheib

Carl Spitzweg wurde am 5. Februar 1808 als Sohn eines wohlhabenden Münchner Kaufmanns geboren. Der erfolgreiche, dominante Vater ordnete an, dass sein Sohn Carl Apotheker werden solle. In Carl entwickelte sich aber schon bald eine leidenschaft liche Neigung zum
Malen, von der Mutter gefördert, vom Vater strikt verboten. Erst nach dem Tod der Eltern, nach dem Verlust seiner großen Liebe, rettet sich Carl in das Studium der Malerei. Er reist nach London, Paris und Venedig, vor allem aber erwandert er sich Deutschland und sein geliebtes bayerisches Voralpenland. Er lernt bei berühmten Malern, kopiert geduldig und beharrlich die großen Niederländer in der Pinakothek. Sein Ruhm kommt eher spät, doch er ist ohnehin mehr als bescheiden und fast erstaunt, dass nun sogar der Hof bei ihm Bilder kauft.

Heute sind die berühmten Maler seiner Zeit fast vergessen, der bescheidene Carl Spitzweg dagegen hat endgültig das Lob der Fachleute: Er war ein großer, kraft voller, obsessiver Maler, dessen Bilder bis heute weltweit begehrt und kostbar sind. Auch war er einer der sorgfältigsten Chronisten seiner Zeit.

Veranstaltungsleitung

Dr. Ulrike Haerendel

Referierende

Asta Scheib begann ihre berufliche Laufbahn als Journalistin. Dabei lag ihr Schwerpunkt von vornherein auf dem Bereich literarisches Interview. Außerdem schrieb sie Kurzgeschichten. In den Siebziger Jahren wurde eine dieser Stories, ANGST VOR DER ANGST, von Rainer Werner Fassbinder verfilmt. Fassbinder war es auch, der Asta Scheib dazu überredete, den Stoff des Drehbuchs umzuarbeiten in einem Roman. Der Regisseur hielt das Thema für sehr wichtig. Die Fallstudie einer jungen Frau, die Depressionen hat und darüber in ihrer Umwelt nicht reden kann. Asta Scheib legte dann Anfang der Achtzigerjahre ihren ersten Roman vor, LANGSAME TAGE, der aus dem Drehbuch entstanden war. Inzwischen hat Asta Scheib um die dreißig Romane, Drehbücher und Kurzgeschichten veröffentlicht. Sie ist seit Mitte der Achtzigerjahre Mitglied im PEN und hatte einige Jahre den Vorsitz des Bayerischen Schriftstellerverbandes inne. Für ihre Verdienste um die deutsche Sprache wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Tagungsorganisation
Telefon: 08158 / 251 0
info@eatutzing.de