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Medizin Theologie Symposium

Sprechende Medizin und intelligente Maschinen

04. – 06. Oktober 2024

Tagung reise info Rothenburg ob der Tauber reise info Digitale Welten, Ethik & Gesundheit, Naturwissenschaft & Technik
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Inhalt

SPRICH NUR EIN WORT, SO WIRD MEIN KNECHT GESUND!

Der Hauptmann von Kapernaum
Ein heilsames Wort Jesu und der Glaube des Hauptmanns genügen: Auf wundersame Weise wird der Knecht des Hauptmanns gesund. 2000 Jahre später haben sich Glaube und Naturwissenschaft differenziert, Theologie und Medizin professionalisiert. Wundersame Fernheilungen obskurer Wanderprediger lassen uns heute misstrauisch werden.
Und doch setzt sich eine Erfahrung seit den biblischen Heilungsgeschichten fort: Worte wirken. Es ist gut belegt, dass eine offene, vertrauensvolle Kommunikation die medizinische Heilung unterstützt. Die psychotherapeutische Gesprächstherapie vertraut sogar ganz auf die Wirkung der zwischenmenschlichen Kommunikation. Nicht zuletzt setzt die moderne Seelsorge auf die Kraft des gesprochenen und zugesprochenen Wortes: Und es wirkt. Diese Erkenntnis verbindet somatische Medizin, Psychotherapie und Theologie.
„Sprechende Medizin“ gilt als Gegenentwurf zu einer übertechnisierten, überteuerten und unpersönlichen „Apparatemedizin“. Sie steht für die Sehnsucht nach einer kommunikativen Beziehung zwischen Behandelnden und Behandelten, jenseits von Kosten- und Zeitdruck. Patientinnen und Patienten werden mit ihrer ganzen Persönlichkeit, Krankheits- und Lebensgeschichte wahrgenommen und angesprochen – und nicht nur als Kostenstellen in einem Behandlungsplan abgerechnet, um teure Geräte zu refinanzieren.
Und nun lernen die Apparate selbst das Sprechen! Künstliche Intelligenz kommuniziert mit uns! Die großen generativen Sprachmodelle wie ChatGPT haben einen kaum geahnten Entwicklungsschub erfahren. Dazu macht die Robotik immer weitere Fortschritte. Navel, den Sie im Titelbild zwinkern sehen, ist einer der ersten Roboter, der ausgefeilte Robotik mit leistungsfähiger KI kombiniert. Ist unsere Ärztin bald ein Roboter? Stellt bald ein Chatbot die Erstdiagnose? Ist unsere Seelsorgerin bald eine KI? Unsere Therapeutin eine DIGA, eine „digitale Gesundheitsanwendung“? Über all dem schwebt die Frage: Kann Technik heilsame Beziehungen stiften?
Das haben wir auch ChatGPT gefragt. Es antwortet – nach der üblichen, abwägenden Auflistung von Chancen und Problemen: Zusammengefasst kann Technologie eine wertvolle Unterstützung für heilsame Beziehungen bieten, insbesondere durch verbesserte Kommunikation und Zugang zu Ressourcen. Sie sollte jedoch als Ergänzung und nicht als Ersatz für persönliche, direkte menschliche Interaktionen gesehen werden. Ist damit alles gesagt? Wir wollen die Deutungshoheit nicht den Maschinen überlassen und laden Sie ein, über „Sprechende Medizin und intelligente Maschinen“ ins
Gespräch zu kommen!
Dr. theol. Hendrik Meyer-Magister
stellvertretender Direktor und Studienleiter für Gesundheit, Künstliche Intelligenz, Spiritualität und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. theol. Arne Manzeschke
Professor für Ethik und Anthropologie sowie Leiter des Instituts für Pflegeforschung, Gerontologie und Ethik der Evangelischen Hochschule Nürnberg; Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Nürnberg
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen
Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik 5 Hämatologie & Internistische Onkologie, Universitätsklinikum Erlangen

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Programm

Fr, 04.10.2024 Sa, 05.10.2024 So, 06.10.2024
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Anreise ab 16.00 Uhr

18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr
Begrüßung

Dr. theol. Hendrik Meyer-Magister | Prof. Dr. med. Andreas Mackensen | Prof. Dr. Arne Manzeschke

19.30 Uhr
Sprechen hilft!

Die Wirkung des Gesprächs in der Arzt-Patienten-Beziehung

Prof. Dr. Sascha Bechmann
20.30 Uhr

Begegnungen und Gespräche

Veranstaltungsleitung

Dr. Hendrik Meyer-Magister
ehem. Stellvertretender Akademiedirektor / Studienleitung für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care

Referierende

BETEILIGTE
Dr. phil. Galia Assadi, Philosophin; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pflegeforschung, Gerontologie und Ethik der Evangelischen Hochschule Nürnberg
Prof. Dr. phil. Sascha Bechmann, Sprach- Medizin- und Gesundheitswissenschaftler; Professur im Lehrgebiet Berufspädagogik und Gesundheitswissenschaften mit Schwerpunkt Kommunikation und Interprofessionalität an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf
Andreas Dohrn, evangelischer Pfarrer an der Peterskirche in Leipzig; Protagonist der ARD-Dokumentation „Better than human“ (2024), Leipzig
Michael Hahn, evangelischer Theologe; Stipendiat des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) sowie Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt PRIMA-AI an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
Dr. theol. Nika Höfler, evangelische Pfarrerin und Praktische Theologin; Beauftragte für Spiritual Care der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern, München
Bertram Linsenmeyer, evangelischer Diakon; Klinikseelsorger am Klinikum Rechts der Isar der TU München sowie am Isar-Amper-Klinikum
München/Haar; Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhausseelsorge in Bayern, München
Dr. phil. Lasse B. Sander, Psychologe und psychologischer Psychotherapeut; Forschungsgruppenleiter am Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs–Universität Freiburg
Hydayat Sharabati, Masterstudentin im Studiengang „Systemtechnik“ an der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr sowie studentische Hilfskraft am Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS, Duisburg
Prof. Dr. theol. Peter Zimmerling, Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge und Spiritualität an der Universität Leipzig
Rita Zöllner, Pflegewissenschaftlerin; wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen des Verbundprojektes RuhrBots an der Evangelischen Hochschule Nürnberg
VERANSTALTUNGSLEITUNG
Dr. theol. Hendrik Meyer-Magister, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. theol. Arne Manzeschke, Evangelische Hochschule Nürnberg
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen, Universitätsklinikum Erlangen

Ort & Infos

Evangelische Tagungsstätte Wildbad, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Taubertalweg 42.

Von der Autobahn A7 kommend fahren Sie in Richtung „Schrozberg, Langenburg“ an der Altstadt Rothenburgs vorbei. Dann folgen Sie dem Wegweiser „Evangelische Tagungsstätte Wildbad“, indem Sie rechts abbiegen und in Richtung Taubertal hinunterfahren. Auf der linken Seite finden Sie die Einfahrt zur Tagungsstätte.

Aus Richtung Langenburg fahren Sie durchs Taubertal und hinauf zur Altstadt. Kurz bevor Sie diese erreichen, führt Sie der Wegweiser rechts ab zur Tagungsstätte.
Der Fußweg vom Bahnhof beträgt ca. 25 Min.: Vom Bahnhof links die Bahnhofstraße entlang gehen, bei der Ampel die Straße überqueren und nach rechts in die Ansbacher Straße einbiegen, dieser folgen bis kurz vor das Rödertor, dort nach links in den Topplerweg abbiegen, der an der Stadtmauer entlang führt und in den Friedrich-Hörner-Weg übergeht. An dessen Ende nach rechts abbiegen und entweder auf der gegenüberliegenden Straßenseite durch die Tür gleich auf das Gelände des Wildbades gehen (und dort die Stufen hinunter) oder der Straße folgen und nach wenigen Metern die Abzweigung nach links auf die Fahrstraße zum Wildbad wählen.
Taxi vor Ort: 0 98 61 20 00 oder 0 98 61 72 27.
http://www.wildbad.de/
Kontakt

Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de